Angst vor politischem Eklat: Norwegen fürchtet Spielabbruch beim WM-Qualifikationsduell mit Israel


Vor dem WM-Qualifikationsspiel zwischen Norwegen und Israel steht nicht der Sport im Vordergrund, sondern die Sicherheit. Nach provokanten Entscheidungen des norwegischen Fußballverbands – Spenden an Gaza, keine Verurteilung des Hamas-Massakers – wächst die Sorge, dass pro-palästinensische Aktivisten das Spielfeld stürmen könnten.

Angst vor politischem Eklat: Norwegen fürchtet Spielabbruch beim WM-Qualifikationsduell mit Israel

Das bevorstehende Qualifikationsspiel zwischen Norwegen und IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat längst jede sportliche Dimension verloren. Statt über Taktik, Tore und Tabellenplätze zu sprechen, beherrscht in Norwegen ein anderes Thema die Schlagzeilen: die Angst vor Protesten, Chaos und einem politischen Skandal.

Hintergrund ist eine Entscheidung des norwegischen Fußballverbands, die in Israel Empörung und international Kopfschütteln ausgelöst hat. Anstatt das Massaker der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen vom 7. Oktober 2023 zu verurteilen – den grausamsten Angriff auf Juden seit dem HolocaustShoah: Der nationalsozialistische Mord an sechs Millionen JudenShoah ist der hebräische Begriff für die Katastrophe der Vernichtung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland und seine Helfer. Rund sechs Millionen Juden wurden ermordet.Mehr lesen – verkündete der Verband, die gesamten Einnahmen des Spiels an die „Bewohner Gazas“ zu spenden. Kein Wort des Mitgefühls für die über 1.200 Ermordeten, kein Satz der Solidarität mit Israel.

Nun ist die Stimmung im Land angespannt. Laut dem staatlichen Sender NRK befürchtet die norwegische Fußballführung, dass antiisraelische Demonstranten das Spiel nutzen könnten, um politische Zeichen zu setzen – oder Schlimmeres. Die Sorge: Ein Platzsturm mit palästinensischen Fahnen, der zu einer Unterbrechung oder gar zu einem technischen Spielverlust führen könnte.

„Wir müssen vorbereitet sein. Es gibt reale Risiken“, erklärte Verbands-Generalsekretär Karl Petter Løken. „Unser Fokus liegt darauf, das Spiel zu sichern und den Spielern eine ruhige, konzentrierte Atmosphäre zu geben. Sie sollen sich auf Fußball konzentrieren können – und nicht auf Politik.“ Doch zwischen Sicherheitskonzepten und Sorge um das internationale Image wächst die Nervosität.

Ein technischer Spielverlust – also eine 0:3-Wertung durch die UEFA im Falle einer Störung – wäre für Norwegen eine sportliche Katastrophe. Schließlich kämpft die Mannschaft um ihren ersten WM-Einzug seit 1998. Doch die politische Symbolik des Spiels überlagert längst jedes sportliche Ziel.

Zahlreiche Organisationen, die den israelischen Militäreinsatz im GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen kritisieren, haben zu Demonstrationen rund um das Stadion aufgerufen. Einige Gruppen kündigten offen an, „sichtbare Aktionen“ zu planen – eine Ankündigung, die Sicherheitsbehörden alarmiert hat.

Die Spieler selbst versuchen, neutral zu bleiben. Patrick Berg, Mittelfeldspieler der norwegischen Nationalmannschaft, erklärte bei der Pressekonferenz vor dem Spiel: „Das ist eine traurige, außergewöhnliche Situation, die viele Menschen betrifft, auch hier in Norwegen. Aber wir müssen versuchen, uns auf den sportlichen Aspekt zu konzentrieren.“

In Israel verfolgt man die Ereignisse mit wachsendem Unverständnis. Während die israelische Mannschaft nach zwei Jahren Krieg und Terror endlich wieder auf dem Platz steht, demonstrieren in Europa Menschen nicht gegen die Hamas – sondern gegen Israel. Dass der norwegische Verband seine Bühne für antiisraelische Symbolik nutzt, empfinden viele Israelis als Verrat an den Werten des Sports.

„Es ist beschämend, dass ein europäischer Fußballverband das Leid der Opfer von Terror relativiert und die Täter moralisch entlastet“, sagte ein Sprecher des israelischen Fußballverbands in JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen. „Wer das Blut der Ermordeten ignoriert und die Hamas-PropagandaDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen indirekt belohnt, spielt nicht für den Frieden – sondern gegen die Wahrheit.“

Während Norwegen nun seine Sicherheitskräfte aufrüstet und Barrikaden rund um das Stadion errichten lässt, bleibt die Hoffnung, dass der Sport zumindest für 90 Minuten stärker sein kann als Hass und Ideologie. Doch die Zeichen stehen auf Sturm – nicht auf Fairplay.



Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Mittwoch, 8. Oktober 2025

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