US-Senator räumt Fehler ein: Amerikanischer Angriff traf Schule im Iran
Ein republikanischer Senator bestätigt erstmals öffentlich, dass ein amerikanischer Angriff zu Beginn des Iran-Krieges eine Grundschule getroffen hat. Mehr als 160 Menschen sollen dabei getötet worden sein.

Der Politiker entschuldigt sich und betont zugleich einen Unterschied: Während die USA einen tragischen Fehler gemacht hätten, greife Russland in der Ukraine bewusst zivile Ziele an.
Ein republikanischer Senator der Vereinigten Staaten hat erstmals offen eingeräumt, dass ein amerikanischer Angriff vermutlich eine Grundschule im Iran getroffen hat. Der Senator aus Louisiana, John Kennedy, sprach von einem schweren Fehler und entschuldigte sich öffentlich für den Vorfall.
„Es war schrecklich. Wir haben einen Fehler gemacht“, erklärte Kennedy vor Journalisten im US-Kongress. Der Angriff habe viele unschuldige Menschenleben gekostet, und dafür gebe es keine Rechtfertigung.
Gleichzeitig betonte der Senator, dass ein solcher Angriff niemals absichtlich erfolgt sei. Die Vereinigten Staaten würden keine zivilen Ziele bewusst angreifen. Genau darin liege der entscheidende Unterschied zu Russland, sagte Kennedy. Moskau greife in der Ukraine gezielt zivile Einrichtungen an, während der Angriff im Iran nach seiner Darstellung ein tragischer Fehler gewesen sei.
Der Vorfall ereignete sich am ersten Tag des Krieges gegen Iran in der Stadt Minab in der südlichen Provinz Hormozgan nahe der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Dort wurde eine Mädchen-Grundschule getroffen.
Nach iranischen Angaben kamen bei dem Angriff mehr als 160 Menschen ums Leben. Unter den Opfern sollen sich viele Schülerinnen befunden haben.
Videoaufnahmen und Bilder aus der Region deuten darauf hin, dass bei dem Angriff eine Tomahawk-Marschflugkörper eingesetzt wurde. Diese Raketen werden typischerweise von amerikanischen Streitkräften verwendet.
Das US-Verteidigungsministerium untersucht den Vorfall derzeit noch. Eine endgültige Bewertung liegt bisher nicht vor. Erste Hinweise aus amerikanischen Militärkreisen deuten jedoch darauf hin, dass die Rakete tatsächlich von US-Streitkräften abgefeuert worden sein könnte.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, dass noch nicht abschließend geklärt sei, wer die Rakete abgefeuert habe. Er erwähnte dabei auch die Möglichkeit, dass andere Akteure beteiligt gewesen sein könnten.
Der Angriff auf die Schule hat weltweit Empörung ausgelöst. Schulen und Kinder stehen nach internationalem humanitärem Recht unter besonderem Schutz, weshalb solche Vorfälle besonders schwer wiegen.
Für Washington ist der Fall politisch heikel. Während die Regierung den Krieg gegen Iran als militärischen Erfolg darstellt, wirft der Angriff auf eine Schule Fragen über die Risiken moderner Luftkriegsführung auf.
Die Untersuchung des Pentagon soll nun klären, wie es zu dem Angriff kommen konnte. Militäranalysten halten mehrere Ursachen für möglich, darunter fehlerhafte Zielinformationen, technische Probleme oder eine falsche Identifizierung des Ziels.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Treasurer Ron Henson from USA - PoliceRetirement_5, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=54969483
Artikel veröffentlicht am: Mittwoch, 11. März 2026