Wird die UNO auch für Khamenei eine Schweigeminute abhalten?


Iranische Raketen trafen Flughäfen und Städte, während Israel gegen die Führung in Teheran vorgeht. Jetzt steht eine Frage im Raum, die mehr über die Welt aussagt als über den Krieg selbst.

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Als iranische Raketen den internationalen Flughafen von Dubai trafen, wurde eine Illusion zerstört. Dieser Ort steht wie kaum ein anderer für Stabilität, Wohlstand und internationale Normalität. Täglich passieren rund 90000 Menschen die Terminals. Familien, Pilger, Geschäftsleute, Touristen. An diesem Tag rannten sie durch Rauch und Trümmer, während Sirenen heulten und Explosionen den Himmel zerrissen. Abu Dhabi, ein Symbol für Aufstieg und Sicherheit in der Golfregion, wurde ebenfalls getroffen. Zivile Infrastruktur stand plötzlich im Zentrum iranischer Angriffe.

Für viele Staaten war es ein Schock. Für Israel war es Realität.

Seit Jahrzehnten lebt die israelische Bevölkerung mit genau diesem Gefühl. Sirenen, die den Alltag zerreißen. Kinder, die mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen werden. Familien, die innerhalb von Sekunden Schutz suchen müssen. Raketen, finanziert und organisiert durch ein Regime, das seine Feindschaft gegen Israel nie verborgen hat. Am 7. Oktober 2023 erreichte diese Bedrohung ihren grausamsten Höhepunkt, als 1200 Menschen ermordet und 250 verschleppt wurden. Hinter diesem Netzwerk stand der Iran.

Israel kämpft seit Jahren gegen diese Strukturen. Nicht aus politischem Kalkül, sondern weil es um die Sicherheit seiner Bevölkerung geht. Gleichzeitig verhinderte dieser Kampf immer wieder Anschläge, die sonst andere Länder getroffen hätten. Diese verhinderten Katastrophen erscheinen in keiner Statistik. Es gibt keine Bilder von Menschen, die nicht sterben mussten, weil ein Angriff rechtzeitig gestoppt wurde.

Doch die Reaktion der Welt folgte oft einem anderen Muster.

Am 20. Mai 2024 erhob sich der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu einer offiziellen Schweigeminute für den iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi und Außenminister Hossein Amir Abdollahian. Männer, die ein Regime repräsentierten, das politische Gegner hinrichtete, Frauen brutal unterdrückte und Terrororganisationen finanzierte. Die Vereinten Nationen trauerten öffentlich um Vertreter dieses Systems.

Heute, nach den israelischen Angriffen auf die Führung in Teheran, steht eine neue Frage im Raum. Wenn Ali Khamenei, der oberste Führer des Iran und zentrale Architekt dieses globalen Terrornetzwerks, tatsächlich getroffen wurde, wird die UNO erneut eine Schweigeminute abhalten.

Khamenei war nicht nur ein politischer Führer. Unter seiner Führung entstand ein Netzwerk aus Milizen und Terrororganisationen, das sich über den gesamten Nahen Osten erstreckte. Von der Hisbollah im Libanon über die Hamas bis zu bewaffneten Gruppen im Irak und im Jemen. Diese Strukturen griffen nicht nur Israel an, sondern auch amerikanische Soldaten und zivile Ziele in anderen Ländern.

Während Israel diese Bedrohung bekämpfte, reagierten viele Staaten mit Distanz statt Unterstützung. Einige schlossen ihren Luftraum für israelische Operationen. Internationale Fluggesellschaften setzten ihre Verbindungen aus. Regierungen formulierten vorsichtige Erklärungen, während israelische Städte unter Beschuss standen.

Jetzt, da iranische Raketen erstmals in großem Umfang andere Staaten trafen, erleben auch sie, was Israel seit Jahren erlebt. Sirenen. Angst. Unsicherheit.

Die eigentliche Frage ist deshalb nicht militärisch, sondern moralisch.

Wie reagiert die Welt, wenn der Mann verschwindet, der dieses System aufgebaut hat.

Wird sie erneut trauern.

Oder wird sie erkennen, dass ein Regime, das Terror exportiert und zivile Ziele angreift, nicht Opfer ist, sondern Ursache.

Die Antwort darauf wird mehr über die Welt sagen als über Israel.

Thematische Einordnung


Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Ank gsx - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=101241000

Artikel veröffentlicht am: Montag, 2. März 2026

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