Iranische Streumunition trifft Zentrum Israels und beschädigt Wohnhaus in Ramat Gan
Eine Rakete mit Streumunition erreicht das Herz des Landes und verursacht Schäden in dicht besiedelten Städten. Trotz mehrerer Einschläge bleibt die Zahl der Verletzten gering.

Am Donnerstagabend wurde das Zentrum Israels erneut Ziel eines Raketenangriffs aus Iran. Nach Angaben israelischer Rettungskräfte handelte es sich bei der eingesetzten Rakete um eine mit Streumunition bestückte Waffe. In mehreren Städten waren laute Explosionen zu hören, während die Luftabwehr versuchte, die Bedrohung abzufangen.
In Ramat Gan wurde ein Wohnhaus durch die Auswirkungen des Angriffs beschädigt. Gleichzeitig gingen bei Einsatzkräften zahlreiche Meldungen über mögliche Einschläge ein. Betroffen waren unter anderem Tel Aviv, Givat Shmuel und Bnei Brak. Einsatzteams suchten mehrere Orte ab, an denen Trümmerteile niedergegangen sein könnten.
Der Rettungsdienst Magen David Adom berichtete, dass in Givat Shmuel ein Fragment eines Abfangsystems auf den Boden gefallen sei. Solche Fragmente entstehen, wenn abgefangene Raketen oder deren Teile in der Luft zerbrechen und anschließend in bewohnten Gebieten niedergehen. Trotz der Gefahrenlage gab es in diesem Fall keine Todesopfer.
In Petah Tikva entstand durch eine Explosion ein größerer Krater, der erhebliche Schäden an Gebäuden und Infrastruktur verursachte. Nach Einschätzung der israelischen Armee detonierte dort der Gefechtskopf einer iranischen Rakete. Zwei Personen wurden leicht verletzt und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Auch in Mazkeret Batya wurde eine Person durch umherfliegende Glassplitter leicht verletzt.
Parallel zu diesem Angriff wurden Sirenen in Hunderten Orten im ganzen Land ausgelöst. Neben Raketen aus Iran wurden auch Abschüsse aus dem Libanon und aus dem Jemen registriert. Eine aus dem Jemen gestartete Rakete konnte abgefangen werden, ohne Schäden oder Verletzte zu verursachen.
Der Einsatz von Streumunition markiert eine weitere Entwicklung in der Art der Angriffe. Solche Gefechtsköpfe zerlegen sich in zahlreiche kleinere Sprengkörper, die sich über eine größere Fläche verteilen. Für dicht besiedelte Gebiete erhöht sich dadurch das Risiko, da nicht nur ein einzelner Einschlagspunkt betroffen ist, sondern mehrere Orte gleichzeitig.
Die Ereignisse des Abends zeigen erneut, wie breit die Bedrohungslage derzeit angelegt ist. Während die israelische Luftabwehr einen Teil der Angriffe abfangen kann, bleiben Schäden und vereinzelte Verletzungen nicht aus. Für die Bevölkerung im Zentrum des Landes bedeutet dies eine unmittelbare Konfrontation mit einem Konflikt, der längst nicht mehr auf Randregionen beschränkt ist.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Gemeinde Petah Tikva
Artikel veröffentlicht am: Freitag, 3. April 2026