Iranischer Drohnenangriff in Kuwait trifft US-Basis härter als bekannt


Neue Details über den Angriff zeigen ein deutlich düstereres Bild als zunächst berichtet. Mehr als 30 amerikanische Soldaten wurden verletzt, mehrere schwer. Der Angriff macht sichtbar, wie weit der Konflikt zwischen Iran, Israel und den USA inzwischen reicht.

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Der iranische Drohnenangriff auf eine amerikanische Militäranlage in Kuwait hat deutlich schwerere Folgen gehabt, als zunächst öffentlich bekannt war. Neue Berichte aus den Vereinigten Staaten zeigen, dass zahlreiche Soldaten schwer verletzt wurden. Insgesamt mehr als 30 amerikanische Militärangehörige mussten nach dem Angriff in Krankenhäuser eingeliefert werden.

Der Angriff traf am 1. März ein taktisches Operationszentrum im Hafen von Shuaiba südlich von Kuwait-Stadt. Er ereignete sich nur einen Tag nach Beginn der gemeinsamen Militäraktion der Vereinigten Staaten und Israels gegen iranische Ziele. In der unmittelbaren Folge des Einschlags starben sechs US-Soldaten. Später bestätigte das amerikanische Militär, dass ein weiterer Soldat seinen Verletzungen erlag. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf sieben.

Die Verletzungen der Soldaten zeigen, wie massiv die Explosion gewesen sein muss. Nach Angaben aus militärischen Kreisen litten zahlreiche Betroffene an schweren Gehirnerschütterungen, traumatischen Hirnverletzungen, Verbrennungen und Splitterverletzungen. Einige Soldaten berichteten über Gedächtnisverlust und neurologische Ausfälle.

Besonders schwer Verletzte wurden in hochspezialisierte Militärkrankenhäuser verlegt. Ein Soldat kam in das Brooke Army Medical Center im US-Bundesstaat Texas, zwölf weitere wurden im Militärkrankenhaus Walter Reed bei Washington behandelt. Weitere 25 Verletzte wurden in das amerikanische Militärhospital im deutschen Landstuhl gebracht. Dort trafen zwanzig Patienten mit als dringend eingestuften Verletzungen ein.

Die ersten offiziellen Informationen unmittelbar nach dem Angriff hatten ein deutlich geringeres Ausmaß der Schäden vermittelt. Damals erklärte das amerikanische Verteidigungsministerium, fünf Soldaten seien schwer verletzt worden, mehrere weitere hätten leichte Splitterverletzungen oder Gehirnerschütterungen erlitten. Erst spätere Berichte aus dem Militär zeichnen nun ein umfassenderes Bild der Lage.

Augenzeugen beschrieben die Situation nach dem Einschlag als chaotisch und dramatisch. Zwei Soldaten galten zunächst als vermisst und wurden später unter den Trümmern des zerstörten Gebäudes entdeckt.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte kurz nach dem Angriff, moderne Luftabwehrsysteme hätten zwar den Großteil der anfliegenden Geschosse abgefangen. Dennoch könne in einer Angriffswelle immer ein einzelnes Geschoss durch die Verteidigung gelangen. Genau das sei in diesem Fall geschehen. Die Drohne traf ein befestigtes Operationszentrum direkt.

Der Angriff verdeutlicht die militärische Reichweite iranischer Waffen. Obwohl amerikanische Stützpunkte im Nahen Osten mit umfangreichen Abwehrsystemen geschützt sind, können einzelne Drohnen oder Raketen dennoch durchkommen und erhebliche Schäden verursachen.

Nach Angaben des Pentagon wurden in den ersten elf Tagen des Krieges insgesamt rund 140 amerikanische Soldaten verletzt. Die meisten konnten bereits wieder ihren Dienst aufnehmen. Acht Militärangehörige gelten weiterhin als schwer verletzt und werden medizinisch intensiv betreut.

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Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Sgt. Michael Needham - https://www.dvidshub.net/image/1923975, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40175869

Artikel veröffentlicht am: Donnerstag, 12. März 2026

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