Ehefrau von New Yorker Bürgermeister wegen Likes zu Hamas-Angriffen in Kritik


Alte Instagram-Likes der Künstlerin Rama Duwaji lösen in den USA eine neue Debatte aus. Kritiker werfen ihr vor, Beiträge zum Terrorangriff vom 7. Oktober unterstützt zu haben. Bürgermeister Zohran Mamdani verteidigt seine Frau und betont, sie sei eine Privatperson ohne politische Rolle.

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Die Ehefrau des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani steht in den Vereinigten Staaten im Zentrum einer politischen Kontroverse. Hintergrund sind alte „Likes“ auf Instagram, die sie während des Terrorangriffs der Hamas am 7. Oktober gesetzt haben soll.

Die amerikanisch-syrische Illustratorin Rama Duwaji soll laut Berichten mehrere Beiträge markiert haben, die den Angriff der Hamas auf Israel positiv darstellten. Einer dieser Beiträge zeigte einen Bulldozer, der den Grenzzaun zwischen Gaza und Israel durchbricht. Der Text dazu sprach davon, „die Mauern von Apartheid und militärischer Besatzung zu durchbrechen“.

Ein weiterer Beitrag, dem Duwaji laut Berichten ebenfalls ein „Gefällt mir“ gab, zeigte Menschen im Gazastreifen, die auf einem erbeuteten israelischen Militärfahrzeug jubelten. Über dem Bild stand die Parole „Free Palestine“.

Die Beiträge stammen aus dem Umfeld einer Organisation namens „The Slow Factory“, einer nichtstaatlichen Initiative, die sich mit politischen Kampagnen und sozialen Themen beschäftigt. Die betreffenden Inhalte wurden am Tag der Hamas-Angriffe veröffentlicht.

Der Angriff vom 7. Oktober gilt als der schwerste Terroranschlag in der Geschichte Israels. Hamas-Terroristen drangen damals in israelische Ortschaften ein, töteten hunderte Menschen und entführten zahlreiche Geiseln. Die Bilder aus dem Gazastreifen, in denen Fahrzeuge der israelischen Armee von jubelnden Menschen umringt wurden, verbreiteten sich damals weltweit.

Die Likes von Duwaji lösten nun eine neue politische Debatte aus, weil ihr Ehemann inzwischen an der Spitze der größten Stadt der Vereinigten Staaten steht.

Der Bürgermeister versuchte am Freitag, die Kontroverse herunterzuspielen. Auf einer Pressekonferenz erklärte Mamdani, seine Frau sei keine politische Figur. „Meine Frau ist die Liebe meines Lebens, aber sie ist eine Privatperson“, sagte er. Sie habe weder eine Rolle in seinem Wahlkampf gespielt noch eine Funktion in der Stadtverwaltung.

Er selbst sei dagegen gewählt worden, um die rund 8,5 Millionen Einwohner von New York zu vertreten. Deshalb sei er bereit, Fragen zu seiner eigenen Politik und seinen Positionen zu beantworten. Die persönlichen Ansichten seiner Frau seien jedoch nicht Teil seiner politischen Verantwortung.

Duwaji äußerte sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen.

Der Fall fällt in eine ohnehin politisch aufgeladene Debatte rund um Mamdani. Der 34-jährige Politiker gilt als progressiver Kritiker der israelischen Politik. In der Vergangenheit bezeichnete er den Gaza-Krieg als „Völkermord“ und erklärte, Israel solle kein jüdischer Staat sein. Diese Aussagen wurden während des Wahlkampfs heftig diskutiert.

Sein wichtigster politischer Gegner, der frühere Gouverneur Andrew Cuomo, griff diese Positionen im Wahlkampf mehrfach auf und stellte sie als antisemitisch dar.

Auch jüdische Organisationen beobachten die Politik des neuen Bürgermeisters kritisch. Die Anti Defamation League startete sogar eine Online-Plattform mit dem Namen „Mamdani Monitor“, um politische Entscheidungen der Stadtverwaltung zu dokumentieren, die aus ihrer Sicht antisemitische Auswirkungen haben könnten.

Zu den Maßnahmen, die in der jüdischen Gemeinschaft für Kritik sorgten, gehören Entscheidungen der Stadtverwaltung, frühere Richtlinien gegen die Boykottbewegung BDS aufzuheben sowie Beschränkungen für Demonstrationen vor Synagogen zu lockern.

Trotz der Kritik betonte Mamdani, dass die städtische Abteilung zur Bekämpfung von Antisemitismus weiterhin bestehen bleiben werde.



Autor: Redaktion
Bild Quelle: By NYC Mayor"s Office, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=181082963

Artikel veröffentlicht am: Sonntag, 8. März 2026

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