Pahlavi fordert Trump zum Handeln auf, Irans Regime reagiert mit Gewalt, Internet-Blackout und Todesdrohungen
Während Millionen Iraner seit zwei Wochen auf den Straßen protestieren, richtet sich der schärfste Appell der Opposition direkt an Washington. Kronprinz Reza Pahlavi ruft US-Präsident Donald Trump auf, die Demonstranten aktiv zu unterstützen. Das Regime in Teheran antwortet mit Repression und offener Einschüchterung.

Die Proteste im Iran sind in ihren vierzehnten Tag eingetreten und haben eine neue Eskalationsstufe erreicht. In dieser Lage hat sich der iranische Kronprinz Reza Pahlavi mit einem eindringlichen Appell an den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump gewandt. In einer öffentlichen Botschaft forderte er Washington auf, sich auf ein Eingreifen zugunsten der iranischen Bevölkerung vorzubereiten.
„Herr Präsident, dies ist ein dringender und unmittelbarer Aufruf zu Ihrer Aufmerksamkeit, Ihrer Unterstützung und Ihrem Handeln“, schrieb Pahlavi. Er verwies auf Millionen Iraner, die trotz scharfer Munition, massiver Gewalt und vollständiger Kommunikationssperren auf den Straßen geblieben seien. Nach seinen Worten stehen die Demonstranten inzwischen nicht mehr nur Kugeln gegenüber, sondern der systematischen Abschottung des gesamten Landes.
Regime setzt auf Angst statt Kontrolle
Das Regime unter Ali Khamenei hat als Reaktion einen nahezu vollständigen Internet- und Telefon-Blackout verhängt. Ziel ist es, Bilder, Koordination und internationale Aufmerksamkeit zu unterbinden. Parallel dazu wird die Justiz als Drohkulisse genutzt. Der Chefankläger von Teheran kündigte an, dass Demonstranten, die staatliche Gebäude beschädigen oder mit Sicherheitskräften zusammenstoßen, mit der Todesstrafe rechnen müssten.
Pahlavi bezeichnet dieses Vorgehen als letzten Ausweg eines Regimes, das den Rückhalt im eigenen Volk verloren habe. Gewalt sei das einzige Mittel, das geblieben sei, weil die Führung den Sturz ihres Systems fürchte. Seine Botschaft an Trump ist eindeutig: Die Zeit symbolischer Solidarität sei vorbei, jetzt gehe es um konkrete Unterstützung.
Internationale Kritik wächst, bleibt aber folgenlos
Auch europäische Regierungen haben inzwischen reagiert. Frankreich, Deutschland und Großbritannien verurteilten in einer gemeinsamen Erklärung die Tötung von Demonstranten und forderten Teheran auf, Gewalt zu unterlassen und Meinungsfreiheit zu respektieren. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, das Abschalten des Internets entlarve ein Regime, das Angst vor seinem eigenen Volk habe.
Diese Stellungnahmen markieren eine klare politische Positionierung, bleiben jedoch ohne unmittelbare Konsequenzen. Genau hier setzt Pahlavis Appell an. Er fordert nicht nur Worte, sondern konkrete Bereitschaft zum Eingreifen, sollte das Regime weiter eskalieren.
Der Iran am Kipppunkt
Die Lage im Land bleibt angespannt. In zahlreichen Städten kommt es zu Protesten, Straßensperren und Zusammenstößen. Berichte über Tote, Verletzte und Massenverhaftungen mehren sich, während verlässliche Informationen durch die Kommunikationssperren kaum noch nach außen dringen. Das Regime versucht, die Proteste als ausländische Verschwörung darzustellen und beschuldigt erneut Israel und die Vereinigten Staaten.
Doch diese Narrative greifen immer weniger. Die Breite und Dauer der Proteste zeigen, dass es sich um eine tief verwurzelte gesellschaftliche Erhebung handelt. Wirtschaftliche Not, Korruption, Repression und Perspektivlosigkeit haben sich zu einer explosiven Mischung verdichtet.
Ein Appell mit politischer Sprengkraft
Pahlavis Aufruf an Trump ist mehr als eine symbolische Geste. Er zielt darauf ab, die internationale Verantwortung zu konkretisieren. Sollte Washington öffentlich und glaubwürdig Unterstützung signalisieren, könnte dies das Kräfteverhältnis im Inneren des Iran verändern - nicht militärisch, sondern politisch und psychologisch.
Ob die USA diesen Schritt gehen, ist offen. Klar ist jedoch: Das iranische Regime hat sich mit Gewalt, Todesdrohungen und totaler Abschottung selbst entlarvt. Die Proteste dauern an, und mit jedem Tag wächst der Druck von innen wie von außen.
Der Iran steht an einem kritischen Punkt. Die Frage ist nicht mehr, ob das Regime reagiert - sondern wie lange es seine Macht noch mit Angst aufrechterhalten kann.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America - Reza Pahlavi, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=71742770
Artikel veröffentlicht am: Samstag, 10. Januar 2026