Hisbollah-Rakete trifft Deir al-Asad: Sechs Verletzte im Norden Israels
Nach stundenlangem Beschuss aus dem Libanon schlägt eine Rakete in einer Ortschaft in Galiläa ein. Mehrere Menschen werden verletzt, weitere erleiden Schockreaktionen.

Die Angriffe zeigen, dass der Norden Israels weiterhin unter Druck steht. Auch Einschläge in offenen Gebieten bleiben gefährlich.
Am Sonntagnachmittag wurden im arabischen Ort Deir al-Asad im Norden Israels sechs Menschen verletzt, nachdem eine Rakete aus dem Libanon eingeschlagen war. Zuvor hatten in der gesamten Region Sirenen ausgelöst, nachdem die Hisbollah über mehrere Stunden hinweg Raketen in Richtung Israel abgefeuert hatte.
Nach Angaben des Rettungsdienstes wurden die sechs Verletzten mit leichten Verletzungen durch die Druckwelle in das Krankenhaus in Nahariya gebracht. Zusätzlich mussten mehrere Personen vor Ort wegen Schockzuständen behandelt werden.
Die Rakete schlug in einem offenen Gebiet ein, dennoch reichte die Explosion aus, um Schäden zu verursachen und Menschen zu verletzen. Der Vorfall verdeutlicht erneut, dass auch Einschläge außerhalb dicht besiedelter Bereiche erhebliche Auswirkungen haben können.
Der Angriff war Teil einer längeren Serie von Raketenbeschuss aus dem Libanon. Unter anderem wurden zwei Salven in Richtung der Region Meron abgefeuert, jeweils mit mehreren Raketen. Ein Teil der Geschosse konnte abgefangen werden, andere schlugen in offenen Gebieten ein. In diesen Fällen wurden keine weiteren Verletzten gemeldet.
Parallel dazu setzte Israel seine militärischen Operationen im Libanon fort. Berichten zufolge wurde ein Gebäude in den südlichen Vororten von Beirut angegriffen, nachdem zuvor eine Evakuierungswarnung ausgesprochen worden war. Das Gebiet gilt als Hochburg der Hisbollah.
Die israelischen Streitkräfte hatten zudem zuvor offengelegt, dass seit Beginn der Operation „Schagat HaAri“ zahlreiche Raketen in unmittelbarer Nähe von UN-Stellungen im Südlibanon eingeschlagen sind. Israel wirft der Hisbollah vor, bewusst in der Nähe internationaler Kräfte zu operieren und diese damit zu gefährden.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot X
Artikel veröffentlicht am: Sonntag, 5. April 2026