Pakistan stellt sich gegen Iran-Sanktionen und beschwichtigt Washington

Pakistan stellt sich gegen Iran-Sanktionen und beschwichtigt Washington


Islamabad erklärt amerikanische Sanktionen gegen Teheran für unverbindlich. Wenig später versucht das Außenministerium, die Aussage abzuschwächen, ohne sie ausdrücklich zurückzunehmen. Der Streit legt die widersprüchlichen Interessen eines wichtigen Vermittlers im Iran-Konflikt offen.

Pakistan stellt sich gegen Iran-Sanktionen und beschwichtigt Washington
Bildnachweis: Symbolbild / KI

Pakistan präsentiert sich seit Monaten als Vermittler zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Doch ausgerechnet im Streit über amerikanische Wirtschaftssanktionen gerät die Regierung in Islamabad zwischen ihre beiden wichtigsten Gesprächspartner. Während das pakistanische Außenministerium Ende August erklärte, sein Land sei nicht verpflichtet, einseitige amerikanische Sanktionen gegen Teheran umzusetzen, versuchte es anschließend, die politische Wirkung dieser Aussage einzudämmen. Eine ausdrückliche Rücknahme der ursprünglichen Position erfolgte jedoch nicht.

Die widersprüchlichen Erklärungen hat das Middle East Media Research Institute (MEMRI) in einer aktuellen Untersuchung zusammengestellt. Grundlage sind pakistanische Zeitungsberichte, öffentliche Stellungnahmen des Außenministeriums und die späteren Erläuterungen seines neuen Sprechers. MEMRI-Präsident Yigal Carmon bewertet den Vorgang als diplomatisches Doppelspiel. Die dokumentierten Aussagen zeigen zumindest, wie schwierig es für Islamabad geworden ist, gleichzeitig gute Beziehungen zu Washington und Teheran zu unterhalten.

Am 27. August 2026 hatte der damalige Außenamtssprecher Tahir Andrabi bei einer regulären Pressekonferenz über die amerikanischen Sanktionen gesprochen. Pakistan wolle seinen Handel mit Iran fortsetzen und ausbauen. Einseitig von den Vereinigten Staaten verhängte Sanktionen seien für Pakistan nicht verbindlich. Anders verhalte es sich bei Sanktionen, die durch die Vereinten Nationen beschlossen würden.

Die pakistanische Zeitung Roznama Express machte diese Erklärung am folgenden Tag zu einer ihrer wichtigsten Nachrichten. Auch Roznama Dunya und das Nachrichtenportal Urdu Point griffen die Aussagen auf. Letzteres berichtete ausdrücklich, Pakistan betrachte die amerikanischen Maßnahmen als mit dem internationalen Recht unvereinbar.

Damit erhielt eine zunächst diplomatisch formulierte Position eine erhebliche politische Tragweite. Denn Washington hatte seine wirtschaftliche Druckkampagne gegen Iran kurz zuvor nochmals verschärft. Die amerikanische Regierung will Teheran durch Sanktionen gegen Finanzstrukturen, Handelsunternehmen, Transportwege und weitere wirtschaftliche Verbindungen zu Zugeständnissen bewegen.

Für die Vereinigten Staaten sind diese Maßnahmen ein wesentlicher Bestandteil ihrer Iran-Strategie. Nach den militärischen Auseinandersetzungen des Jahres 2026 soll wirtschaftlicher Druck verhindern, dass das iranische Regime seine geschwächten militärischen Fähigkeiten ungehindert wiederherstellen und weiterhin regionale bewaffnete Organisationen unterstützen kann.

Aus israelischer Sicht besitzt diese Strategie ebenfalls erhebliche Bedeutung. Teheran unterstützt seit Jahren die Terrororganisationen HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen und HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen sowie weitere bewaffnete Gruppen im Nahen Osten. Wirtschaftliche Einnahmen und der Zugang zu internationalen Finanznetzwerken können dem Regime helfen, seine militärischen und außenpolitischen Ziele fortzusetzen.

Allerdings bedeutet nicht jede Handelsbeziehung mit Iran automatisch eine Finanzierung terroristischer Aktivitäten. Entscheidend sind die beteiligten Unternehmen, die gehandelten Güter, mögliche Verbindungen zu sanktionierten Einrichtungen und die tatsächlichen Zahlungswege. Gerade deshalb sind gezielte und überprüfbare Sanktionen ein wichtiges Instrument.

