Trump verkündet Waffenruhe mit Iran zwei Wochen Pause nach pakistanischer Initiative
Nach Tagen massiver Drohungen folgt überraschend ein diplomatischer Schritt. Washington und Teheran setzen Angriffe vorerst aus. Die Vereinbarung gilt auch für Israel, doch Zweifel bleiben, während Raketen weiterhin starten.

US-Präsident Donald Trump hat in der Nacht eine „beidseitige Waffenruhe“ zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran angekündigt. Die militärische Operation soll für zwei Wochen ausgesetzt werden, um eine umfassende Vereinbarung auszuhandeln. Grundlage ist ein Vorschlag aus Pakistan, der kurzfristig Bewegung in die festgefahrene Lage gebracht hat.
Nach Angaben aus Washington hat auch Israel der temporären Feuerpause zugestimmt und wird seine Angriffe aussetzen, solange Verhandlungen laufen. Zuvor hatte Trump in einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu die Details abgestimmt.
Trump erklärte, der Iran habe einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, der eine „arbeitsfähige Grundlage“ für ein Abkommen darstelle. Nach seiner Darstellung seien viele Streitpunkte bereits geklärt. Die zweiwöchige Frist solle nun genutzt werden, um die Vereinbarung endgültig abzuschließen.
Netanyahu knüpfte die Zustimmung Israels an klare Bedingungen. Der Iran müsse die Straße von Hormus unverzüglich öffnen und sämtliche Angriffe auf Israel sowie andere Staaten der Region einstellen. Gleichzeitig betonte er, Israel unterstütze das Ziel, den Iran dauerhaft daran zu hindern, eine Bedrohung durch Atomprogramme, Raketen oder Terrorstrukturen darzustellen.
Die Initiative für die Waffenruhe geht auf den pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif zurück. Er hatte beide Seiten aufgefordert, eine zweiwöchige Pause einzulegen, um eine diplomatische Lösung zu ermöglichen. Für Freitag sind Gespräche in Islamabad geplant.
Auch aus Teheran kam ein vorsichtig positives Signal. Außenminister Abbas Araghchi erklärte, der Iran werde seine „defensiven Operationen“ einstellen, sofern alle Angriffe beendet werden. Zudem stellte er in Aussicht, dass die Passage durch die Straße von Hormus während dieser Zeit wieder möglich sein soll.
Gleichzeitig zeigen die Ereignisse vor Ort, wie fragil die Lage bleibt. Trotz der angekündigten Waffenruhe wurden weiterhin Raketen aus dem Iran abgefeuert, unter anderem in Richtung Israel und Golfstaaten. Amerikanische Vertreter räumten ein, dass es Zeit brauche, bis Befehle zur Einstellung der Angriffe alle Einheiten erreichen.
Unklarheit besteht auch über den Umfang der Vereinbarung. Während aus Pakistan berichtet wurde, dass auch der Libanon Teil der Regelung sei, widersprach Israel dieser Darstellung ausdrücklich.
Die Waffenruhe folgt auf eine Phase außergewöhnlich scharfer Drohungen. Noch wenige Stunden zuvor hatte Trump erklärt, eine „ganze Zivilisation“ könne innerhalb einer Nacht untergehen, falls keine Einigung zustande komme. Die nun verkündete Pause wirkt vor diesem Hintergrund wie ein abrupter Kurswechsel.
Ob daraus ein nachhaltiges Abkommen entsteht, ist offen. Die kommenden zwei Wochen werden zeigen, ob die diplomatischen Bemühungen tatsächlich zu einem Ende der Kämpfe führen oder ob es sich nur um eine kurze Unterbrechung in einem weiterhin instabilen Konflikt handelt.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By The White House - https://www.flickr.com/photos/202101414@N05/55166894110/, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=186928553
Artikel veröffentlicht am: Mittwoch, 8. April 2026