IDF tötet Dutzende Hisbollah-Terroristen bei Bodenangriffen im Südlibanon
Israelische Bodentruppen gehen gezielt gegen Hisbollah-Stellungen im Südlibanon vor. Bei den Operationen werden Terroristen getötet, Waffenlager zerstört und Infrastruktur der Radwan-Einheiten angegriffen, während Israel gleichzeitig seine militärische Präsenz an der Nordgrenze verstärkt.

Die israelischen Streitkräfte haben in den vergangenen Tagen mehrere gezielte Bodenangriffe gegen Hisbollah-Stellungen im Südlibanon durchgeführt. Nach Angaben der Armee operierte dabei vor allem die 7. Panzerbrigade unter dem Kommando der 36. Division.
Bei den Einsätzen wurden zahlreiche Hisbollah-Terroristen getötet. Gleichzeitig zerstörten israelische Soldaten eine Reihe militärischer Einrichtungen der Terrororganisation. Dazu gehörten Waffenlager, Beobachtungsposten sowie Kommandoeinrichtungen, die zur Planung von Angriffen auf Israel genutzt wurden.
Die Operationen sind Teil einer breiteren militärischen Strategie Israels, die Bedrohung entlang der Nordgrenze zu reduzieren. In den vergangenen Wochen hatte die Hisbollah ihre Aktivitäten in der Grenzregion deutlich verstärkt. Besonders Einheiten der sogenannten Radwan-Truppe bewegten sich zunehmend in Richtung israelischer Gemeinden.
Verstärkte Truppen an der Nordgrenze
Der israelische Generalstabschef Eyal Zamir ordnete deshalb an, die Operationen gegen diese Einheiten zu intensivieren. Parallel dazu werden zusätzliche Soldaten an der Grenze stationiert.
Neben der 7. Panzerbrigade wurden auch Einheiten der Golani-Brigade in die Region verlegt. Die Soldaten befinden sich bereits an der Grenze und warten auf weitere operative Befehle. Ziel der Verstärkung ist es nach Angaben des Militärs, eine zusätzliche Schutzschicht für die Bevölkerung im Norden Israels zu schaffen.
Der Kommandeur der 7. Brigade erklärte in einer Mitteilung an seine Soldaten, die Einsätze dienten dem Schutz der israelischen Bevölkerung. Die Armee werde entschlossen gegen jede Bedrohung vorgehen, um Angriffe auf israelische Gemeinden zu verhindern.
Viele der eingesetzten Soldaten waren zuvor bereits monatelang in Kämpfe gegen die Hamas im Gazastreifen eingebunden. Nun wurden sie erneut mobilisiert, um gegen die Hisbollah im Norden vorzugehen.
Luft- und Artillerieangriffe unterstützen Bodeneinsätze
Parallel zu den Bodenoperationen führt die israelische Luftwaffe weitere Angriffe gegen militärische Infrastruktur der Hisbollah durch.
Nach Angaben der Armee wurden unter anderem Raketenabschussanlagen in der Region Al-Qatrani angegriffen. Von diesen Positionen aus hatten Hisbollah-Terroristen geplant, Raketen auf israelische Städte abzufeuern.
Auch Kommandozentren der Radwan-Einheiten wurden angegriffen. Diese Einrichtungen dienten laut israelischen Angaben der Planung von Terrorangriffen gegen israelische Zivilisten.
Artillerieeinheiten unterstützen die Bodentruppen zusätzlich. Durch den Beschuss sollen Bewegungen der Hisbollah erschwert und israelische Einheiten bei ihren Operationen abgesichert werden.
Mögliche diplomatische Gespräche im Hintergrund
Während die Kämpfe im Süden des Libanon weitergehen, gibt es gleichzeitig diplomatische Bewegung. Berichten zufolge hat die libanesische Regierung einem französischen Vorschlag zugestimmt, der als Grundlage für Gespräche mit Israel dienen könnte.
Der Plan soll eine Beendigung der aktuellen Kämpfe ermöglichen und gleichzeitig einen Rückzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon vorsehen. In dem Rahmen könnte erstmals auch eine offizielle Anerkennung Israels durch den Libanon diskutiert werden.
Israel und die Vereinigten Staaten prüfen den Vorschlag derzeit.
Parallel dazu bereitet sich Israel weiterhin militärisch auf eine mögliche Ausweitung der Bodenoperationen vor. Sicherheitskreise gehen davon aus, dass eine größere Operation im Gebiet südlich des Litani-Flusses möglich ist. Ziel wäre es, dort die militärische Infrastruktur der Hisbollah dauerhaft zu zerstören.
Die aktuelle Eskalation wurde ausgelöst, nachdem die Hisbollah in Abstimmung mit dem iranischen Regime mehr als zweihundert Raketen auf Israel abgefeuert hatte.
Israel macht deutlich, dass die Bedrohung durch die Hisbollah entlang der Nordgrenze nicht akzeptiert wird. Die Operationen im Südlibanon sollen verhindern, dass sich die Terrororganisation weiter unmittelbar an der Grenze festsetzt und Angriffe auf israelische Städte vorbereitet.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: IDF
Artikel veröffentlicht am: Sonntag, 15. März 2026