Katar beschwert sich bei der UNO über Israels Schlag gegen Hamas-Führer – und instrumentalisiert das Völkerrecht


Katar hat offiziell beim Internationalen Luftfahrtverband ICAO Beschwerde gegen Israel eingelegt. Anlass war die gezielte Operation vom 9. September in Doha, bei der Israel ein Wohnkomplex von Hamas-Funktionären ins Visier nahm. Katar spricht von einer „eklatanten Verletzung der Souveränität“ und von einem Bruch der Chicagoer Luftfahrtkonvention. In Wahrheit jedoch nutzt das Emirat internationale Institutionen, um Terrorstrukturen zu schützen, die es selbst über Jahre finanziell und politisch hofiert hat.

Katar beschwert sich bei der UNO über Israels Schlag gegen Hamas-Führer – und instrumentalisiert das Völkerrecht

IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen hatte die Operation in Doha durchgeführt, nachdem Geheimdienste bestätigt hatten, dass führende Köpfe der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen – die in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen einen mörderischen Krieg gegen Israel führen und Geiseln als Druckmittel missbrauchen – dort logierten. Katar, das seit Jahren als Schutzhafen und Geldgeber für die Hamas fungiert, reagierte prompt. In einem Brief an den ICAO-Rat erklärte der katarische Vertreter Abdullah al-Maliki, Israel habe nicht nur gegen internationales Recht verstoßen, sondern auch die „Souveränität Katars verletzt“.

Dass Doha den Angriff auf Terroristen mit einem Affront gegen das internationale Luftfahrtrecht gleichsetzt, ist jedoch kein Zufall. Katar stellt sich bewusst als Opfer dar – und verschleiert, dass die eigentlichen Opfer seit Monaten israelische Zivilisten sind, die unter Raketenbeschuss, Massakern und Geiselnahmen der Hamas leben.

Die Bühne des ICAO

Welche Wirkung kann eine ICAO-Beschwerde überhaupt entfalten?

  • Sie könnte formal eine Vertragsverletzung der Chicagoer Konvention feststellen.

  • Sie kann die Angelegenheit an die UN-Generalversammlung oder den Sicherheitsrat weiterleiten.

  • Sie könnte den internationalen Luftfahrtstatus Israels belasten, etwa durch diplomatischen Druck bei Abkommen.

Israel ist damit nicht akut blockiert, wohl aber erneut der Gefahr ausgesetzt, dass internationale Organisationen instrumentalisiert werden – diesmal nicht von NGOs, sondern direkt von einem Staat, der Terrorgruppen deckt.

Katar, UEFA und die Kampagne gegen Israel

Die Beschwerde reiht sich ein in eine ganze Serie katarischer Aktivitäten der letzten Wochen. Bereits jetzt übt Doha, einer der größten Geldgeber der UEFA, massiven Druck aus, Israel von europäischen Wettbewerben auszuschließen. Bei der Supercup-Partie in Athen ließ die UEFA ein Transparent zeigen: „Stop killing children, stop killing civilians“ – eine Botschaft, die klar gegen Israel gerichtet war. Spätestens bei der nächsten UEFA-Sitzung steht die Frage einer möglichen Suspendierung Israels zur Debatte.

Katar agiert damit nicht als neutraler Mittler, sondern als Akteur, der den internationalen Druck gegen Israel systematisch verstärkt – politisch, rechtlich, sportlich.

Die Doppelmoral

Dass Katar sich auf die „Chicagoer Konvention“ beruft, wirkt zynisch. Dieselbe Regierung, die Hamas-PropagandaDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen weltweit verbreiten lässt und deren Funktionäre in Doha residieren, spricht nun vom Schutz der Zivilbevölkerung und der internationalen Rechtsordnung. Wer Terroristen hofiert, kann nicht gleichzeitig internationale Konventionen als moralischen Schutzschild missbrauchen.

Die Beschwerde Katars beim ICAO ist kein juristischer Akt, sondern politische Inszenierung. Sie ist Teil einer breiteren Strategie: Israel international zu isolieren, während die Hamas im Schutz Katars weiteragiert. Statt Katar Bühne und Einfluss zu überlassen, muss Europa endlich die Frage stellen: Auf welcher Seite steht ein Staat, der Terrororganisationen als Gäste willkommen heißt und zugleich die UNO bemüht, wenn deren Gegner zurückschlägt?

Thematische Einordnung


Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Sonntag, 21. September 2025

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