Torontoer Polizist bei Razzia zu Iran-nahen Angriffen erschossen


Ein Beamter starb bei einem Einsatz zu Schüssen auf das US-Konsulat in Toronto. Die Ermittlungen berühren auch mutmaßlich Iran-nahe Strukturen und Angriffe auf jüdische Ziele.

Torontoer Polizist bei Razzia zu Iran-nahen Angriffen erschossen
Bildnachweis: Symbolbild

Ein Polizist der Toronto Police Service ist am Donnerstagmorgen bei einer Razzia erschossen worden. Constable Marc Pinizzotto, 43 Jahre alt und seit 18 Jahren im Dienst, wurde bei der Vollstreckung eines Durchsuchungsbefehls getroffen und starb später im Sunnybrook Hospital. Der Einsatz stand nach Angaben der Behörden im Zusammenhang mit Ermittlungen zu Schüssen auf das US-Konsulat in Toronto im März.

Ein 19-jähriger Verdächtiger, Nicholas Bennett, soll wegen Mordes ersten Grades angeklagt werden. Er wurde bei dem Einsatz von der Polizei angeschossen und liegt im Krankenhaus. Eine weitere 19-jährige Verdächtige, Zara Jabbi, wurde zunächst gesucht und von Polizeichef Myron Demkiw als bewaffnet und gefährlich beschrieben. Die Polizei machte zunächst keine Angaben dazu, wer den tödlichen Schuss auf Pinizzotto abgegeben haben soll.

Brisant ist der größere Ermittlungsrahmen. Die Razzia gehörte zu mehreren Durchsuchungen am selben Morgen. Laut JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen Post ging es um den Schussangriff auf das US-Konsulat vom 10. März. Der Toronto Sun berichtete zudem, die Ermittlungen beträfen auch Schüsse auf Synagogen im Großraum Toronto. Die Polizei bestätigte diesen Synagogenbezug gegenüber der Jerusalem Post zunächst nicht.

Im März waren in Toronto mehrere jüdische Einrichtungen beschossen worden. Nach Purim-Feiern trafen Schüsse die Temple Emanu-El Synagoge, später wurden auch Beth Avraham Yoseph of Toronto und Shaarei Shomayim attackiert. In einzelnen Fällen wurden später Jugendliche festgenommen.

Der mutmaßliche Iran-Bezug ergibt sich aus einer US-Strafanzeige gegen Mohammad Baqer Saad Dawood al-Saadi, einen mutmaßlichen Funktionär der Kataib HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen. Darin wird behauptet, er habe den Angriff auf das US-Konsulat und einen Angriff auf eine Synagoge in Toronto orchestriert. Kataib Hisbollah gilt als vom Iran unterstützte Miliz. Die Vorwürfe sind nicht rechtskräftig bewiesen, zeigen aber, warum kanadische Ermittler die Angriffe nicht als gewöhnliche Sachbeschädigung behandeln.

Kanada und 21 weitere Staaten hatten erst am Mittwoch iranische Bedrohungen und HAYI zugeschriebene Angriffe gegen jüdische, israelische und iranisch-dissidentische Ziele in ihren Ländern verurteilt. Vor diesem Hintergrund bekommt der Tod Pinizzottos besondere Schwere. Es geht nicht nur um lokale Kriminalität. Es geht um die Frage, ob Netzwerke im Umfeld iranischer Stellvertreter auch in westlichen Städten zu einer direkten Sicherheitsgefahr werden.

Bei aller politischen Einordnung bleibt rechtsstaatliche Vorsicht nötig. Bennett ist Beschuldigter, Jabbi war zunächst gesuchte Verdächtige, und die genauen Verbindungen zwischen Konsulatsattacke, Synagogenangriffen und Iran-nahen Strukturen müssen vor Gericht geklärt werden. Doch schon jetzt ist klar: Toronto steht vor einer Sicherheitslage, die jüdische Gemeinden, Diplomaten und Polizisten unmittelbar betrifft.

Das israelische Generalkonsulat in Toronto sprach Pinizzottos Familie und Kollegen sein Beileid aus. Auch das Centre for IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen and Jewish Affairs zeigte sich erschüttert. Polizeichef Demkiw sagte, keine Worte könnten erfassen, was der Verlust für die Familie und die Einheit bedeute.

Pinizzotto ist der erste Torontoer Polizeibeamte seit 2022, der im Dienst getötet wurde. Er starb bei Ermittlungen in einem Fall, der zeigt, wie gefährlich der lange Arm Iran-naher Gewaltstrukturen auch in Kanada werden kann.



Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Freitag, 12. Juni 2026

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