Huckabee stellt klar: Amerika und Israel können sich keine Scheidung leisten


Während in Washington neue Zweifel an der Israel-Bindung wachsen, setzt US-Botschafter Mike Huckabee ein klares Zeichen. Für ihn ist die Allianz kein Zweckbündnis auf Zeit, sondern eine Partnerschaft aus Geschichte, Werten, Sicherheit und gemeinsamer Zukunft.

Huckabee stellt klar: Amerika und Israel können sich keine Scheidung leisten
Bildnachweis: DHSgov

Mike Huckabee hat ein Bild gewählt, das jeder versteht. Die Beziehung zwischen Amerika und IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen sei wie eine Ehe, sagte der US-Botschafter in Israel bei einer Veranstaltung des Israeli-American Council in Tel Aviv. Wenn ihn jemand frage, ob sich beide Länder trennen könnten, antworte er: keine Chance. Beide Seiten könnten sich die „Alimente“ einer Scheidung nicht leisten.

Das klingt humorvoll. Politisch ist es ernst gemeint. In einer Phase, in der über Risse zwischen Washington und JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen gesprochen wird, in der Vizepräsident J. D. Vance Israel immer öfter als Last amerikanischer Machtpolitik erscheinen lässt und in der der Iran-Krieg neue Spannungen in der republikanischen Rechten freigelegt hat, ist Huckabees Botschaft eindeutig: Die USA wären töricht, Israel preiszugeben – und Israel wäre töricht, den Wert dieser Partnerschaft zu unterschätzen.

Huckabee sagte, er halte es für ausgeschlossen, dass die historische Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und Israel zerbreche. Sie sei zu tief in gemeinsamen Werten, Geschichte und strategischen Interessen verwurzelt. Wer glaube, Amerika und Israel könnten sich einfach voneinander entfernen, verstehe die Natur dieser Verbindung nicht. Die Jerusalem Post zitierte ihn mit den Worten, beide Länder seien „nicht so dumm“, diese außergewöhnliche Partnerschaft aufzugeben.

Der Satz kommt zur richtigen Zeit. Denn die alte Gewissheit, dass Israel in Washington immer auf feste Unterstützung zählen kann, steht unter Druck. In Teilen der Demokratischen Partei wächst offene Feindseligkeit gegenüber Israel. Auf der republikanischen Seite wiederum wird unter dem Schlagwort „America First“ stärker gefragt, was Israel Amerika kostet. Huckabee stellt diesem kalten Rechnen eine andere Sicht entgegen: Israel ist nicht nur Empfänger amerikanischer Hilfe, sondern ein zentraler Partner in einer gefährlichen Region.

Das ist der entscheidende Punkt. Die Allianz mit Israel ist kein einseitiges Geschenk. Israel liefert den USA strategische Tiefe, militärische Erfahrung, Geheimdienstinformationen, technologische Innovation, regionale Verlässlichkeit und einen demokratischen Anker im Nahen Osten. Wer diese Partnerschaft auf eine Haushaltszeile reduziert, versteht nicht, was auf dem Spiel steht. In einer Region, in der Iran seine Stellvertreter bewaffnet, China und Russland Einfluss suchen und islamistische Bewegungen Staaten unterwandern, ist Israel für Amerika nicht Ballast. Israel ist Stabilität.

Huckabee ging noch weiter. Er sprach von den jüdisch-christlichen Grundlagen Amerikas und der Rolle der hebräischen Bibel für die amerikanische Gründungsgeschichte. Man muss diese religiöse Sprache nicht in jeder Einzelheit teilen, um den politischen Kern zu erkennen: Für viele Amerikaner ist die Beziehung zu Israel nicht nur strategisch, sondern kulturell und historisch aufgeladen. Sie reicht tiefer als aktuelle Umfragen, Wahlkampfparolen oder Streit über einzelne Regierungsentscheidungen.

Gerade deshalb ist diese Rede wichtig. Sie erinnert daran, dass die US-Israel-Beziehung mehr ist als die Summe aktueller Konflikte. Ja, Washington und Jerusalem streiten. Ja, amerikanische Regierungen haben eigene Interessen. Ja, Israel muss damit rechnen, dass nicht jeder Schritt in Washington begrüßt wird. Aber ein Bündnis zerbricht nicht an Meinungsverschiedenheiten, wenn beide Seiten wissen, warum es besteht.

Huckabee spricht dabei nicht als neutraler Beobachter. Er ist ein erklärter Unterstützer Israels, evangelikaler Konservativer und seit Jahren ein enger Freund des jüdischen Staates. Seine Worte werden Gegner Israels nicht überzeugen. Aber sie sind ein Signal an jene, die in Jerusalem fürchten, dass Amerika innerlich müde wird. Es gibt in Washington weiter Kräfte, die nicht nur taktisch, sondern grundsätzlich an Israels Seite stehen.

Das darf Israel nicht beruhigen im Sinne von Sorglosigkeit. Die politische Landschaft in den USA verändert sich. Junge Wähler, linke Aktivisten, isolationistische Rechte und Teile der außenpolitischen Elite betrachten Israel zunehmend kühler. Die Allianz muss verteidigt, erklärt und erneuert werden. Doch Huckabee zeigt: Sie ist nicht verloren. Sie hat Fürsprecher, Gewicht und tiefe Wurzeln.

Vielleicht liegt gerade darin die Stärke seines Ehebildes. Eine gute Ehe lebt nicht davon, dass es nie Streit gibt. Sie lebt davon, dass beide Seiten wissen, warum sie zusammengehören. Amerika und Israel können sich Streit leisten. Was sie sich nicht leisten können, ist die Illusion, getrennt sicherer, stärker oder freier zu sein.

Für Israel ist diese Botschaft wichtig. Für Amerika auch.



Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Dienstag, 30. Juni 2026

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