Iran zweifelt an Trumps Verhandlungsangebot und kritisiert US-Doppelmoral


Teheran zeigt sich skeptisch gegenüber Donald Trumps Einladung zu Gesprächen und wirft den USA Widersprüchlichkeit vor.

Iran zweifelt an Trumps Verhandlungsangebot und kritisiert US-Doppelmoral

Der Iran wird nach sorgfältiger Prüfung auf das Gesprächsangebot von US-Präsident Donald Trump reagieren, erklärte das iranische Außenministerium am Montag. Gleichzeitig beschuldigte Teheran Washington, nicht mit offenen Karten zu spielen und Druck auf Iran auszuüben, während es sich gleichzeitig gesprächsbereit zeige.

Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei und Präsident Masoud Pezeshkian haben Trumps Initiative bereits als Täuschung und Erpressung zurückgewiesen. Dennoch arbeite die iranische Diplomatie an einer offiziellen Antwort, sagte Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei: „Wir haben bisher keinen Grund, Trumps Schreiben öffentlich zu machen... Unsere Antwort wird über angemessene Kanäle erfolgen, sobald die Prüfung abgeschlossen ist.“

Der Sprecher kritisierte die widersprüchliche US-Politik, die einerseits Verhandlungen anbiete und andererseits neue Sanktionen verhänge. „Diplomatische Verhandlungen erfordern Respekt für die Interessen beider Seiten und vor allem die Bereitschaft, Verpflichtungen einzuhalten. Die USA nutzen Verhandlungen jedoch als PropagandaDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen- und politisches Instrument“, so Baghaei weiter.

Atomstreit und Sanktionen: Iran trotzt westlichem Druck

Trump hatte während seiner ersten Amtszeit das 2015 mit Weltmächten geschlossene Atomabkommen aufgekündigt, das Teheran zur Begrenzung seines Nuklearprogramms verpflichtete. Seit der Wiedereinführung harter US-Sanktionen 2018 hat Iran diese Auflagen ignoriert und sein Atomprogramm massiv ausgebaut.

Westliche Staaten werfen Iran vor, durch die Anreicherung von Uran auf 60 % waffenfähiges Material zu entwickeln. Teheran beharrt darauf, dass sein Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken dient und es sich an internationales Recht halte.



Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Montag, 17. März 2025

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