New York Bürgermeister Mamdani verhindert Anklagen nach Angriff auf Polizisten und verliert Vertrauen der Sicherheitskräfte


Zwei verletzte Beamte, klare Vorwürfe der Polizei und trotzdem ein politischer Eingriff von höchster Stelle. Die Entscheidung des Bürgermeisters verändert das Verhältnis zwischen Politik und Polizei in New York grundlegend.

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Der Vorfall zeigt, wie schnell politische Entscheidungen das Vertrauen der Sicherheitskräfte erschüttern können.

Ein Wintersturm verwandelte den Washington Square Park in Manhattan in eine typische New Yorker Schneeszene. Hunderte junge Menschen versammelten sich zu Schneeballschlachten, wie sie in der Stadt seit Jahrzehnten stattfinden. Doch als Polizeibeamte vor Ort eintrafen, veränderte sich die Situation. Nach Angaben der New Yorker Polizei begannen mehrere junge Männer, die Beamten gezielt mit Schneebällen zu bewerfen, die teilweise mit Eis vermischt waren. Zwei Polizisten wurden am Kopf und im Gesicht getroffen und verletzt. Beide mussten medizinisch behandelt werden.

Die Polizei wertete den Vorfall als gezielten Angriff auf Beamte im Dienst. Ermittlungen gegen vier Verdächtige wurden eingeleitet. Polizeivertreter erklärten, es habe sich nicht um ein harmloses Spiel gehandelt, sondern um bewusstes Verhalten, das strafrechtliche Konsequenzen haben müsse. Besonders die Verletzungen der Beamten machten deutlich, dass eine Grenze überschritten worden sei.

Doch New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani widersprach dieser Einschätzung öffentlich. Nach Sichtung der Videoaufnahmen erklärte er, die Szenen wirkten auf ihn wie eine Schneeballschlacht unter jungen Menschen und nicht wie eine schwere Straftat. Er sprach sich gegen strafrechtliche Anklagen aus und stellte damit die Position der Polizei offen infrage. Zwar rief er die Bevölkerung dazu auf, Polizeibeamte zu respektieren, doch seine zentrale Entscheidung blieb bestehen.

Diese Haltung löste sofort heftige Reaktionen innerhalb der Polizei aus. Patrick Hendry, Präsident der Polizeigewerkschaft, sprach von einem schweren Führungsversagen. Er betonte, dass zwei Beamte verletzt worden seien und dass die öffentliche Relativierung des Vorfalls ein gefährliches Signal sende. Wenn Angriffe auf Polizisten heruntergespielt würden, könne dies zukünftige Täter ermutigen.

Der Konflikt ist der erste große Zusammenstoß zwischen Mamdani und der Polizei seit seinem Amtsantritt. Seine Wahl hatte bereits zuvor Besorgnis unter Polizeibeamten ausgelöst, weil er in der Vergangenheit scharfe Kritik an der Polizei geäußert hatte. Viele Beamte befürchten nun, dass politische Überzeugungen die Unterstützung für die Sicherheitskräfte schwächen könnten.

Der Vorfall entwickelt sich damit zu einer politischen Belastungsprobe für die Führung der Stadt. New York ist auf eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen Politik und Polizei angewiesen. Wenn dieses Vertrauen beschädigt wird, betrifft das nicht nur einzelne Beamte, sondern das gesamte Sicherheitssystem der Stadt.



Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Karamccurdy - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:New_York_State_Assemblymember_Zohran_Mamdani.jpg, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=177161728

Artikel veröffentlicht am: Freitag, 27. Februar 2026

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