Krankenschwester in New York entlassen, Beschimpfungen gegen Israelis in Times Square lösen Konsequenzen aus


Ein Video aus dem Herzen New Yorks verbreitet sich weltweit und führt zur sofortigen Kündigung. Der Vorfall zeigt, wie offen antisemitische Anfeindungen im Alltag auftreten können.

haOlam-News.de - Nachrichten aus Israel, Deutschland und der Welt.

In New York City ist eine Krankenschwester entlassen worden, nachdem ein Video viral ging, das sie bei verbalen Angriffen auf israelische Touristen am Times Square zeigt. Die Frau, identifiziert als Jennifer Koonings, hatte die Gruppe laut Video lautstark beschimpft und mit schweren Vorwürfen überzogen.

In den Aufnahmen ist zu hören, wie sie mehrfach gegen Israel hetzt und die Touristen direkt anspricht. Sie bezeichnet sie unter anderem als „Baby-Mörder“ und „Terroristen“ und fordert sie auf, den Ort zu verlassen. Die Gruppe saß zu diesem Zeitpunkt gemeinsam im öffentlichen Raum und reagierte zunächst nicht auf die Angriffe.

Ein Mann in einem Spider-Man-Kostüm, einer der typischen Straßenakteure am Times Square, mischte sich ein und forderte die Frau auf, die Touristen in Ruhe zu lassen. „Du musst Menschen nicht belästigen“, ist in dem Video zu hören. Koonings wies dies zurück und setzte ihre Beschimpfungen fort.

Arbeitgeber reagiert nach viralem Video

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Die Frau war bei Inspire Mental Health Services beschäftigt, einem Anbieter im Bereich psychischer Gesundheitsversorgung in Manhattan. Nach der Veröffentlichung des Videos wurde sie entlassen.

Das Unternehmen äußerte sich zwar nicht ausführlich zu dem Vorfall, doch die Entscheidung fiel unmittelbar nach der öffentlichen Verbreitung der Aufnahmen. Die betreffende Profilseite der Mitarbeiterin wurde inzwischen entfernt.

Koonings hatte sich zuvor politisch aktiv gezeigt und wiederholt öffentlich Positionen gegen Israel vertreten. Berichten zufolge trat sie unter anderem in iranischen Medien auf und beteiligte sich an Protestaktionen.

Alltagsszene mit größerer Bedeutung

Der Vorfall selbst ereignete sich nicht bei einer Demonstration, sondern im Alltag, mitten im touristischen Zentrum der Stadt. Gerade das macht ihn besonders bemerkenswert. Die betroffenen Israelis wurden offenbar allein aufgrund ihrer Herkunft zur Zielscheibe.

Der Times Square gilt als einer der sichtbarsten Orte weltweit. Ereignisse dort verbreiten sich schnell und erreichen ein internationales Publikum. Entsprechend groß war die Aufmerksamkeit für das Video.

Der Fall zeigt, wie schnell sich verbale Angriffe in reale Situationen übersetzen können. Gleichzeitig macht die Reaktion des Arbeitgebers deutlich, dass solche Vorfälle auch unmittelbare berufliche Konsequenzen nach sich ziehen können.



Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Photograph by Don Ramey Logan, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=116847412

Artikel veröffentlicht am: Donnerstag, 9. April 2026

haOlam via paypal unterstützen


Hinweis: Sie benötigen kein PayPal-Konto. Klicken Sie im nächsten Schritt einfach auf „Mit Debit- oder Kreditkarte zahlen“, um per Lastschrift oder Kreditkarte zu unterstützen.

Weitere interessante Artikel

Newsletter