Vietnam: Hostel wirft israelische Touristinnen nach Passkontrolle hinaus und ruft „Yalla Palästina“
Zwei junge Israelinnen wollten in Vietnam einfach nur ankommen und schlafen. Doch als ihre Herkunft bekannt wurde, lagen ihre Koffer auf der Straße und aus einem Zimmer wurde eine Szene der Demütigung.

Zwei israelische Frauen, beide in ihren Zwanzigern, waren nach einer sechsstündigen Reise in einem Hostel in Vietnam angekommen. Sie hatten ihr Zimmer im Voraus gebucht, bestätigt und bezahlt. Ein Zimmer mit zwei Betten, eigenem Bad und Balkon. Eine einfache Unterkunft, nichts Besonderes. Ein Ort zum Ausruhen.
Doch was sie erhielten, war ein anderer Raum. Klein, verschmutzt, ohne eigenes Bad, ohne Balkon. Der Geruch war stechend, der Zustand weit entfernt von dem, was vereinbart worden war. Die Frauen reagierten ruhig. Sie wandten sich an die Betreiberin und baten um Klärung. Es ging ihnen nicht um Streit, sondern um Fairness.
Die Antwort blieb aus. Stattdessen verschärfte sich die Situation.
Als die beiden Reisenden später zurückkehrten, bot sich ihnen ein Bild, das sie schockierte. Ihre Taschen lagen nicht mehr im Zimmer. Sie waren hinausgeworfen worden. Persönliche Gegenstände lagen verstreut auf dem Boden. Kleidung, Dokumente, Erinnerungen einer Reise, achtlos behandelt, als hätten sie keinen Wert.
In diesem Moment war klar, dass es längst nicht mehr um ein Zimmer ging.
Während der anschließenden Konfrontation verlangte die Betreiberin ihre Pässe. Als sie erkannte, dass die Frauen aus Israel kamen, änderte sich ihr Verhalten schlagartig. Ihre Stimme wurde laut, ihre Worte aggressiv. „Yalla Palästina“, schrie sie ihnen entgegen.
Es war kein politischer Diskurs. Es war ein Angriff.
Die beiden Frauen berichteten später, dass sie in diesem Augenblick verstanden, was geschah. Sie waren nicht mehr Gäste. Sie waren Israelis.
Was folgte, war der abrupte Ausschluss. Kein Versuch einer Lösung, keine Entschuldigung, keine Erklärung. Nur Ablehnung.
Für die beiden jungen Frauen war es ein Moment, der tiefer ging als ein verlorenes Zimmer. Es war die Erfahrung, wegen ihrer Herkunft zurückgewiesen zu werden. Nicht wegen ihres Verhaltens, sondern wegen ihrer Identität.
Solche Vorfälle sind in den vergangenen Monaten häufiger geworden. Seit dem 7. Oktober berichten Israelis weltweit von zunehmender Feindseligkeit. Es sind nicht immer offene Angriffe. Oft beginnt es mit Worten, mit Gesten, mit Veränderungen im Tonfall. Doch manchmal wird daraus eine klare Handlung.
Israelis reisen wie alle anderen Menschen. Sie suchen Begegnungen, Erfahrungen und Normalität. Doch für viele ist ihr Pass zu einem Zeichen geworden, das Reaktionen auslöst, die nichts mit ihnen persönlich zu tun haben.
Der Vorfall in Vietnam ist deshalb mehr als eine persönliche Geschichte. Er ist ein Spiegel einer Realität, in der politische Konflikte längst den Alltag von Menschen erreichen, die nichts weiter wollten, als eine Nacht in einem fremden Land zu verbringen.
Am Ende mussten die beiden Frauen gehen. Sie fanden eine andere Unterkunft. Einen neuen Ort zum Schlafen.
Was sie nicht zurücklassen konnten, war das Gefühl, nicht willkommen zu sein.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot X
Artikel veröffentlicht am: Freitag, 27. Februar 2026