Israel erwartet Ausweitung der Hisbollah-Angriffe Terrororganisation soll Druck im Norden erhöhen


Während Israel weiterhin militärisch gegen Iran vorgeht, warnen Sicherheitskreise vor einer neuen Strategie der Hisbollah. Die Miliz könnte ihre Raketen- und Drohnenangriffe deutlich ausweiten.

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Ziel sei es offenbar, Israel zu zwingen, Kräfte vom iranischen Schauplatz abzuziehen und stärker an der Nordfront zu binden.

Israels Sicherheitsbehörden rechnen damit, dass die Hisbollah ihre Angriffe auf Israel in den kommenden Tagen deutlich verstärken könnte. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen wurde diese Einschätzung in einer Lagebesprechung mit Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Israel Katz vorgestellt.

Demnach könnte die libanesische Terrororganisation versuchen, Israel durch intensiveren Raketen- und Drohnenbeschuss unter Druck zu setzen. Die Angriffe sollen nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden nicht nur militärische Ziele betreffen, sondern auch strategische Einrichtungen im Landesinneren.

Das Ziel dieser Strategie wäre es, die Aufmerksamkeit der israelischen Armee vom Konflikt mit Iran abzulenken. Israel führt derzeit gemeinsam mit den Vereinigten Staaten militärische Operationen gegen iranische Ziele.

Nach Einschätzung israelischer Sicherheitsvertreter versucht die Hisbollah, die Bevölkerung im Norden Israels und den gesamten Heimatraum zu zermürben. Dies könnte durch größere tägliche Angriffswellen mit Raketen und unbemannten Fluggeräten geschehen.

Parallel dazu kommt es im Süden des Libanon zu Kämpfen zwischen der Hisbollah und der libanesischen Armee sowie anderen bewaffneten Gruppen. Israelische Sicherheitsanalysen sehen auch darin einen möglichen Teil der Strategie, die Aufmerksamkeit Israels zu binden und die Lage zu destabilisieren.

Die israelische Armee hat deshalb ihre Lagebewertung in den vergangenen Stunden erneut überprüft. Zwar hat sich die Intensität der direkten Angriffe aus Iran im Vergleich zum Beginn der Operation verringert. Dennoch gehen die Sicherheitsbehörden nicht davon aus, dass die Bedrohung für die israelische Bevölkerung kurzfristig nachlassen wird.

Militärische Quellen berichten außerdem von wachsender Erschöpfung unter iranischen Streitkräften. Diese Entwicklung könnte langfristig Auswirkungen auf die militärische Leistungsfähigkeit haben. Für die kommenden Tage erwarten israelische Planer jedoch weiterhin ein hohes Risiko für Angriffe auf israelisches Gebiet.

Ein zentrales Ziel der israelischen Armee bleibt deshalb die systematische Zerstörung von Raketenabschussanlagen. Diese Anlagen werden sowohl in Iran als auch im Libanon eingesetzt, um Angriffe auf Israel durchzuführen.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden bereits zahlreiche Abschussrampen zerstört. Dennoch befinden sich weiterhin viele Systeme im Einsatzgebiet, die jederzeit neue Angriffe ermöglichen könnten.

Israel betrachtet die Ausschaltung dieser Infrastruktur als wichtigste militärische Aufgabe der aktuellen Phase der Operation. Solange die Abschussanlagen existieren, bleibt auch die Fähigkeit der Gegner bestehen, Raketen auf israelische Städte und militärische Einrichtungen abzufeuern.

Die militärische Führung geht deshalb davon aus, dass der Konflikt noch Zeit benötigen wird, bevor eine spürbare Entlastung für die israelische Bevölkerung erreicht werden kann.



Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Tasnim News Agency, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=138677142

Artikel veröffentlicht am: Dienstag, 10. März 2026

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