Geisel Agam Berger berichtet von Verstecken, Angst und gelebtem Glauben in Hamas-Gefangenschaft


Monatelang hielt die Hamas die israelische Soldatin Agam Berger in Gaza fest. Jetzt erzählt sie von ihrem Überlebenskampf, religiösem Halt und den skrupellosen Methoden der Terroristen.

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Agam Berger, eine der am 7. Oktober entführten israelischen Soldatinnen, hat erstmals detailliert über ihre Zeit in Hamas-Gefangenschaft gesprochen. Im Gespräch mit Rabbi Yoshiyahu Pinto, das Ynet am Sonntag veröffentlichte, schilderte sie, wie sie monatlich von einem Versteck zum nächsten gebracht wurde.

Sie wurde in verschiedenen Häusern festgehalten, einige davon gehörten palästinensischen Familien. Oft wusste nicht einmal die Umgebung, dass sich Geiseln in ihren Wohnvierteln befanden. „Wenn Liri [Albag] und ich Radio hörten und mitsangen, wurde uns sofort befohlen, still zu sein“, berichtete sie. „Hebräisch durfte nicht nach draußen dringen.“

Die Luftangriffe der israelischen Armee auf Hamas-Ziele in Gaza seien besonders am Anfang angsteinflößend gewesen. „Man spürte, wie sich das Haus bewegte“, erklärte Berger. Doch mit der Zeit gewöhnte sie sich an die Erschütterungen.

Glaube als Halt in der Gefangenschaft

Trotz der menschenunwürdigen Haftbedingungen hielt Berger an ihrem Glauben fest. Sie lehnte es ab, den Koran zu lesen, was zu Auseinandersetzungen mit ihren Bewachern führte. Dennoch gelang es ihr, an jüdischen Feiertagen religiöse Rituale zu begehen.

„Liri und ich zeichneten eine Haggada nach unseren Erinnerungen. Wir haben versucht, eine festliche Atmosphäre zu schaffen“, erzählte sie über das Pessachfest. Mazzot gab es nicht, also bat sie um Maismehl und Datteln.

Für Jom Kippur fragte sie ihre Bewacher nach dem genauen Datum. Sie gaben ihr eine Antwort, aber sie ist sich bis heute nicht sicher, ob es tatsächlich der richtige Tag war.

Trotz allem konnte die Hamas Berger nicht brechen – weder ihren Willen noch ihren Glauben.

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Autor: Redaktion
Bild Quelle: IDF

Artikel veröffentlicht am: Montag, 24. Februar 2025

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