Trump drängt auf schnelle Entscheidung: Netanjahu unter Druck, Hamas zu „besiegen“


Die US-Politik wirkt entschlossen – Israel steht unter massivem Druck, eine schnelle Lösung im Kampf gegen die Hamas zu finden.

Trump drängt auf schnelle Entscheidung: Netanjahu unter Druck, Hamas zu „besiegen“

Israels Kabinett wird heute unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in einem geheimen Schutzraum zusammentreten. Im Zentrum der Diskussion: die Rückkehr der noch in palästinensischer Gewalt befindlichen Geiseln. Trotz der Weigerung von Ministerpräsident Netanjahu wollen Sicherheitsvertreter das Thema in der Sitzung auf die Tagesordnung setzen. Hintergrund ist der wachsende Druck von US-Präsident Donald Trump, der schon seit Monaten von IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen verlangt, die HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen „entscheidend“ zu schlagen.

Laut internen Quellen war der Moment, in dem Trump die Geduld verlor, der Zeitpunkt, als die Hamas ihre Positionen nach der Hungerblockade in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen verhärtete. Die israelische Delegation kehrte von Gesprächen in Doha enttäuscht zurück, was Trump öffentlich als Irrtum der Katarer bewertete. Seitdem gilt für den US-Präsidenten: Eine schnelle militärische Entscheidung sei notwendig. Netanjahu passte sich dieser Haltung an und betonte, dass die Gelegenheit für ein Verhandlungsabkommen vorerst vorbei sei.

Die israelische Militärführung bleibt hingegen skeptisch: Die Chancen, dass die Hamas angesichts eines Einmarschs in Gaza aufgibt oder gar die weiße Fahne hisst, werden als äußerst gering eingeschätzt. Auch ein umfassendes Abkommen, das die Freilassung aller Geiseln garantiert, erscheint nach Einschätzung der Sicherheitsexperten unrealistisch.

Trump hingegen sieht die Lage anders: Nach seiner Einschätzung könnte ein entschlossener israelischer Schlag gegen die Hamas innerhalb weniger Wochen die Organisation zur Kapitulation zwingen. Dabei vertraut er auf den Erfolg der bisherigen Geiselbefreiungen, insbesondere die Rückkehr von Idan Alexander. In privaten Gesprächen betont er, dass die letzten Geiseln von der Hamas als Druckmittel genutzt würden und ein schnelles Handeln notwendig sei, um ihre Lage zu stabilisieren.

Die Spannungen zwischen der militärischen Führung und der politischen Spitze Israels werden durch Trumps Druck verschärft. Sicherheitskreise warnen, dass öffentliche Berichte über zivile Opfer die US-Politik beeinflussen könnten: Sichtbare Notlagen in Gaza könnten Trump dazu veranlassen, die Offensive zu stoppen, bevor Israel seine Ziele erreicht. Damit bleibt die aktuelle Lage für Israel heikel: Einerseits der internationale Druck, andererseits die Realität vor Ort – ein schwieriges Abwägen zwischen militärischer Notwendigkeit und politischem Druck.



Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Sonntag, 31. August 2025

haOlam-News unterstützen

haOlam-News ist auf die Unterstützung seiner Leserinnen und Leser angewiesen. Jeder Beitrag hilft, unabhängige Berichterstattung weiterzuführen.

Sie benötigen nicht zwingend ein PayPal-Konto. Im nächsten Schritt kann je nach PayPal-Anzeige auch eine Zahlung per Karte angeboten werden.

Sie möchten unsere Arbeit unterstützen, nutzen aber kein PayPal? Schreiben Sie uns kurz, wir melden uns mit den passenden Möglichkeiten.

Weitere interessante Artikel

Newsletter