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USA treffen Dutzende Militärziele, Iran feuert auf Bahrain, Kuwait und Katar


Nach der sechsten Nacht amerikanischer Angriffe feuert Iran Raketen und Drohnen auf US-Militärstandorte in Bahrain, Kuwait und Katar. Die Golfstaaten fangen zahlreiche Geschosse ab, doch in Katar wird ein Kind durch Trümmer verletzt.

USA treffen Dutzende Militärziele, Iran feuert auf Bahrain, Kuwait und Katar
Bildnachweis: Symbolbild / KI

Die Vereinigten Staaten haben ihre Angriffe auf militärische Ziele im Iran in der sechsten Nacht in Folge fortgesetzt. Nach Angaben des amerikanischen Zentralkommandos griffen Kampfflugzeuge, Drohnen und Kriegsschiffe Dutzende Ziele an. Genannt wurden Einrichtungen der Küstenüberwachung, Stellungen der Luftverteidigung, militärische Logistik und maritime Fähigkeiten des iranischen Regimes.

Teheran antwortete wenige Stunden später mit Raketen und Drohnen gegen amerikanische Militärstandorte in mehreren GolfstaatenStraße von Hormus: Die gefährlichste Engstelle der WeltwirtschaftDie Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen Iran und Oman. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist eine der wichtigsten Routen für Öl und Flüssigerdgas weltweit.Mehr lesen. In Bahrain, Kuwait und Katar wurden Luftalarme ausgelöst. Die iranische Armee und die RevolutionsgardenIslamische Revolutionsgarden: Machtzentrum des iranischen RegimesDie Islamischen Revolutionsgarden sind eine mächtige militärische, politische und wirtschaftliche Organisation der Islamischen Republik Iran. Sie wurden nach der Revolution von 1979 gegründet, unterstehen dem Obersten Führer und steuern über die Quds-Einheit Irans regionales Terrornetzwerk.Mehr lesen erklärten, ihre Angriffe hätten Einrichtungen und Kräfte der Vereinigten Staaten gegolten. Unabhängig bestätigt sind nicht alle iranischen Angaben.

Damit trägt das Regime seinen Krieg erneut in Staaten, die nicht an den amerikanischen Angriffen auf iranisches Gebiet beteiligt waren, aber amerikanische Truppen beherbergen. Für die Menschen in Manama, Kuwait-Stadt und Doha bedeutet die iranische Vergeltungsstrategie Sirenen, Schutzräume, Explosionen und herabstürzende Trümmer.

Dutzende amerikanische Ziele im Iran angegriffen

Das amerikanische Zentralkommando teilte mit, die jüngste Angriffswelle sei abgeschlossen. Präzisionswaffen hätten Dutzende militärische Ziele getroffen. Mehr als 50.000 amerikanische Soldaten in der Region seien weiterhin wachsam und einsatzbereit.

Nach iranischen Medienberichten wurden auch fünf Brücken im Süden des Landes angegriffen. In der südöstlichen Hafenstadt Tschahbahar sollen drei Explosionen zu hören gewesen sein. Die iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtete unter Berufung auf die Medizinische Universität Hormozgan, bei Angriffen auf Brücken in Bandar Khamir seien sieben Menschen getötet worden.

Diese Angaben stammen aus staatlichen oder halbstaatlichen iranischen Quellen und konnten zunächst nicht unabhängig bestätigt werden. Auch die genaue militärische Bedeutung aller getroffenen Brücken ist bislang nicht vollständig geklärt. Fest steht jedoch, dass Washington den Druck über klassische Militäranlagen hinaus auf Transportwege ausweitet, die für die Versorgung und Bewegungsfreiheit der iranischen Streitkräfte wichtig sein können.

Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim meldete zudem einen amerikanischen Angriff auf den Flughafen von Iranschahr, an dem iranische Streitkräfte stationiert sein sollen. In der Umgebung seien mehrere schwere Explosionen registriert worden. Betroffen war nach iranischen Angaben außerdem die Brücke von Kehvarstan über den Fluss Schur. Der Verkehr auf der Verbindung zwischen Bandar Abbas, Kehvarstan und Lar sei eingestellt worden.

Washington begründet die fortgesetzten Angriffe mit den iranischen Attacken auf die Handelsschifffahrt und der militärischen Bedrohung der Straße von Hormus. Das amerikanische Zentralkommando erklärte, die Fähigkeiten des iranischen Militärs würden weiter geschwächt und Teheran für seine Angriffe auf zivile Schiffe zur Verantwortung gezogen.

Die Straße von Hormus bleibt dabei das Zentrum des Konflikts. Über die schmale Wasserstraße wird ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Flüssiggasexports transportiert. Das iranische Regime versucht seit Wochen, diese Abhängigkeit als Druckmittel gegen die Vereinigten Staaten und andere Staaten einzusetzen. Jeder neue Angriff in diesem Gebiet gefährdet deshalb nicht nur Soldaten und Seeleute, sondern auch die Energieversorgung weit entfernter Länder.