Eine Klarstellung, die den Widerspruch nicht beseitigt

Die Reaktion aus Islamabad ließ nicht lange auf sich warten. Noch am 27. August berichtete die pakistanische Daily Times, Behördenvertreter hätten die Berichte über Andrabis Aussagen als missverständlich bezeichnet. Pakistan äußere sich grundsätzlich nicht zur Auslegung amerikanischer Sanktionsregelungen. Außerdem spiegelten bestimmte ihm zugeschriebene Formulierungen die Haltung der Regierung nicht zutreffend wider.

Bemerkenswert daran ist, dass diese Klarstellung die zuvor verbreitete grundsätzliche Unterscheidung zwischen amerikanischen und internationalen Sanktionen nicht ausdrücklich aufhob. Sie versuchte vielmehr, den Eindruck einer direkten Konfrontation mit Washington zu vermeiden.

Am 1. Oktober wurde das Thema erneut auf einer Pressekonferenz angesprochen. Inzwischen hatte Botschafter Sajjad Haider Khan die Funktion des Außenamtssprechers übernommen. Sein Vorgänger Tahir Andrabi war Anfang September zum ständigen Vertreter Pakistans bei den Vereinten Nationen in Genf ernannt worden.

Khan erklärte, die frühere Aussage müsse im Zusammenhang betrachtet und erläutert werden. Pakistan werde weiterhin sämtliche anwendbaren Sanktionsregelungen im Einklang mit internationalem und nationalem Recht einhalten. Zugleich betonte er die strategische Partnerschaft seines Landes mit den Vereinigten Staaten und das Ziel, die diplomatischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Beziehungen zu Washington auszubauen.

Das ist diplomatisch eine andere Tonlage als die Erklärung vom August. Eine ausdrückliche Verpflichtung, sämtliche einseitigen amerikanischen Sanktionen gegen Iran zu übernehmen, lässt sich daraus allerdings ebenfalls nicht ableiten.

Genau darin liegt der Kern der Auseinandersetzung. Pakistan unterscheidet zwischen Sanktionen, die durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verbindlich beschlossen werden, und Maßnahmen, die ein einzelner Staat nach seinem eigenen Recht verhängt.

Diese Unterscheidung ist völkerrechtlich grundsätzlich nachvollziehbar. Nicht jede amerikanische Sanktion verpflichtet automatisch sämtliche anderen Staaten, entsprechende Verbote in ihr nationales Recht zu übernehmen. Besonders umstritten sind sogenannte Sekundärsanktionen, mit denen Washington wirtschaftlichen Druck auf ausländische Unternehmen und Banken ausübt, obwohl diese nicht unmittelbar der amerikanischen Rechtsordnung unterliegen.

Die wirtschaftlichen Folgen können dennoch erheblich sein. Unternehmen, die Geschäfte mit sanktionierten iranischen Einrichtungen betreiben, riskieren den Verlust des Zugangs zum amerikanischen Finanzsystem oder andere Maßnahmen der US-Behörden. Für ein Land wie Pakistan, das auf internationale Finanzverbindungen, Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit angewiesen ist, kann dieser Druck gravierend werden.

Es wäre deshalb zu einfach, Islamabad allein aufgrund der unterschiedlichen Formulierungen eine bewusste TäuschungDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen nachzuweisen. Die Erklärungen lassen sich auch als Versuch verstehen, eine rechtliche Grundsatzposition beizubehalten und gleichzeitig einen offenen politischen Konflikt mit Washington zu vermeiden.

Gleichwohl bleibt eine entscheidende Frage unbeantwortet: Welche konkreten Geschäfte mit Iran ist Pakistan bereit fortzuführen, wenn Washington genau diese Aktivitäten mit Sanktionen belegt?

Das Außenministerium hat sich in den zitierten Erklärungen nicht ausreichend konkret dazu geäußert, wie es einen möglichen Widerspruch zwischen der eigenen Handelspolitik und amerikanischen Sanktionsmaßnahmen praktisch lösen will.

Zwischen amerikanischem Druck und iranischen Interessen

Pakistans schwierige Lage erklärt sich auch aus seiner geografischen und wirtschaftlichen Situation. Iran ist ein unmittelbarer Nachbar. Beide Staaten verbindet eine rund 900 Kilometer lange Grenze, an der Schmuggel, militante Gruppen und separatistische Bewegungen seit Jahren Sicherheitsprobleme verursachen.

