Huthi-Terroristen greifen Jemens Lebensader an: Regierungstruppen halten Straße nach Aden
Nach ihrem Vormarsch am Roten Meer versuchen die vom Iran unterstützten Huthi-Terroristen nun, die entscheidende Verbindung zwischen Taiz und Aden abzuschneiden. Der nächtliche Angriff wurde vorerst abgewehrt, doch die strategisch wichtige Route bleibt unter massivem Druck.

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Die vom Iran unterstützte HuthiHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen-Terrororganisation Ansar AllahHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen setzt ihre Offensive im Jemen fort. In der Nacht zum Donnerstag griffen ihre Kämpfer die strategisch wichtige Straße zwischen Taiz und Aden an. Regierungstruppen erklärten am Morgen, sie hätten den Vorstoß am Gebirgspass Hejat al-Abd zurückgeschlagen und die Verbindung weiter unter Kontrolle.
Der Angriff trifft eine der empfindlichsten Stellen der international anerkannten jemenitischen Regierung. Die steile und kurvenreiche Straße durch das Gebirge ist militärische Nachschublinie, Handelsroute und für viele Bewohner von Taiz zugleich die einzige Verbindung nach Süden. Kommerzielle internationale Flüge aus den von den Huthis kontrollierten Gebieten gibt es derzeit nicht.
Eine Einnahme oder dauerhafte Unterbrechung der Route könnte deshalb erhebliche Folgen haben. Die Huthi-Terroristen könnten den Druck auf Taiz verstärken und zugleich die Verbindung zur Hafenstadt Aden weiter schwächen, in der die international anerkannte Regierung ihren Sitz hat. Reuters berichtet unter Berufung auf Regierungsquellen, dass genau dieser Versuch in der Nacht zunächst gescheitert sei.
Nach der Küste rückt nun die Straße nach Aden ins Visier
Der Angriff ist kein isoliertes Gefecht. Die Huthi-Terrororganisation versucht derzeit, die Geländegewinne ihrer Offensive entlang der Westküste zu sichern und auszubauen.
Innerhalb weniger Wochen rückten ihre Kräfte bis an den strategischen Bab al-Mandab vor. Die Meerenge verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und gehört zu den wichtigsten Seewegen der Welt. Rund sieben Prozent der weltweiten Ölproduktion passierten nach Kpler-Daten allein im Juni diese Passage.
Für die Huthis ist der Bab al-Mandab weit mehr als ein Stück jemenitischer Küste. Mit Raketen, Drohnen und Küstenstellungen können sie dort internationale Schifffahrt bedrohen und gleichzeitig Druck auf Saudi-Arabien, IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen und den Welthandel ausüben.
haOlam hat diese Entwicklung in den vergangenen Wochen mehrfach verfolgt. Bereits nach dem Vormarsch auf Mocha und Perim zeichnete sich ab, dass die Huthi-Terrororganisation ihre Position am Roten Meer nutzen könnte, um anschließend Aden und andere verbliebene Regierungsgebiete stärker unter Druck zu setzen. Der Angriff auf Hejat al-Abd zeigt nun, dass diese Gefahr nicht theoretisch geblieben ist.
Die Straße ist auch für Taiz von existenzieller Bedeutung. Die drittgrößte Stadt des Jemen wird seit Jahren von den Folgen des Bürgerkriegs geprägt. Güter für die südlichen und westlichen Gebiete gelangen über diese Verbindung in die Region. Für viele Bewohner ist sie zugleich die einzige praktikable Route Richtung Aden und damit ins Ausland.
Sollten die Huthi-Terroristen Teile der Straße unter ihre Kontrolle bringen, könnten sie Taiz weiter einschnüren und die ohnehin geschwächten Regierungstruppen zu neuen Rückzügen zwingen.
Genau deshalb ist der nächtliche Angriff militärisch wichtiger, als es die bloße Bezeichnung eines Gefechts um einen Gebirgspass vermuten lässt.
Die Huthi-Terrororganisation greift nicht irgendeine Straße an. Sie versucht, einen logistischen Flaschenhals zu treffen.
Irans Terrorverbündeter gewinnt strategischen Raum
Der neue Vormarsch fällt in eine Phase, in der der jemenitische Bürgerkrieg nach Jahren relativer Frontstabilität wieder deutlich eskaliert.
Seit der Waffenruhe von 2022 waren große Geländeverschiebungen weitgehend ausgeblieben. Das hat sich inzwischen geändert. Die Huthis haben ihre Angriffe entlang alter Frontlinien intensiviert und erhebliche Teile der Westküste unter ihre Kontrolle gebracht.
Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden bei den jüngsten Kämpfen mehr als 700 Menschen getötet und Tausende verletzt. Rund 130.000 Menschen wurden innerhalb des Jemen vertrieben, mehr als 3.000 flohen mit Booten über das Rote Meer nach Afrika. Reuters bestätigt die Größenordnung der neuen Fluchtbewegung.
Diese Entwicklung besitzt auch für Israel unmittelbare Bedeutung.
Ansar Allah ist nicht einfach eine weitere bewaffnete Bürgerkriegspartei. Die Vereinigten Staaten führen die Organisation erneut als Foreign Terrorist Organization. Das US-Finanzministerium bezeichnet sie ausdrücklich als vom Iran unterstützte Terrororganisation und hat wiederholt Netzwerke sanktioniert, die Geld, Waffen und Dual-Use-Güter für die Huthis beschaffen.
Die Huthi-Terroristen haben Israel wiederholt mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen. Gleichzeitig nutzten sie das Rote Meer als Druckmittel gegen die internationale Handelsschifffahrt. Der Hafen von Eilat bekam die Folgen dieser Strategie unmittelbar zu spüren.
Je stärker die Terrororganisation ihre Kontrolle über den Bab al-Mandab und angrenzende Gebiete ausweitet, desto größer wird deshalb auch der strategische Hebel Irans.
Teheran braucht dort keine eigene Flotte. Es verfügt über einen bewaffneten Verbündeten mit Raketen, Drohnen, Küstenstellungen und inzwischen wachsender territorialer Kontrolle.
Genau darauf hatte haOlam bereits bei der Einnahme von Perim hingewiesen: Aus einer regionalen Miliz entwickelt sich eine Terrororganisation, die eine der wichtigsten Verkehrsadern der Welt militärisch bedrohen kann.
Der Angriff auf Hejat al-Abd fügt diesem Bild nun eine zweite Dimension hinzu. Während die Huthis am Roten Meer internationale Schifffahrtsrouten unter Druck setzen, versuchen sie gleichzeitig, auf dem Land die Bewegungsfreiheit ihrer jemenitischen Gegner einzuschränken.
Für die Regierung in Aden ist die Straße deshalb eine Lebensader.
Für die Huthi-Terroristen ist sie ein möglicher Würgegriff.
In der Nacht zum Donnerstag ist dieser Griff zunächst gescheitert. Doch solange die Terrororganisation militärisch weiter vorrücken kann und iranische Unterstützung erhält, bleibt der Druck auf Taiz, Aden und den Bab al-Mandab bestehen.
Und damit reicht dieser Krieg längst weit über den Jemen hinaus.
Autor: Redaktion
Artikel veröffentlicht am: Freitag, 25. September 2026