Sirenen in Bahrain, Kuwait und Katar

In Bahrain wurden die Menschen am frühen Freitagmorgen durch Luftalarm gewarnt. Das Innenministerium rief Bürger und Einwohner dazu auf, Ruhe zu bewahren und geschützte Orte aufzusuchen. Später wurden die Sirenen ein zweites Mal aktiviert.

Nach Darstellung der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim richtete sich der Angriff gegen amerikanische Hubschrauber und Aufklärungsflugzeuge auf dem Luftwaffenstützpunkt Schakir. Die iranische Armee behauptete, dort seien auch amerikanische Seeaufklärungsflugzeuge vom Typ P-8 stationiert. Ob militärische Ziele getroffen oder beschädigt wurden, war zunächst nicht bestätigt.

Bahrain ist für die Vereinigten Staaten von besonderer Bedeutung, weil dort die Fünfte Flotte der amerikanischen Marine stationiert ist. Das kleine Königreich wird damit vom iranischen Regime gezielt unter Druck gesetzt, obwohl es selbst keine Angriffe auf Iran ausgeführt hat.

Auch in Kuwait drangen nach Angaben der dortigen Streitkräfte iranische Raketen und Drohnen in den Luftraum ein. Die Luftverteidigung fing anfliegende Geschosse ab. Die Armee erklärte, Explosionen seien auf den Einsatz der Abwehrsysteme zurückzuführen. Die Revolutionsgarden bekannten sich nach iranischen Medienberichten zu den Angriffen und behaupteten, amerikanische Militäranlagen, Truppen und logistische Einrichtungen seien die Ziele gewesen.

In Katar wurden ebenfalls mehrere Explosionen in Doha gemeldet. Die Regierung verschickte Sicherheitswarnungen auf Mobiltelefone. Das Verteidigungsministerium erklärte anschließend, die Streitkräfte hätten mehrere Angriffe aus der Luft abgefangen.

Trotz der erfolgreichen Abwehr wurde nach Angaben des katarischen Innenministeriums ein Kind durch herabfallende Trümmer verletzt. Es werde medizinisch behandelt. Der Vorfall zeigt, wie irreführend die Behauptung des iranischen Regimes ist, ausschließlich amerikanische Militärziele anzugreifen. Raketen und Drohnen über dicht besiedelten Gebieten bedrohen zwangsläufig auch Zivilisten. Selbst eine erfolgreiche Abwehr kann nicht verhindern, dass Teile der Geschosse oder Abfangraketen auf Wohngebiete fallen.

Das gilt ebenso für Bahrain und Kuwait. Iran nimmt bewusst in Kauf, dass seine Angriffe den Luftraum anderer Staaten verletzen und deren Bevölkerung gefährden. Dass sich amerikanische Stützpunkte auf ihrem Gebiet befinden, macht die Menschen dieser Länder nicht zu legitimen Zielen.

Teheran kündigte an, auf weitere amerikanische Angriffe schnell und entschlossen zu antworten. Jede Gegenmaßnahme werde für die Vereinigten Staaten einen „hohen Preis“ haben. Solche Drohungen sollen Stärke vermitteln, zeigen aber zugleich, wie sehr das Regime darauf setzt, die Kosten des Krieges auf die gesamte Region zu verteilen.

Für IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen bestätigt diese Entwicklung eine Erfahrung, vor der es seine Partner seit Jahren warnt: Die Bedrohung durch das iranische Regime endet nicht an den Grenzen Israels. Sobald Teheran unter militärischen Druck gerät, werden Handelsschiffe, amerikanische Stützpunkte und ganze Golfstaaten zu Zielen. Iran führt keinen begrenzten Verteidigungskampf. Das Regime nutzt Raketen, Drohnen, verbündete Terrororganisationen und die Kontrolle wichtiger Seewege, um Staaten weit über das eigene Territorium hinaus zu bedrohen.

Die sechste amerikanische Angriffsnacht hat das iranische Militär erneut getroffen. Die Antwort Teherans bestand nicht in einem Rückzug und auch nicht in einem glaubwürdigen diplomatischen Angebot. Sie bestand aus neuen Raketen und Drohnen über Bahrain, Kuwait und Katar.

Der Krieg ist damit längst nicht mehr auf Iran und die Vereinigten Staaten begrenzt. Teheran zwingt seinen Nachbarn die Folgen einer Auseinandersetzung auf, die das Regime durch Angriffe auf Schiffe, Militärstandorte und internationale Verkehrswege selbst immer weiter ausgedehnt hat.

Thematische Einordnung


Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Freitag, 17. Juli 2026

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