Sprengsatz im Handgepäck: Mann kurz vor US-Linienflug gestoppt


Ein 49-Jähriger soll in Sacramento mit einem aktiven Sprengsatz, Klingen, Kabelbindern und fünf Handys zum Flugzeug gewollt haben. Die Sicherheitskontrolle verhinderte offenbar eine mögliche Katastrophe.

Sprengsatz im Handgepäck: Mann kurz vor US-Linienflug gestoppt
Bildnachweis: Pixabay

Am Flughafen von Sacramento in Kalifornien haben Sicherheitskräfte nach Angaben der US-Bundesstaatsanwaltschaft einen Mann gestoppt, der mit einem mutmaßlich funktionsfähigen Sprengsatz in Richtung eines Linienfluges unterwegs gewesen sein soll. Der 49-jährige Kimani Osayande Jones, der laut Behörden auch den Namen Kimani Osayande Jackson verwendet, wollte demnach am Abend des 30. Mai durch die Sicherheitskontrolle und an Bord eines Flugzeugs gelangen. Er trug einen Schal über dem Gesicht und Latexhandschuhe.

In seinem Handgepäck fanden die Kontrolleure laut Anklage einen Sprengsatz vom sogenannten M-Typ, einen starken Feuerzeugzünder, ein Messer, Scheren, einzelne Scherenklingen, einen Sprühbehälter und Kabelbinder. Hinzu kamen fünf Mobiltelefone. Auf einem Gerät soll ein Timer von 15 Minuten bereitgestanden haben, auf einem anderen erschien demnach eine Nachricht von einer unbekannten Nummer. Später stellten Sprengstoffexperten fest, dass Pulver und Zündschnur des Geräts funktionsfähig gewesen seien.

Damit ist der Fall weit mehr als ein Verstoß gegen Flughafenregeln. Die Ermittler gehen davon aus, dass eine Explosion in einem unter Druck stehenden Flugzeug schwere Schäden hätte verursachen können, besonders in der Nähe eines Fensters und in großer Flughöhe. Was am Kontrollpunkt gefunden wurde, hätte nach Darstellung der Behörden nicht in die Nähe einer Passagiermaschine gelangen dürfen.

Jones soll zunächst bestritten haben, von den Gegenständen im Rucksack gewusst zu haben. Später soll er nach Medienberichten gefragt haben, ob er sie einfach wegwerfen könne. Anschließend wurde er festgenommen. Sein bereits aufgegebenes Gepäck wurde am Zielort kontrolliert, dort fanden Sicherheitskräfte offenbar keine weiteren verdächtigen Gegenstände.

Die Anklage gegen Jones umfasst drei schwere Vorwürfe: den Versuch, einen Sprengsatz in einem Flugzeug zu platzieren, den Besitz von Sprengstoffmaterial auf einem Flughafen und den Versuch, gefährliche Waffen oder Sprengstoff an Bord eines Flugzeugs zu bringen. Bis zu einer Verurteilung gilt er als unschuldig.

Berichten zufolge hatte Jones in den Monaten vor dem Vorfall mehrfach die FBI-Hinweisstelle kontaktiert und von Verfolgung, Bedrohungen, Cyberangriffen und Überwachungsdrohnen gesprochen. Das mag für das Verfahren eine Rolle spielen. Für die Luftsicherheit ändert es zunächst nichts am Kern des Falles: Ein Mann stand mit einem aktiven Sprengsatz und mehreren Waffen am Zugang zu einem Passagierflug.

Genau deshalb ist Sacramento ein Warnsignal. Die Katastrophe wurde nicht durch Glück verhindert, sondern durch Kontrolle, Aufmerksamkeit und schnelles Handeln. Für die Passagiere und die Besatzung dieses Fluges war das der entscheidende Unterschied.



Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Dienstag, 16. Juni 2026

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