Tucker Carlson greift Netanyahu im saudischen Staatsfernsehen frontal an und verbreitet gefährliche Verschwörungsthesen
Sein Auftritt in Saudi Arabien war kein Interview, sondern eine Abrechnung mit Israel. Tucker Carlson übernahm offen Narrative, die Israels Existenzrecht und Sicherheit infrage stellen und Millionen Menschen weltweit beeinflussen.

Es war ein Moment, der weit über ein gewöhnliches Fernsehinterview hinausgeht. Der amerikanische Kommentator Tucker Carlson saß im Studio eines staatlich kontrollierten saudischen Senders und sprach Worte, deren Wirkung kaum zu überschätzen ist. Israels Premierminister Benjamin Netanyahu sei „vollständig böse“ und zerstöre die Welt, behauptete Carlson. Diese Aussage ist nicht nur eine persönliche Attacke, sondern Teil eines größeren Musters, das Israel delegitimiert und seine Verteidigung als dunklen Plan darstellt.
Carlsons Auftritt erfolgte wenige Tage nach einem kurzen Besuch in Israel, der nur Stunden dauerte. Er verließ den Flughafen kaum, führte ein Interview und reiste wieder ab. Dennoch präsentierte er sich anschließend als jemand, der die Lage verstanden habe und urteilen könne. Seine Aussagen im saudischen Fernsehen gingen jedoch weit über Kritik hinaus. Er behauptete, Israels Militäreinsatz in Gaza sei kein Verteidigungskrieg, sondern ein gezielter Versuch, Land zu erobern. Diese Darstellung widerspricht der Realität und ignoriert den Ausgangspunkt des Krieges, den Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel, bei dem israelische Männer, Frauen und Kinder gezielt ermordet und entführt wurden.
Israel kämpft in Gaza nicht aus Expansion, sondern aus Notwendigkeit. Kein Staat der Welt kann akzeptieren, dass eine Terrororganisation seine Bevölkerung angreift und offen seine Vernichtung fordert. Diese Realität blendete Carlson vollständig aus. Stattdessen übernahm er Narrative, die Israel als Aggressor darstellen und die Verantwortung der Hamas verschweigen.
Noch weiter ging Carlson mit einer besonders gefährlichen Behauptung. Er erklärte, er glaube, dass Israel die Al Aqsa Moschee zerstören wolle, um einen jüdischen Tempel zu errichten. Diese Behauptung ist nicht nur unbelegt, sondern gehört zu den ältesten und gefährlichsten Verschwörungstheorien gegen Juden. Solche Erzählungen haben in der Vergangenheit Gewalt ausgelöst und dienen bis heute als Rechtfertigung für Angriffe gegen Israel.
Israel hat wiederholt klargestellt, dass die Religionsfreiheit in Jerusalem geschützt wird. Die heiligen Stätten der Muslime stehen unter Verwaltung der islamischen Behörden. Die Vorstellung, Israel plane ihre Zerstörung, entbehrt jeder Grundlage. Dennoch verbreiten solche Behauptungen Angst und Hass.
Besonders auffällig war auch, wo Carlson schwieg. Während er Israel scharf angriff, vermied er jede kritische Frage zur saudischen Führung. Der Mord am Journalisten Jamal Khashoggi, der weltweit Entsetzen auslöste, wurde von Carlson nicht thematisiert. Dieser Kontrast wirft eine zentrale Frage auf. Warum greift er Israel an, während er gegenüber einem autoritären Staat Zurückhaltung zeigt.
Seine Aussagen gehen jedoch noch weiter. Carlson behauptete, amerikanische Politiker würden Israel mehr dienen als ihrem eigenen Land. Diese Behauptung greift ein altes antisemitisches Motiv auf, das Juden und den jüdischen Staat als fremde Macht darstellt, die andere Nationen kontrolliere. Solche Narrative haben eine lange und dunkle Geschichte.
Für Israel ist diese Entwicklung nicht nur eine Frage der öffentlichen Meinung, sondern eine Frage der Sicherheit. Worte haben Konsequenzen. Wenn ein einflussreicher Kommentator Israel als Bedrohung für die Welt darstellt, stärkt das jene Kräfte, die Israels Existenz ablehnen.
Israel steht in einem Kampf, den es nicht gewählt hat. Es verteidigt seine Bürger gegen Organisationen und Regime, die seine Vernichtung offen fordern. Diese Realität wird von Kritikern wie Carlson verzerrt. Sie stellen Israel als Ursache des Konflikts dar und ignorieren die Bedrohungen, denen es ausgesetzt ist.
Gleichzeitig zeigt dieser Fall, wie wichtig es ist, zwischen legitimer Kritik und gefährlicher Delegitimierung zu unterscheiden. Kritik ist ein Teil jeder Demokratie. Doch wenn sie auf falschen Behauptungen und Verschwörungstheorien basiert, wird sie zu einem Werkzeug der Destabilisierung.
Israel wird auch weiterhin Ziel solcher Angriffe sein. Doch seine Existenz hängt nicht von Kommentaren in einem Fernsehstudio ab. Sie hängt von seiner Fähigkeit ab, seine Bürger zu schützen und seine Werte zu verteidigen.
Die Worte von Tucker Carlson sind ein Beispiel dafür, wie sich der Kampf gegen Israel nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch im Informationsraum abspielt. Dieser Kampf entscheidet darüber, wie die Welt Israel sieht und ob die Wahrheit gehört wird.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Gage Skidmore from Surprise, AZ, United States of America - Tucker Carlson, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=134985243
Artikel veröffentlicht am: Mittwoch, 25. Februar 2026