ISIS ruft zu Brandanschlägen auf Synagogen weltweit auf
Die Terrororganisation verbreitet konkrete Aufrufe zu Angriffen auf jüdische und christliche Einrichtungen. Sicherheitsbehörden stehen vor einem Wochenende mit erhöhter Gefahrenlage.

Die Terrororganisation ISIS hat zu Brandanschlägen auf Synagogen und Kirchen in mehreren Regionen der Welt aufgerufen. Der Aufruf wurde in der aktuellen Ausgabe ihres Propagandamagazins veröffentlicht und richtet sich ausdrücklich gegen Einrichtungen in den USA, Europa, Russland, Indien sowie in mehreren Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas.
In dem veröffentlichten Text wird dazu aufgefordert, gezielt jüdische Gebetshäuser in Brand zu setzen. Als Begründung nennt die Organisation die angebliche „Schließung“ der Al Aqsa Moschee in Jerusalem. Diese Darstellung wird von ISIS genutzt, um weltweit Anhänger zu mobilisieren und zu Gewaltakten anzustiften.
Neben Angriffen auf Gebäude fordert die Terrororganisation auch gezielte Übergriffe auf jüdische Versammlungen. Dabei wird ausdrücklich Bezug auf frühere Anschläge genommen und dazu aufgerufen, ähnliche Taten nachzuahmen. Diese Form der Ansprache zielt darauf ab, Einzeltäter zu motivieren und spontane Angriffe zu provozieren.
Die Veröffentlichung enthält zudem den Hinweis, dass Standorte von Synagogen bekannt seien und entsprechende Informationen bereits verbreitet wurden. Damit wird der Eindruck erweckt, dass potenzielle Täter ohne große Vorbereitung handeln könnten.
Gleichzeitig behauptet ISIS, innerhalb einer Woche zahlreiche Angriffe weltweit durchgeführt zu haben, bei denen es zu vielen Opfern gekommen sei. Unabhängige Bestätigungen für diese Angaben liegen nicht vor.
Offizielle Reaktionen von Sicherheitsbehörden in den USA und Europa wurden zunächst nicht bekannt. Allerdings ist davon auszugehen, dass Schutzmaßnahmen rund um jüdische und christliche Einrichtungen verstärkt werden, insbesondere im Hinblick auf das kommende Wochenende.
Der Hintergrund des Aufrufs ist eng mit der aktuellen Kriegssituation verbunden. Seit Beginn der Kämpfe gelten in Jerusalem besondere Sicherheitsregelungen, die auch den Zugang zu religiösen Stätten betreffen. Diese Maßnahmen werden von extremistischen Gruppen gezielt instrumentalisiert, um Gewalt zu rechtfertigen und internationale Mobilisierung zu betreiben.
Der Aufruf zeigt erneut, wie Terrororganisationen versuchen, globale Konflikte für ihre eigene Agenda zu nutzen und gezielt Angst zu verbreiten. Besonders gefährlich ist dabei die Kombination aus konkreten Zielvorgaben und emotional aufgeladenen Narrativen, die weltweit Wirkung entfalten können.
Autor: Redaktion
Artikel veröffentlicht am: Samstag, 4. April 2026