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Hochrangige israelische Quelle: Iran reichert im Pickaxe Mountain wieder Uran an


Die Angriffe haben Irans Atomprogramm schwer getroffen, aber nicht beendet. Nach israelischen Erkenntnissen laufen im tiefen Tunnelkomplex bei Natanz bereits Zentrifugen. Jerusalem stellt klar: Jeder Wiederaufbau kann neue Militärschläge auslösen.

Hochrangige israelische Quelle: Iran reichert im Pickaxe Mountain wieder Uran an
Bildnachweis: Nasa Firms

Irans Atomprogramm ist nicht vernichtet. Zu dieser Einschätzung kommt eine hochrangige diplomatische Quelle, die am Mittwoch mit der „JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen Post“ sprach. Demnach befinden sich im unterirdischen Komplex Pickaxe Mountain nicht nur eingelagerte Zentrifugen. Dort finde derzeit auch Urananreicherung statt.

IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen habe iranische Atomwissenschaftler, Anreicherungsanlagen, Zentrifugen und weitere Teile der nuklearen Infrastruktur angegriffen und das Programm erheblich zurückgeworfen. Der Erfolg sei jedoch nicht dauerhaft. Das Ziel bleibe die vollständige Beendigung des iranischen Atomprogramms.

Die Quelle machte zugleich deutlich, dass Israel einen Wiederaufbau weder bei den Nuklearanlagen noch beim ballistischen Raketenprogramm hinnehmen werde. Sollte Teheran seine Fähigkeiten erneut aufbauen, behalte sich Israel weitere Angriffe vor.

Die neue Aussage geht deutlich weiter

Bisher war vor allem bekannt, dass Iran möglicherweise tausende Zentrifugen in den Bergkomplex verlegt hatte. Das „Wall Street Journal“ berichtete unter Berufung auf israelische und amerikanische Vertreter, die Geräte seien bereits nach dem Krieg im Juni 2025 in die Tunnel gebracht worden. Israel habe diese Erkenntnisse anschließend an die Vereinigten Staaten weitergegeben.

Die neue Aussage geht weiter. Die Zentrifugen sollen demnach nicht lediglich dort gelagert werden. Sie sollen bereits für die Anreicherung von Uran eingesetzt werden.

Unabhängig bestätigt ist diese Behauptung bisher nicht. Die Internationale Atomenergiebehörde hat keinen Zugang zum Pickaxe Mountain und kann seit der Unterbrechung ihrer Kontrollen weder den Zustand der iranischen Zentrifugen noch eine vollständige Einstellung der Anreicherung verifizieren. Iran verweigert notwendige Informationen und Inspektionen.

Gerade diese fehlende Kontrolle macht den Komplex so gefährlich. Niemand außerhalb des iranischen Regimes kann zuverlässig feststellen, welche Geräte sich tief im Berg befinden, ob dort Uran gelagert wird und welche Arbeiten tatsächlich stattfinden.

Mehr als 100 Meter Fels über den Tunneln

Pickaxe Mountain, auf Persisch Kuh-e Kolang Gaz La, liegt nur etwa zwei Kilometer südlich des bekannten Atomkomplexes Natanz und rund 220 Kilometer südlich von Teheran. Die Tunnel befinden sich nach Einschätzung von Fachleuten mindestens 100 Meter unter der Oberfläche. Damit ist die Anlage erheblich tiefer geschützt als viele bisherige iranische Nuklearstandorte.

Der Bau begann 2020, nachdem eine oberirdische Produktionsanlage für moderne Zentrifugen in Natanz durch einen Brand schwer beschädigt worden war. Iran erklärte damals, unter dem Berg solle eine geschützte Ersatzanlage entstehen.

Satellitenbilder zeigten noch im Februar 2026 umfangreiche Bauarbeiten. Tunneleingänge wurden verstärkt, mit zusätzlichem Beton geschützt und teilweise mit Erde und Gestein bedeckt. Gleichzeitig wurden Fahrzeuge mit geschlossenen Aufbauten an den Eingängen beobachtet. Fachleute hielten es deshalb für möglich, dass Iran bereits mit der Ausstattung des Tunnelinneren begonnen hatte.

Eine Auswertung von Satellitenbildern aus April und Mai kam allerdings noch zu dem Ergebnis, dass der gesamte Komplex vermutlich nicht betriebsbereit war. Einzelne Tunnel waren verschlossen, andere weiterhin zugänglich. Was sich in den abgeschotteten Bereichen befand, ließ sich aus den Aufnahmen nicht erkennen. Als Möglichkeiten wurden Zentrifugen oder angereichertes Uran genannt.

Sollte die neue israelische Information zutreffen, wäre Iran inzwischen über die reine Lagerung hinausgegangen und hätte im Schutz des Berges erneut eine aktive Anreicherung aufgebaut.

Trump prüft Abkommen, Sanktionen oder neue Angriffe

Das iranische Atomprogramm stand nach Angaben der diplomatischen Quelle im Mittelpunkt des Treffens zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und US-Präsident Donald Trump.

