Kritik an Hamas-Liste: Regierung kündigt entschiedene Reaktion an


Israel sieht sich durch die von Hamas vorgelegte Geisel-Liste getäuscht und droht mit Maßnahmen gegen Verzögerungen bei der Freilassung.

Kritik an Hamas-Liste: Regierung kündigt entschiedene Reaktion an

Das Büro des israelischen Premierministers reagierte entschieden auf die jüngst veröffentlichte Liste der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen, die die Namen von vier Geiseln enthält, deren Freilassung für Samstag geplant war. In einer Stellungnahme am Freitag wurde klargestellt, dass die Liste nicht den zuvor vereinbarten Bedingungen entspricht.

Gemäß dem bestehenden Abkommen sollten unter den vier Geiseln drei Soldaten und eine Zivilperson sein. Die von Hamas veröffentlichten Namen widersprechen jedoch dieser Regelung und sorgen für erhebliche Spannungen.


Das aktuelle Geiselabkommen umfasst die Freilassung von insgesamt 33 Geiseln in einer ersten Phase. Im Gegenzug hat IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen die Freilassung von Sicherheitsgefangenen zugesagt sowie die Bereitstellung humanitärer Hilfen und den Rückzug der IDF aus bestimmten Gebieten im GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen. Ein weiterer Bestandteil des Deals ist die Übergabe einer detaillierten Liste, die den Status der verbliebenen 26 Geiseln darlegt. Hierdurch soll Israel erstmals offizielle Informationen über das Schicksal der Bibas-Familie – bestehend aus den Eltern Shiri und Yarden sowie den Kindern Ariel und Kfir – erhalten.


Die israelische Regierung erklärte, entschlossene Maßnahmen gegen die Hamas zu ergreifen, sollte diese versuchen, das Abkommen zu manipulieren oder durch Listenverzögerungen zu torpedieren. Bereits im Vorfeld des Deals wurde betont, dass Spielchen mit der Freilassungsliste nicht toleriert werden.
Parallel zu den diplomatischen Spannungen kam es am Freitagabend in Tel Aviv zu Protesten auf der Ayalon-Schnellstraße. Die Demonstranten forderten vehement, dass jede Geisel, unabhängig von ihrem Zustand – lebend oder verstorben –, in die Heimat zurückgebracht wird. Ihre Kritik richtete sich vor allem gegen die aktuellen Bedingungen des Deals, die ihrer Meinung nach unzureichend seien.


Am vergangenen Sonntag wurden die ersten drei Geiseln aus Hamas-Gefangenschaft entlassen: Emily Damari, Doron Steinbrecher und Romi Gonen. Der Austauschmodus bleibt klar geregelt: Für jede befreite israelische Geisel werden zwischen 30 und 50 palästinensische Häftlinge freigelassen, abhängig von deren Kategorie – Zivilisten oder weibliche Soldatinnen.



Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Freitag, 24. Januar 2025

haOlam-News unterstützen

haOlam-News ist auf die Unterstützung seiner Leserinnen und Leser angewiesen. Jeder Beitrag hilft, unabhängige Berichterstattung weiterzuführen.

Sie benötigen nicht zwingend ein PayPal-Konto. Im nächsten Schritt kann je nach PayPal-Anzeige auch eine Zahlung per Karte angeboten werden.

Sie möchten unsere Arbeit unterstützen, nutzen aber kein PayPal? Schreiben Sie uns kurz, wir melden uns mit den passenden Möglichkeiten.

Weitere interessante Artikel

Newsletter