Hisbollah-Rakete trifft Deir al-Asad: Sechs Verletzte im Norden Israels
Nach stundenlangem Beschuss aus dem Libanon schlägt eine Rakete in einer Ortschaft in Galiläa ein. Mehrere Menschen werden verletzt, weitere erleiden Schockreaktionen.
Die Angriffe zeigen, dass der Norden Israels weiterhin unter Druck steht. Auch Einschläge in offenen Gebieten bleiben gefährlich.
Am Sonntagnachmittag wurden im arabischen Ort Deir al-Asad im Norden Israels sechs Menschen verletzt, nachdem eine Rakete aus dem Libanon eingeschlagen war. Zuvor hatten in der gesamten Region Sirenen ausgelöst, nachdem die HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen über mehrere Stunden hinweg Raketen in Richtung IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen abgefeuert hatte.
Nach Angaben des Rettungsdienstes wurden die sechs Verletzten mit leichten Verletzungen durch die Druckwelle in das Krankenhaus in Nahariya gebracht. Zusätzlich mussten mehrere Personen vor Ort wegen Schockzuständen behandelt werden.
Die Rakete schlug in einem offenen Gebiet ein, dennoch reichte die Explosion aus, um Schäden zu verursachen und Menschen zu verletzen. Der Vorfall verdeutlicht erneut, dass auch Einschläge außerhalb dicht besiedelter Bereiche erhebliche Auswirkungen haben können.
Der Angriff war Teil einer längeren Serie von Raketenbeschuss aus dem Libanon. Unter anderem wurden zwei Salven in Richtung der Region Meron abgefeuert, jeweils mit mehreren Raketen. Ein Teil der Geschosse konnte abgefangen werden, andere schlugen in offenen Gebieten ein. In diesen Fällen wurden keine weiteren Verletzten gemeldet.
Parallel dazu setzte Israel seine militärischen Operationen im Libanon fort. Berichten zufolge wurde ein Gebäude in den südlichen Vororten von Beirut angegriffen, nachdem zuvor eine Evakuierungswarnung ausgesprochen worden war. Das Gebiet gilt als Hochburg der Hisbollah.
Die israelischen Streitkräfte hatten zudem zuvor offengelegt, dass seit Beginn der Operation „Schagat HaAri“ zahlreiche Raketen in unmittelbarer Nähe von UN-Stellungen im Südlibanon eingeschlagen sind. Israel wirft der Hisbollah vor, bewusst in der Nähe internationaler Kräfte zu operieren und diese damit zu gefährden.
Autor: Redaktion
Artikel veröffentlicht am: Sonntag, 5. April 2026