PA-Polizist sticht Soldaten nieder: Europas „Sicherheitspartner“ greift Israel an
Innerhalb weniger Stunden wurden zwei Israelis in Samaria niedergestochen. Einer der Terroristen gehörte ausgerechnet der Polizei der Palästinensischen Autonomiebehörde an, die von Europa ausgebildet und als Grundlage eines künftigen Staates aufgebaut wird.

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Zwei Messerangriffe innerhalb weniger Stunden, ein schwer verletzter israelischer Zivilist und ein verwundeter Soldat: Der Donnerstag hat erneut gezeigt, wie schnell sich die Sicherheitslage in SamariaJudäa und Samaria: Israels historisches Kernland im politischen StreitJudäa und Samaria bezeichnen historische Landschaften zwischen Jerusalem, dem Jordantal und den zentralen Höhenzügen des Landes Israel. In Israel ist der Begriff gebräuchlich. International wird das Gebiet oft anders bezeichnet und politisch als umstritten eingeordnet.Mehr lesen verschärfen kann. Doch der zweite Angriff enthält eine politische Botschaft, die weit über den Tatort hinausreicht.
Der Terrorist war Angehöriger der Polizei der Palästinensischen Autonomiebehörde.
Palästinensische Medien identifizierten den Angreifer als Yazan Fakhri Sawafta aus Tubas. Er attackierte im Gebiet von Ganim, südlich von Jenin, einen israelischen Soldaten und verletzte ihn am Bein. Weitere Soldaten erschossen den Angreifer. Die israelische Armee leitete Ermittlungen zum genauen Ablauf ein. Nach Berichten von Armeeradio, „Times of IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen“ und „JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen Post“ war Sawafta ein aktiver Polizist der Palästinensischen Autonomiebehörde.
Nur wenige Stunden zuvor hatten zwei palästinensische Terroristen den 51 Jahre alten Itamar Cohen nahe der Farm Derech Avraham bei Elon Moreh angegriffen. Cohen war mit anderen Israelis dabei, einen Brand zu löschen, als die beiden Männer auf ihn einstachen und ihn schwer an der Brust verletzten. Ein bewaffneter Israeli erschoss beide Angreifer. Ob das Feuer vorsätzlich von Palästinensern gelegt worden war, wurde zunächst noch untersucht und darf deshalb nicht als abschließend erwiesen dargestellt werden.
Der zweite Angriff verändert jedoch die politische Bedeutung des Tages. Ein Polizist der Autonomiebehörde ist kein außenstehender Einzeltäter, der sich gegen die palästinensische Führung erhoben hat. Er gehörte zu jener Institution, die Israel und der internationalen Gemeinschaft als professioneller Sicherheitsapparat präsentiert wird.
Diese Kräfte sollen Terroristen verfolgen, Waffen beschlagnahmen, Recht und Ordnung sichern und eines Tages den Sicherheitskern eines palästinensischen Staates bilden. Wenn ein Angehöriger dieser Polizei selbst zum Messer greift und einen israelischen Soldaten angreift, zerbricht die bequeme Vorstellung, es genüge, der Autonomiebehörde mehr Geld, mehr Ausrüstung und mehr Zuständigkeit zu geben.
Zwei Tage nach dem Treffen mit der EU
Die zeitliche Nähe ist bemerkenswert.
Am 21. Juli, nur zwei Tage vor dem Messerangriff, traf der Chef der palästinensischen Polizei, Generalmajor Allam al-Saqqa, in Ramallah den neuen Leiter der europäischen Polizeimission EUPOL COPPS, Felix Andåker. Nach der offiziellen Darstellung der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA ging es um eine Vertiefung der „strategischen Partnerschaft“, um Ausbildung, Qualifizierung, den Aufbau von Fähigkeiten und gemeinsame Projekte zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit.
Es gibt keinen Beleg dafür, dass Sawafta persönlich von der Europäischen Union ausgebildet oder aus europäischen Mitteln finanziert wurde. Eine solche Behauptung wäre unseriös. Doch genau deshalb muss die EU jetzt offenlegen, welche Prüfungen, Auswahlverfahren und Kontrollen für Angehörige der palästinensischen Polizei gelten.
EUPOL COPPS unterstützt seit 2006 die palästinensische Zivilpolizei, das Innenministerium und Teile des Justizwesens durch Beratung, Ausbildung und institutionellen Aufbau. Das erklärte Ziel besteht darin, eine professionelle Polizei und rechtsstaatliche Strukturen zu schaffen. Auch die Vereinigten Staaten haben palästinensische Sicherheitskräfte über Jahre ausgebildet und ausgerüstet, weil sie als Partner im Kampf gegen Terrorismus und als Grundlage eines möglichen künftigen Staates gelten sollen.
Das Problem liegt deshalb nicht nur in einem einzelnen Messerangriff. Es liegt in der Frage, welche politische und ideologische Haltung innerhalb dieser Sicherheitsorgane geduldet wird.
Werden Bewerber darauf überprüft, ob sie Terroranschläge gutheißen? Welche Inhalte werden an palästinensischen Polizeiakademien vermittelt? Wie reagieren Vorgesetzte, wenn Beamte Terroristen als Märtyrer feiern? Welche Konsequenzen gibt es für Kollegen, die Anschläge rechtfertigen oder ihre Täter verherrlichen?
Ein Staat kann keinen verlässlichen Sicherheitsapparat aufbauen, wenn seine Bediensteten zugleich in einer Gesellschaft leben, in der Angriffe auf Israelis als legitimer „Widerstand“ dargestellt werden. Ausbildung in kriminalistischer Arbeit, Menschenrechten oder Verkehrsüberwachung reicht nicht aus, wenn die entscheidende Grenze nicht vermittelt wird: Israelis und Juden sind keine erlaubten Ziele.