Ein wirtschaftlich oder politisch vollständig destabilisiertes Iran könnte für Pakistan zusätzliche Gefahren schaffen. Flüchtlingsbewegungen, ein Wiedererstarken grenzüberschreitender bewaffneter Gruppen und neue Konflikte in der Provinz Belutschistan gehören zu den möglichen Risiken, die Islamabad berücksichtigen muss.

haOlam.de berichtete bereits im Juni 2025 über diese strategische Bruchlinie. Damals wurde deutlich, dass Pakistans politische und militärische Führung eine schwere Destabilisierung Irans keineswegs automatisch als Vorteil betrachtet. Während IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen das iranische Atomprogramm und die militärischen Fähigkeiten des Regimes als unmittelbare Bedrohung einstuft, muss Islamabad zusätzlich die Folgen für seine eigene Grenzregion einkalkulieren.

Auch wirtschaftlich bestehen konkrete Interessen. Pakistan und Iran hatten sich das Ziel gesetzt, ihren bilateralen Handel deutlich auszubauen. Nach Berichten pakistanischer Medien soll das Handelsvolumen, das zuletzt bei ungefähr drei Milliarden Dollar jährlich lag, langfristig auf zehn Milliarden Dollar steigen.

Dieses Vorhaben steht in einem offensichtlichen Spannungsverhältnis zu einer amerikanischen Strategie, die gerade darauf abzielt, Irans wirtschaftliche Beziehungen zum Ausland einzuschränken.

Für Islamabad kommt noch ein weiterer Faktor hinzu. Pakistan möchte seine Rolle als diplomatischer Vermittler zwischen Iran und den Vereinigten Staaten bewahren. Bereits im Frühjahr spielte das Land eine zentrale Rolle bei den Verhandlungen über Waffenruhen, die Straße von HormusStraße von Hormus: Die gefährlichste Engstelle der WeltwirtschaftDie Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen Iran und Oman. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist eine der wichtigsten Routen für Öl und Flüssigerdgas weltweit.Mehr lesen und mögliche Vereinbarungen zum iranischen Atomprogramm.

haOlam.de berichtete mehrfach über diese Gespräche und die damit verbundenen Risiken. Besonders deutlich wurde dabei, dass ein diplomatischer Erfolg nicht allein daran gemessen werden kann, ob beide Seiten ein Abkommen unterzeichnen. Entscheidend ist, ob dessen Bestimmungen überprüfbar umgesetzt werden und ob Iran tatsächlich auf militärisch bedrohliche Fähigkeiten verzichtet.

Für Israel steht dabei viel auf dem Spiel. Eine wirtschaftliche Entlastung Teherans ohne verbindliche Beschränkungen des Atomprogramms, der Raketenentwicklung und der Unterstützung bewaffneter Organisationen könnte dem iranischen Regime zusätzliche Handlungsmöglichkeiten verschaffen.

Pakistan argumentiert dagegen, wirtschaftliche Streitfragen müssten Bestandteil einer umfassenden diplomatischen Lösung sein. Eine solche Position ist nicht grundsätzlich unvereinbar mit internationaler Vermittlung. Problematisch wird sie allerdings, wenn unklar bleibt, welche Maßnahmen Islamabad während laufender Verhandlungen tatsächlich unterstützt.

Besonders auffällig ist der zeitliche Zusammenhang mit dem Besuch des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran. Ende August führte er dort Gespräche im Rahmen der Vermittlungsbemühungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten. Pakistan wies ausdrücklich Berichte zurück, wonach Munir im Auftrag von US-Präsident Donald Trump gereist sei.

Islamabad wollte damit offenbar seine Eigenständigkeit als Vermittler unterstreichen. Das Land sollte weder als verlängerter Arm Washingtons noch als politischer Verbündeter Teherans erscheinen.

Doch genau diese Position wird durch den Sanktionsstreit schwieriger. Wer zwischen zwei Konfliktparteien vermittelt, muss nicht in jeder Sachfrage neutral sein. Seine Erklärungen müssen jedoch erkennen lassen, welche Verpflichtungen er tatsächlich übernimmt.

Die amerikanische Regierung besitzt ihrerseits ein Interesse daran, Pakistan in die diplomatischen Bemühungen einzubinden. Islamabad unterhält Kontakte nach Teheran, die Washington nicht in gleicher Weise zur Verfügung stehen. Zugleich benötigt Pakistan die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten für seine wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusammenarbeit.

Der Streit zeigt deshalb keine vollständige Abkehr Pakistans von Washington. Er offenbart vielmehr die Grenzen einer Partnerschaft, in der beide Seiten unterschiedliche Interessen gegenüber Iran verfolgen.

Aus israelischer Sicht ist eine weitere Frage entscheidend: Wie wirksam kann eine internationale Druckstrategie gegen das iranische Regime sein, wenn wichtige Staaten zwar diplomatisch mit Washington kooperieren, gleichzeitig aber ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu Teheran ausweiten möchten?

