Sommer-Unterstützung
haOlam-news.de braucht Unterstützung für den Sommer
haOlam-news.de wird privat getragen und verursacht eigene laufende Kosten. Damit Redaktion, Technik und laufende Arbeiten auch im Sommer verlässlich weitergehen können, bitten wir unsere Leserinnen und Leser jetzt um konkrete Unterstützung.
50 Euro helfen besonders. Auch größere Beiträge sind willkommen.

Hisbollah kämpft um ihr Tunnelsystem: Israel hält strategischen Iran Komplex im Südlibanon unter Druck


Im Südlibanon sitzen laut israelischen Schätzungen bis zu 40 Hisbollah Terroristen in einem unterirdischen Komplex fest. Für Israel ist klar: Solange diese Infrastruktur nicht zerstört ist, darf es keine Rückkehr zur alten Unsicherheit im Norden geben.

Hisbollah kämpft um ihr Tunnelsystem: Israel hält strategischen Iran Komplex im Südlibanon unter Druck
Bildnachweis: Symbolbild / KI

Im Südlibanon zeigt sich derzeit in aller Klarheit, worum der Krieg gegen die HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen in Wahrheit geht. Es geht nicht um symbolische Grenzgefechte. Es geht nicht um ein paar versprengte Kämpfer in einem Dorf. Es geht um eine über Jahre aufgebaute militärische Infrastruktur, finanziert vom Iran, verborgen unter der Erde und gezielt dafür geschaffen, IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen dauerhaft zu bedrohen. Nach Berichten aus dem israelischen Sicherheitsapparat sollen sich auf dem Ali Taher Rücken im Süden des Libanon noch immer etwa 30 bis 40 Hisbollah Terroristen in einem weitverzweigten unterirdischen Komplex aufhalten. Mehrere Versuche der Hisbollah, die Eingeschlossenen zu erreichen und zu unterstützen, seien von der israelischen Armee in den vergangenen Tagen vereitelt worden.

Allein diese Lage sagt viel über die Realität im Norden. Die Hisbollah verteidigt dort nicht irgendeinen Stützpunkt. Nach den vorliegenden Angaben handelt es sich um ein strategisches Aufenthalts und Kampfareal mit verzweigtem Tunnelsystem, von dem aus die Terrororganisation ihr Südkommando im Libanon geführt haben soll. Dass Iran den Ausbau dieser Infrastruktur finanziert hat, ist für die Einordnung entscheidend. Hier wird erneut sichtbar, wie Teheran seine Stellvertreterarmee an Israels Grenze aufgebaut hat: nicht nur mit Raketen und Kämpfern, sondern mit unterirdischen Befehlszentren, geschützten Rückzugsräumen und einer militärischen Logik, die auf langen Verschleiß und gezielte Bedrohung israelischer Gemeinden ausgelegt ist.

Gerade deshalb ist die Entscheidung Israels folgerichtig, auf diesem Gelände nicht nachzulassen, bevor der Komplex vollständig zerstört ist. Wer nach dem 7. Oktober immer noch meint, man könne solche Strukturen bestehen lassen und auf spätere politische Lösungen hoffen, verwechselt Wunschdenken mit Sicherheitspolitik. Kein Staat würde akzeptieren, dass eine schwer bewaffnete, vom Iran gelenkte Miliz nur wenige Kilometer hinter seiner Grenze ein unterirdisches Befehls und Rückzugsnetz unterhält und es im Zweifel wieder aktiviert. Israel handelt hier nicht außergewöhnlich. Israel handelt so, wie jeder Staat handeln müsste, der seine Bürger schützen will.

Die Bedeutung des Geländes erklärt auch, warum die Hisbollah offenbar versucht, den dort eingeschlossenen Kämpfern zu helfen. In der Terrororganisation gilt der Ort laut Bericht als Symbol. Solche Symbole sind in Wahrheit militärische Knotenpunkte. Wenn die Hisbollah an ihnen festhält, dann nicht aus Nostalgie, sondern weil sie weiß, dass mit jedem zerstörten Tunnel, jedem verlorenen Bunker und jedem beseitigten Kommandoposten ihre operative Fähigkeit im Südlibanon weiter geschwächt wird.