Besonders entlarvend ist die Berichterstattung der offiziellen palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA. Sie stellte Sawafta in erster Linie als von israelischen Kräften erschossenen Palästinenser dar. Der Angriff auf den israelischen Soldaten wurde lediglich als angeblicher Messerangriff bezeichnet. Dass der Tote nach israelischen und palästinensischen Medienberichten selbst Angehöriger der PA-Polizei war, verschwieg der englischsprachige Bericht. Eine erkennbare Verurteilung des Angriffs enthielt er nicht.
Das ist nicht die Sprache einer Behörde, die erschüttert darüber ist, dass einer ihrer Polizisten zum Terroristen wurde. Es ist die vertraute sprachliche Umkehr, in der der Angreifer zum Opfer der „Besatzung“ wird und die israelische Verletzung nur als umstrittene Behauptung erscheint.
Es ist nicht das erste Mal
Ein einzelner Angehöriger einer großen Polizei kann ein Verbrechen begehen, ohne dass seine gesamte Institution dafür verantwortlich ist. Das gilt auch für die Palästinensische Autonomiebehörde. Der Angriff vom Donnerstag beweist nicht, dass jeder palästinensische Polizist ein Terrorist ist oder dass die Führung den Angriff angeordnet hat.
Doch es handelt sich nicht um den ersten Fall.
Am 10. Juli 2025 ermordeten zwei Angehörige der PA-Polizei den 22 Jahre alten israelischen Sicherheitsmann Shalev Zvuluny am Einkaufszentrum von Gusch Etzion. Die beiden Terroristen stachen auf ihn ein, entrissen ihm seine Pistole und eröffneten anschließend das Feuer. Beide hatten ihre Polizeiausbildung erst wenige Monate zuvor abgeschlossen. Die Autonomiebehörde kündigte damals eine interne Untersuchung an.
Damit stehen innerhalb von gut einem Jahr mindestens drei Angehörige der PA-Sicherheitskräfte im Zusammenhang mit schweren Terrorangriffen auf Israelis. Zwei von ihnen ermordeten einen jungen Mann, der dritte stach auf einen Soldaten ein.
Das ist noch kein statistischer Beweis für eine flächendeckende terroristische Unterwanderung. Es ist aber genug, um die politischen Beschwichtigungen infrage zu stellen.
Die PA wird im Westen häufig als einzig denkbare Alternative zu HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen dargestellt. Ihre Sicherheitskräfte gelten als vergleichsweise pragmatisch, professionell und zur Zusammenarbeit mit Israel bereit. Tatsächlich führen sie immer wieder Operationen gegen Hamas und den Islamischen Dschihad durch. Gerade im Raum Tubas gingen PA-Einheiten bereits gegen bewaffnete Gruppen vor, die ihre eigene Herrschaft bedrohten.
Doch darin liegt auch der Kern des Problems: Die PA bekämpft Terror häufig dann besonders entschlossen, wenn er ihre eigene Macht gefährdet. Ob sie ebenso konsequent gegen die ideologische Rechtfertigung von Terror gegen Israel vorgeht, ist eine andere Frage.
Eine Sicherheitsbehörde wird nicht allein daran gemessen, ob sie rivalisierende Milizen entwaffnet. Sie wird daran gemessen, ob ihre eigenen Angehörigen verstehen, dass der Mord an Israelis ein Verbrechen ist und kein nationaler Dienst.
Genau diese Klarheit fehlt.
Der Messerangriff eines PA-Polizisten trifft deshalb nicht nur einen israelischen Soldaten. Er trifft die gesamte Erzählung, die Europäer und Amerikaner seit Jahren aufbauen: dass eine ausreichend finanzierte, ausgebildete und gestärkte Autonomiebehörde automatisch zu einem friedlichen und verantwortlichen Partner werde.
Institutionen können nur so verlässlich sein wie die Werte, die sie vertreten.
Wer im Dienst der Polizei steht und einen Soldaten mit einem Messer angreift, hat nicht lediglich seine beruflichen Pflichten verletzt. Er hat gezeigt, dass Uniform, Gehalt und westliche Unterstützung keine Loyalität zum Frieden schaffen, wenn das politische Umfeld Gewalt gegen Israel weiterhin rechtfertigt oder sprachlich verschleiert.
Israel muss deshalb verlangen, dass der Fall vollständig aufgeklärt wird. Die PA muss offenlegen, wo Sawafta eingesetzt war, wer ihn ausbildete, ob er bereits durch extremistische Äußerungen aufgefallen war und welche Kollegen sein Denken kannten oder teilten.
Auch die Europäische Union muss Antworten geben. Es reicht nicht, wenige Tage vor einem Anschlag feierlich neue Partnerschaften, Trainingsprogramme und gemeinsame Projekte anzukündigen. Wer den palästinensischen Sicherheitsapparat unterstützt, trägt Verantwortung dafür, seine personellen und ideologischen Schwächen nicht zu ignorieren.
Europa darf nicht erneut Milliarden in Institutionen investieren und erst nach dem nächsten Mord fragen, was dort eigentlich gelehrt wurde.
Die PA möchte als künftige Staatsführung anerkannt werden. Dann muss sie an den Maßstäben eines Staates gemessen werden.
Ein Staat, dessen Polizisten Israelis erstechen, dessen offizielle Nachrichtenagentur den Angriff herunterspielt und dessen Führung keine sofort sichtbare öffentliche Abrechnung mit dem Täter vornimmt, besitzt kein bloßes Kommunikationsproblem.
Er besitzt ein Glaubwürdigkeitsproblem im Kern seiner Sicherheitsorgane.
Autor: Redaktion
Artikel veröffentlicht am: Freitag, 24. Juli 2026