Darauf gibt es keine einfache Antwort. Sanktionen können militärische Beschaffungsnetzwerke, Finanzströme und den Zugang zu bestimmten Technologien erschweren. Ihre Wirksamkeit hängt jedoch davon ab, welche Staaten sie mittragen, wie konsequent sie umgesetzt werden und ob Iran alternative Handels- und Zahlungswege findet.

Ein einzelnes Land kann dabei erhebliche Bedeutung besitzen, ohne allein über Erfolg oder Scheitern der gesamten Sanktionspolitik zu entscheiden.

Hinzu kommt, dass Wirtschaftssanktionen selbst politische und humanitäre Folgen haben. Sie können Unternehmen und staatliche Institutionen treffen, aber auch die Versorgung und Lebensbedingungen der Bevölkerung belasten. Diese Folgen müssen bei ihrer Ausgestaltung berücksichtigt werden. Sie beseitigen jedoch nicht die sicherheitspolitischen Gründe, aus denen Washington versucht, den finanziellen Handlungsspielraum des iranischen Regimes zu begrenzen.

Die pakistanischen Erklärungen zeigen, wie schwierig es geworden ist, diese unterschiedlichen Interessen miteinander zu vereinbaren. Islamabad möchte Handel mit Iran betreiben, die Beziehungen zu Washington ausbauen und zugleich als glaubwürdiger Vermittler auftreten. Jede dieser Zielsetzungen besitzt eine eigene Logik. Zusammen erzeugen sie jedoch politische Widersprüche.

MEMRI bezeichnet den Umgang der pakistanischen Diplomatie mit diesen Widersprüchen als Doppelzüngigkeit und Täuschung. Diese Bewertung ist schärfer, als es die öffentlich verfügbaren Belege allein zwingend erfordern. Dokumentiert ist, dass Pakistan nach der Aussage vom 27. August mehrfach versuchte, deren politische Bedeutung einzugrenzen, ohne die zugrunde liegende Unterscheidung zwischen amerikanischen und international verbindlichen Sanktionen ausdrücklich aufzugeben.

Auch eine tatsächlich erfolgte Umgehung amerikanischer Sanktionen durch den pakistanischen Staat ist damit noch nicht nachgewiesen. Dafür wären konkrete Handelsvorgänge, beteiligte Einrichtungen und die jeweils anwendbaren Sanktionsbestimmungen zu untersuchen.

Die politische Bedeutung des Vorgangs bleibt dennoch erheblich. Pakistan gehört zu den Staaten, deren Zusammenarbeit für eine diplomatische Lösung des Iran-Konflikts wichtig sein kann. Gerade deshalb muss nachvollziehbar sein, welche Verpflichtungen das Land übernimmt und wo seine eigenen Interessen Grenzen setzen.

Für Israel geht es dabei nicht um die Frage, ob Pakistan eine amerikanische Rechtsauffassung vollständig übernehmen muss. Entscheidend ist, ob die internationale Zusammenarbeit tatsächlich dazu beiträgt, Irans militärische Bedrohung zu begrenzen und die Unterstützung terroristischer Organisationen einzuschränken.

Die Erklärungen aus Islamabad lassen diese Frage offen. Pakistan versichert Washington seine strategische Partnerschaft, hält an seinen wirtschaftlichen Interessen gegenüber Teheran fest und verweist auf seine Vermittlerrolle. Ob diese drei Ziele auch dann miteinander vereinbar bleiben, wenn die amerikanischen Sanktionen unmittelbar pakistanische Unternehmen betreffen, wird sich erst an konkreten Entscheidungen zeigen.

Bis dahin bleibt der auffälligste Befund, dass die pakistanische Regierung ihren diplomatischen Ton verändert hat, die grundlegende Streitfrage aber nicht ausgeräumt wurde. Zwischen einer Erklärung, amerikanische Sanktionen seien nicht verbindlich, und dem Versprechen, alle anwendbaren Sanktionsregeln einzuhalten, liegt ein politischer Spielraum, dessen praktische Grenzen Islamabad bislang nicht eindeutig bestimmt hat.

Für Washington und JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen ist dieser Spielraum von Bedeutung. Denn eine internationale Strategie gegenüber Iran lässt sich nicht allein an diplomatischen Bekenntnissen messen. Entscheidend ist, welche Staaten bereit sind, ihre wirtschaftlichen und politischen Interessen tatsächlich den vereinbarten Sicherheitszielen unterzuordnen.



Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Donnerstag, 22. Oktober 2026

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