Iran fordert Vertrauen in Genf ein Regime mit Geschichte aus Lügen, Täuschung und gebrochenen Atomabkommen


Während iranische Diplomaten in der Schweiz verhandeln, erinnert sich Israel an geheime Anlagen, verbotene Anreicherung und systematische Täuschung. Die zentrale Frage ist nicht, was Iran heute verspricht, sondern warum irgendjemand diesen Versprechen noch glauben sollte.

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Die neue Gesprächsrunde zwischen den Vereinigten Staaten und dem iranischen Regime hat am Donnerstag in Genf begonnen. Vermittelt durch den omanischen Außenminister Badr bin Hamad al-Busaidi treffen amerikanische Vertreter und Irans Außenminister Abbas Araghchi aufeinander, um über das iranische Atomprogramm zu sprechen. Offiziell signalisiert Teheran Kompromissbereitschaft. Doch bei genauer Betrachtung zeigt sich ein Muster, das Israel seit Jahrzehnten kennt: Iran verspricht Begrenzung, lehnt aber jede echte Kontrolle ab.

Iran erklärte zu Beginn der Gespräche, man sei bereit, die Urananreicherung zeitweise einzuschränken und niedrigere Anreicherungsgrade unter internationaler Aufsicht zu akzeptieren. Gleichzeitig stellte das Regime klar, dass es niemals auf Urananreicherung verzichten werde, keine nuklearen Anlagen abbauen werde und seine Raketenprogramme nicht zur Diskussion stehen. Genau diese Raketen sind jedoch entscheidend, weil sie die Trägersysteme für Atomwaffen darstellen.

Für Israel ist diese Position kein Zeichen von Kompromissbereitschaft, sondern eine Wiederholung bekannter Täuschungsstrategien.

Die Geschichte liefert dafür eindeutige Beweise.

Im Jahr 2002 wurde bekannt, dass Iran heimlich die Nuklearanlagen in Natanz und Arak aufgebaut hatte. Diese Anlagen waren jahrelang vor der Welt verborgen worden. Iran hatte gleichzeitig öffentlich behauptet, kein militärisches Atomprogramm zu verfolgen. Erst durch Enthüllungen wurde das geheime Programm sichtbar.

Auch das Atomabkommen von 2015 änderte dieses Verhalten nicht grundlegend. Zwar verpflichtete sich Iran damals, seine Aktivitäten einzuschränken, doch bereits wenige Jahre später begann das Regime wieder, Uran auf höhere Werte anzureichern. Besonders alarmierend ist die Anreicherung auf 60 Prozent, ein Wert, der technisch nur noch einen kurzen Schritt von waffenfähigem Material entfernt ist.

Die Internationale Atomenergiebehörde dokumentierte wiederholt Verstöße, fehlende Kooperation und verweigerten Zugang zu bestimmten Anlagen. Inspektoren berichteten, dass Iran Fragen zu gefundenem Uranmaterial nicht beantwortete und bestimmte Aktivitäten verschleierte.

Ein besonders entscheidender Moment kam 2018, als Israel eine geheime iranische Nukleararchivsammlung sicherstellte. Diese Dokumente belegten detailliert, dass Iran aktiv an der Entwicklung von Atomwaffen gearbeitet hatte und dieses Wissen systematisch archivierte, anstatt es zu zerstören. Für Israel war dies der endgültige Beweis, dass das Programm nie wirklich beendet worden war.

Auch aktuell bleiben zentrale Fakten bestehen.

Iran besitzt weiterhin umfangreiche Uranbestände. Iran besitzt weiterhin funktionierende Anreicherungsanlagen. Iran entwickelt weiterhin Raketen mit großer Reichweite.

Gleichzeitig fordert das Regime die Aufhebung von Sanktionen.

Diese Kombination aus Forderungen und gleichzeitiger Weigerung, entscheidende Fähigkeiten aufzugeben, zeigt das grundlegende Problem.

Israel hat die Konsequenzen iranischer Täuschung nicht nur auf diplomatischer Ebene erlebt. Iran finanziert und bewaffnet Terrororganisationen in der gesamten Region, darunter Hisbollah und andere Stellvertreter. Diese Gruppen greifen Israel direkt an. Für Jerusalem ist das Atomprogramm daher keine theoretische Bedrohung, sondern eine existenzielle Gefahr.

Auch die aktuelle Verhandlungsposition Irans bestätigt diese Realität. Teheran bietet keine vollständige Aufgabe seines Programms an. Stattdessen bietet es zeitlich begrenzte Einschränkungen an, während die grundlegende Fähigkeit erhalten bleibt.

Genau das ist der Kern der Strategie.

Zeit gewinnen. Sanktionen lockern lassen. Infrastruktur behalten.

Für Israel ist deshalb nicht entscheidend, was in Genf gesagt wird. Entscheidend ist, was Iran in den vergangenen zwanzig Jahren getan hat.

Ein Regime, das geheime Anlagen baut, Inspektionen behindert und verbotene Programme archiviert, fordert nun erneut Vertrauen.

Die Gespräche in Genf sind deshalb nicht nur Verhandlungen über Technik. Sie sind ein Test dafür, ob die Welt aus der Vergangenheit gelernt hat.

Israel kann es sich nicht leisten, diese Geschichte zu vergessen.



Autor: David Goldberg
Bild Quelle: By Imagery from LANCE FIRMS operated by NASA"s Earth Science Data and Information System (ESDIS) with funding provided by NASA Headquarters. - https://firms.modaps.eosdis.nasa.gov/map/#d:2025-06-19;l:fires_all,earth;@51.73,33.73,14.00z, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=168317651

Artikel veröffentlicht am: Donnerstag, 26. Februar 2026

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