Gleichzeitig arbeitet Israel nach Angaben des Berichts an einem abgestuften Modell für die nächste Phase. Demnach bereitet die Armee die Übergabe eines ersten Teilgebiets an die libanesische Armee vor. Als Pilotgebiet wird das Dorf Zoutar al Gharbiya genannt, das oberhalb des Wadi Saluki liegt. Ein weiteres Gebiet soll demnach der Raum Frun und Randouriya nördlich der gelben Linie sein. Israel will also nicht einfach dauerhaft auf jedem Meter libanesischen Bodens stehen bleiben. Entscheidend ist vielmehr, unter welchen Bedingungen ein Rückzug erfolgen kann. Die israelische Position ist klar: Erst wenn ein Mechanismus entsteht, der die Entmilitarisierung südlich des Litani tatsächlich absichert und den Bewohnern des Nordens echte Sicherheit bringt, kann über weitere Schritte gesprochen werden.

Genau hier liegt der entscheidende Maßstab. Viel zu oft wurde in internationalen Debatten so getan, als sei der israelische Rückzug an sich bereits die Lösung. Doch ein Rückzug ist nur dann sinnvoll, wenn danach nicht wieder dieselbe Bedrohung entsteht. Israel hat diese Erfahrung oft genug gemacht. Raketenarsenale, Tunnel, Kommandostellen und bewaffnete TerrorzellenTerrorinfrastruktur: Wie Terrorgruppen Krieg in zivile Räume verlagernTerrorinfrastruktur bezeichnet Einrichtungen, Netzwerke und Strukturen, die Terrororganisationen für Angriffe, Waffenlagerung, Kommandoführung, Ausbildung, Raketenbeschuss, Tunnelbau oder Logistik nutzen. Besonders gefährlich wird sie, wenn sie in Wohngebieten, Schulen, Moscheen oder Krankenhäusern versteckt wird.Mehr lesen verschwinden nicht durch diplomatische Formeln. Sie verschwinden nur, wenn sie systematisch aufgespürt, zerschlagen und an ihrer Rückkehr gehindert werden.

Die fortgesetzte israelische Präsenz im Raum der gelben Linie erfolgt dem Bericht zufolge mit amerikanischer Rückendeckung. Das ist politisch bedeutsam, weil damit deutlich wird, dass Washington die Sicherheitslogik Israels im Norden nicht grundsätzlich infrage stellt. Zugleich bleibt die Lage gefährlich. Je länger Israel gegen verbleibende Hisbollah Strukturen vorgeht, desto größer wird die Reibung vor Ort. Damit steigt auch das Risiko weiterer Angriffe der Hisbollah oder erneuter iranischer Einmischung.

Doch die Alternative wäre schlechter. Würde Israel sich jetzt unter politischem Druck zurückziehen, obwohl zentrale unterirdische Infrastruktur noch besteht und selbst eingeschlossene Terroristen weiterhin entsetzt verteidigt werden, dann wäre das kein Schritt zur Stabilität. Es wäre eine Einladung zur nächsten Aufrüstung. Die Bewohner des Nordens haben jedoch ein Recht auf mehr als eine bloße Pause zwischen zwei Eskalationen. Sie haben ein Recht darauf, dass der Staat die Bedingungen so verändert, dass aus ihrer Rückkehr nicht wieder ein Leben im Schatten der nächsten Hisbollah Stellung wird.

Der Kampf um diesen Komplex ist deshalb mehr als ein taktischer Einsatz. Er ist ein Prüfstein dafür, ob Israel diesmal bereit ist, nicht nur Symptome zu bekämpfen, sondern die militärische Infrastruktur der Bedrohung wirklich zu brechen. Wenn Hisbollah Tunnel, iranisch finanzierte Befehlszentren und bewaffnete Stützpunkte im Süden des Libanon weiterbestehen, bleibt auch der nächste Krieg nur eine Frage der Zeit. Genau das darf Israel nicht zulassen.



Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Donnerstag, 2. Juli 2026

haOlam-News unterstützen

haOlam-News ist auf die Unterstützung seiner Leserinnen und Leser angewiesen. Jeder Beitrag hilft, unabhängige Berichterstattung weiterzuführen.

Sie benötigen nicht zwingend ein PayPal-Konto. Im nächsten Schritt kann je nach PayPal-Anzeige auch eine Zahlung per Karte angeboten werden.

Sie möchten unsere Arbeit unterstützen, nutzen aber kein PayPal? Schreiben Sie uns kurz, wir melden uns mit den passenden Möglichkeiten.

Weitere interessante Artikel

Newsletter