Trump prüfe derzeit drei Möglichkeiten: ein neues Abkommen mit Teheran, eine weitere Verschärfung des wirtschaftlichen Drucks oder eine Ausweitung der militärischen Angriffe. Die Begegnung sei keine formelle Pflichtveranstaltung gewesen, sondern eine ausführliche Beratung über die verschiedenen Optionen.

Trump hatte Pickaxe Mountain bereits zuvor öffentlich mit einem Angriff gedroht. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Vereinigten Staaten die Verlegung der Zentrifugen noch nicht abschließend bestätigt hätten. Entscheidend sei nicht allein der Standort der Geräte, sondern wo sich das angereicherte Uran befinde.

Die hochrangige israelische Quelle beschreibt die Lage nun deutlich schärfer: Nach ihrer Darstellung befinden sich im Berg nicht nur Zentrifugen, dort wird bereits angereichert.

Netanjahu zeigt Trump Karten von Syrien

Neben Iran sprach Netanjahu mit Trump auch über die israelische Präsenz in Syrien. Der Ministerpräsident zeigte dem US-Präsidenten Karten, mit denen er Forderungen nach einem israelischen Rückzug entgegentreten wollte.

Nach Angaben der Quelle kontrolliert die Türkei rund fünf Prozent des syrischen Staatsgebiets, Israel dagegen lediglich etwa 0,1 Prozent. Diese Zahlen sind Angaben aus Netanjahus Umfeld und nicht unabhängig bestätigt.

Netanjahu argumentierte, Israel brauche seine derzeitigen Stellungen zur Abwehr iranischer Kräfte, der HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen, des Palästinensischen Islamischen Dschihad und weiterer Terrororganisationen. Die Karten sollten verhindern, dass sich bei Trump die Annahme festsetzt, Israel halte große Teile Syriens besetzt.

Das Syrien-Thema diente nach Darstellung der Quelle jedoch vor allem als Einstieg. Der Schwerpunkt des Gesprächs blieb Iran.

Israel will langfristig ohne US-Finanzhilfe auskommen

Netanjahu stellte Trump außerdem eine neue Vorstellung für die amerikanisch-israelischen Beziehungen vor. Israel wolle innerhalb von etwa zehn Jahren weniger von direkter US-Finanzhilfe abhängig sein und seine eigene Waffenproduktion deutlich ausbauen.

Die bisherige Militärfinanzierung soll nach dieser Vorstellung schrittweise durch eine umfassendere Partnerschaft ersetzt werden. Dazu gehören gemeinsame Forschung, gemeinsame Rüstungsprojekte und die Weiterentwicklung der Raketenabwehr. Israel wolle nicht dauerhaft Empfänger amerikanischer Hilfe bleiben, sondern gleichberechtigter Partner bei der Entwicklung militärischer Fähigkeiten werden.

Netanjahu traf außerdem auf eigenen Wunsch zu einem persönlichen Gespräch mit US-Vizepräsident JD Vance zusammen. Über den Inhalt wurden keine Einzelheiten veröffentlicht. Auch die türkische Regionalpolitik, amerikanische Waffenlieferungen an Ankara, die Lage Saudi-Arabiens und die sinkende Unterstützung für Israel in Teilen der US-Bevölkerung wurden angesprochen.

Die Quelle behauptete zudem, Kampagnen gegen Israel würden teilweise von Katar, China und Russland unterstützt. Öffentlich überprüfbare Belege für diese konkrete Behauptung wurden in dem Bericht nicht vorgelegt.

Der iranische Rückzug war kein Ende

Die israelischen und amerikanischen Angriffe haben dem iranischen Atomprogramm schweren Schaden zugefügt. Die öffentlich zugänglichen Erkenntnisse rechtfertigen jedoch nicht die Annahme, die Gefahr sei endgültig beseitigt.

Zentrifugen können verlegt und neu installiert werden. Angereichertes Uran verschwindet nicht durch die Zerstörung einzelner Gebäude. Ein tief in einen Berg getriebener Komplex bietet dem Regime die Möglichkeit, Geräte und Material vor Luftangriffen zu schützen und Arbeiten vor internationalen Kontrolleuren zu verbergen.

Die neue israelische Aussage ist deshalb brisant. Sie behauptet nicht nur, dass Iran Teile seines Programms gerettet hat. Sie besagt, dass die Anreicherung bereits wieder läuft.

Solange die Internationale Atomenergiebehörde keinen Zugang erhält, bleibt diese Information nicht unabhängig überprüfbar. Teherans Verweigerung schafft jedoch keine Entwarnung. Sie verhindert lediglich, dass die Welt das tatsächliche Ausmaß des Programms erkennen kann.

Israel hat seine Konsequenz daraus bereits formuliert: Der bisherige Rückschlag reicht nicht aus. Sollte Iran im Pickaxe Mountain tatsächlich wieder Uran anreichern, stehen weitere Angriffe erneut zur Debatte.



Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Donnerstag, 30. Juli 2026

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