Huthi-Terror gegen Saudi-Arabien: Erneuter Raketenangriff auf den Osten des Königreichs abgewehrt

Huthi-Terror gegen Saudi-Arabien: Erneuter Raketenangriff auf den Osten des Königreichs abgewehrt


Die vom Iran unterstützten Huthi haben erneut eine ballistische Rakete auf Saudi-Arabien abgefeuert. Die Luftverteidigung konnte das Geschoss zerstören. Nach mehreren Angriffen innerhalb weniger Tage wächst die Gefahr einer weiteren militärischen Eskalation auf der Arabischen Halbinsel.

Huthi-Terror gegen Saudi-Arabien: Erneuter Raketenangriff auf den Osten des Königreichs abgewehrt
Bildnachweis: Symbolbild / KI

Saudi-Arabien hat am frühen Donnerstagmorgen, dem 29. Oktober 2026, einen weiteren Raketenangriff der HuthiHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen aus dem Jemen abgewehrt. Nach Angaben der von Riad geführten Militärkoalition wurde eine ballistische Rakete abgefangen und zerstört, die auf die Ostprovinz des Königreichs gerichtet war. Die Region besitzt wegen ihrer umfangreichen Erdölindustrie eine besondere wirtschaftliche und strategische Bedeutung.

Der Sprecher der Militärkoalition, Generalmajor Turki al-Maliki, bestätigte den Abschuss der Rakete durch die Huthi und ihre erfolgreiche Zerstörung durch die saudische Luftverteidigung. Der saudische Zivilschutz gab zunächst Warnungen für die Ostprovinz und die südwestliche Region Nadschran heraus. Wenige Minuten später erklärten die Behörden die unmittelbare Gefahr für beendet. Über Opfer oder Schäden durch diesen Angriff wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Der Vorfall ist Teil einer Serie von Raketen- und Drohnenangriffen, mit denen die Huthi ihre militärischen Aktivitäten gegen Saudi-Arabien zuletzt deutlich ausgeweitet haben. Bereits am Mittwoch meldete die Militärkoalition den Abschuss einer weiteren ballistischen Rakete in Richtung der Stadt Taif im Westen des Landes. Am Dienstag beschädigten Trümmer abgefangener Raketen nach Angaben der saudischen Behörden mehrere Gebäude und ein Fahrzeug in der Hauptstadt Riad.

Angriffe richten sich auch gegen die saudische Energieversorgung

Die Huthi beschränken ihre militärischen Operationen längst nicht auf Einrichtungen der saudischen Streitkräfte. Wiederholt erklärten sie, Flughäfen, Raffinerien und andere wirtschaftlich bedeutende Anlagen angegriffen zu haben.

Zu den von den Huthi genannten Zielen gehören die Ölraffinerie in Rabigh, Einrichtungen des staatlichen Energiekonzerns Saudi Aramco in Yanbu sowie der internationale Flughafen König Khalid in Riad. Auch den Flughafen König Fahd in Dammam und militärische Einrichtungen im Süden Saudi-Arabiens bezeichnete ihr Militärsprecher Yahya Saree als Ziele.

Die einzelnen Erfolgsbehauptungen der Huthi lassen sich nicht unabhängig bestätigen. Die wiederholten saudischen Luftalarmmeldungen und dokumentierten Raketenabfänge zeigen jedoch, dass das Königreich weiterhin erheblichen militärischen Bedrohungen ausgesetzt ist.

Besonders sensibel sind Angriffe auf die saudische Ostprovinz. Dort befinden sich wichtige Förderanlagen und Raffinerien der Ölindustrie. Eine schwere Beschädigung solcher Einrichtungen könnte nicht nur Saudi-Arabiens Wirtschaft treffen, sondern auch Auswirkungen auf internationale Energiemärkte haben.

Der Einfluss des Iran auf die Huthi

Die Huthi gehören zu den wichtigsten bewaffneten Verbündeten des iranischen Regimes in der Region. Teheran hat die Bewegung über Jahre politisch unterstützt. Internationale Untersuchungen dokumentierten zudem Waffenlieferungen und militärische Unterstützung für die Huthi.

Die Bewegung verfügt inzwischen über ballistische Raketen, Marschflugkörper und Angriffsdrohnen, mit denen sie Ziele weit über die Grenzen des Jemen hinaus erreichen kann.

Auch IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen wurde in den vergangenen Jahren wiederholt mit Raketen und Drohnen aus dem Jemen angegriffen. Die Huthi haben außerdem internationale Handelsschiffe im Roten Meer bedroht und damit eine der wichtigsten Schifffahrtsverbindungen der Welt gefährdet.

Für Saudi-Arabien bedeutet die neuerliche Eskalation, dass es gleichzeitig seine Bevölkerung, militärische Einrichtungen und lebenswichtige Wirtschaftsstandorte schützen muss.

Riad wirft dem Iran vor, die erneuten Angriffe der Huthi gefördert zu haben. Teheran bestreitet dagegen, für deren aktuelle militärische Operationen verantwortlich zu sein. Eine unmittelbare iranische Anweisung für den Angriff vom Donnerstag ist bislang nicht öffentlich belegt.

Neue Kämpfe nach Jahren einer brüchigen Waffenruhe

Saudi-Arabien führt seit 2015 eine Militärkoalition, die die international anerkannte Regierung des Jemen gegen die Huthi unterstützt. Diese hatten bereits 2014 die Hauptstadt Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht.

Nach einer von den Vereinten Nationen vermittelten Waffenruhe im Jahr 2022 gingen die direkten Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und den Huthi deutlich zurück. Eine dauerhafte politische Lösung des Krieges im Jemen wurde allerdings nicht erreicht.

Seit Sommer 2026 haben sich die Kampfhandlungen wieder erheblich verschärft. Die erneute Eskalation fällt mit dem Krieg zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran zusammen, der die Sicherheitslage im gesamten Nahen Osten verändert hat.

Die Huthi versuchen mit ihren Angriffen, ihre militärische Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Gleichzeitig setzen sie Saudi-Arabien unter Druck, das auf eine Stabilisierung seiner Grenzen und die Sicherung seiner wirtschaftlichen Infrastruktur angewiesen ist.

Der jüngste Angriff zeigt, wie schnell aus der militärischen Auseinandersetzung im Jemen erneut eine direkte Bedrohung für benachbarte Staaten werden kann. Saudi-Arabiens Luftverteidigung konnte die Rakete vom Donnerstag zerstören. Die fortgesetzten Angriffe verdeutlichen jedoch, dass die Gefahr keineswegs überwunden ist.

Solange die Huthi über weitreichende Raketen und Drohnen verfügen und diese gegen Nachbarstaaten einsetzen, bleibt die Sicherheit der Arabischen Halbinsel gefährdet. Die jüngsten Angriffe zeigen, dass der Krieg im Jemen weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Region hat.



Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Donnerstag, 29. Oktober 2026

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