Rakete aus Iran tötet Ehepaar in Ramat Gan, Treffer auch am Passagierbahnhof in Tel Aviv


Ein paar Meter entschieden über Leben und Tod. Zwei Menschen erreichen den Schutzraum nicht mehr, während sich die Wirkung der Rakete über mehrere zivile Orte verteilt.

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Bei einem nächtlichen Raketenangriff aus Iran sind in Ramat Gan zwei Menschen ums Leben gekommen. Das Ehepaar, beide etwa 70 Jahre alt, befand sich in seiner Wohnung, als die Rakete einschlug. Nach ersten Erkenntnissen hatten sie versucht, den Schutzraum zu erreichen, schafften es jedoch nicht rechtzeitig.

Einsatzkräfte fanden die beiden in ihrer Wohnung im dritten Stock. In der Wohnung wurde ein Gehgerät entdeckt, was darauf hindeutet, dass eingeschränkte Mobilität eine Rolle spielte. Der Schutzraum lag nur wenige Meter entfernt.

Ein Polizeikommandeur beschrieb die Situation vor Ort nüchtern und zugleich erschütternd: Die beiden waren fast in Sicherheit, doch diese wenigen Sekunden entschieden.

Streumunition trifft mehrere zivile Orte gleichzeitig

Bei der eingesetzten Rakete handelte es sich um ein System, das sich in der Luft in mehrere Sprengkörper aufteilt. Diese verteilen sich über ein größeres Gebiet und schlagen an unterschiedlichen Stellen ein.

Genau das geschah in dieser Nacht. Neben Ramat Gan wurden auch weitere Orte im Zentrum Israels getroffen. Besonders bemerkenswert ist der Schaden an einem zentralen Passagierbahnhof in Tel Aviv.

Dort wurden Teile der Bahnsteige beschädigt, der Zugverkehr musste zeitweise eingestellt werden. Nach bisherigen Angaben gab es an diesem Ort keine Verletzten.

Die Wirkung dieser Waffen ist nicht auf ein einzelnes Ziel begrenzt. Sie trifft ganze Lebensräume gleichzeitig.

Alltag wird zum Ziel

Der Angriff zeigt, was diese Art von Raketen bedeutet. Es geht nicht um militärische Einrichtungen, sondern um Orte, an denen Menschen leben, arbeiten und unterwegs sind.

Wohnhäuser, Straßen und ein stark frequentierter Passagierbahnhof werden gleichzeitig getroffen. Die Streuung der Sprengkörper sorgt dafür, dass sich die Gefahr nicht kontrollieren lässt.

Für die Bevölkerung bedeutet das eine permanente Unsicherheit. Selbst nach dem Einschlag bleibt unklar, ob weitere Sprengkörper nicht detoniert sind.

Sekunden entscheiden über Leben

Die Geschichte des getöteten Ehepaars steht exemplarisch für viele Situationen in diesen Tagen. Menschen haben nur Sekunden, um zu reagieren. Wer diese Sekunden nicht hat oder nicht nutzen kann, ist schutzlos.

Der Bericht eines Nachbarn macht das Ausmaß deutlich. Nach dem Einschlag war die Wohnung voller Rauch, Wände waren beschädigt, Türen zerstört. Erst beim Blick in die Nachbarwohnung wurde klar, dass dort weit mehr geschehen war.

Diese Szenen wiederholen sich in vielen Teilen des Landes.

Schutzsysteme helfen, aber nicht immer

Israel verfügt über ein dichtes Netz an Warnsystemen und Schutzräumen. In vielen Fällen retten sie Leben. Doch sie haben Grenzen.

Wenn Raketen mit Streumunition eingesetzt werden und sich die Einschläge über mehrere Orte verteilen, steigt das Risiko erheblich. Besonders gefährdet sind Menschen, die nicht schnell genug Schutz erreichen können.



Autor: Redaktion
Bild Quelle: Magen David Adom

Artikel veröffentlicht am: Mittwoch, 18. März 2026

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