Attentäter von Michigan war Bruder eines Hisbollah-Kommandeurs


Neue Informationen aus Israel werfen ein anderes Licht auf den Angriff auf eine Synagoge im US-Bundesstaat Michigan. Der Täter war laut israelischen Angaben der Bruder eines Hisbollah-Kommandeurs, der kurz zuvor bei einem israelischen Luftangriff im Libanon getötet wurde.

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Der Mann, der am Donnerstag einen Anschlag auf die Temple-Israel-Synagoge in West Bloomfield im US-Bundesstaat Michigan verübte, stand offenbar in enger Verbindung zur Hisbollah. Nach Angaben der israelischen Streitkräfte handelt es sich bei dem Täter um Ayman Muhammad Ghazali. Sein Bruder Ibrahim Muhammad Ghazali war demnach Kommandeur innerhalb der libanesischen Terrororganisation.

Nach israelischen Informationen gehörte Ibrahim Ghazali zu einer speziellen Einheit der sogenannten Badr-Struktur der Hisbollah. Diese Einheit ist nach Angaben des israelischen Militärs für die Organisation und den Einsatz von Waffen verantwortlich und beteiligt sich an Raketenangriffen auf israelische Städte.

Der Hisbollah-Kommandeur wurde demnach in der vergangenen Woche bei einem Luftangriff der israelischen Luftwaffe auf ein militärisches Gebäude der Organisation im Libanon getötet.

Angriff auf Synagoge in Michigan

Der Anschlag ereignete sich am Donnerstag gegen 13 Uhr Ortszeit. Der Täter steuerte sein Fahrzeug in das Gebäude der Temple-Israel-Synagoge in West Bloomfield, einer Vorstadt von Detroit.

Augenzeugen berichteten, dass kurz nach dem Aufprall Schüsse fielen. Das Fahrzeug fing anschließend Feuer. Sicherheitskräfte reagierten sofort und stellten den Angreifer. Polizeibeamte erschossen den Täter während des Einsatzes.

Nach bisherigen Angaben wurde bei dem Angriff niemand aus der Synagoge schwer verletzt.

Temple Israel gilt als eine der größten Reform-Synagogen in den Vereinigten Staaten. Das Gebäude wird regelmäßig von tausenden Gemeindemitgliedern besucht und beherbergt unter anderem auch Einrichtungen für Kinderbetreuung.

Herkunft des Täters aus dem Libanon

Kurz nach dem Angriff berichteten libanesische Medien, dass der Täter ursprünglich aus der Ortschaft Machghara im Bekaa-Tal stammt. Diese Region gilt seit Jahren als ein starkes Einflussgebiet der Hisbollah.

Berichten zufolge wollte der Täter den Tod seiner Brüder rächen. Neben Ibrahim Ghazali soll auch ein weiterer Bruder bei einem israelischen Angriff getötet worden sein.

Auffällig ist jedoch, dass einige libanesische Berichte zwar von getöteten Familienmitgliedern sprechen, die Verbindung zur Hisbollah jedoch nicht erwähnten.

Terror und Propaganda im internationalen Kontext

Die neuen Informationen werfen ein Schlaglicht auf die internationale Dimension des Konflikts. Der Angriff auf eine Synagoge in den Vereinigten Staaten steht damit offenbar in direktem Zusammenhang mit militärischen Ereignissen im Nahen Osten.

Für Israel bestätigt sich damit erneut ein Muster, das Sicherheitsbehörden seit Jahren beobachten. Terrororganisationen und ihre Unterstützer versuchen immer wieder, jüdische Einrichtungen im Ausland als Ziele auszuwählen, um politische oder militärische Entwicklungen im Nahen Osten zu „rächen“.

Der Angriff in Michigan reiht sich damit in eine Serie von antisemitischen Angriffen auf jüdische Einrichtungen in verschiedenen Ländern ein, die in den vergangenen Wochen registriert wurden.



Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot X

Artikel veröffentlicht am: Sonntag, 15. März 2026

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