Iranische Raketen treffen Zentralisrael: Einschläge in Rischon LeZion, Lod und Shoham


Iranische Raketen haben erneut Zentralisrael erreicht. In mehreren Städten wurden Einschläge und Schäden gemeldet, Rettungskräfte suchten Gebäude nach möglichen Opfern ab. Eine Frau wurde verletzt.

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Am Montagvormittag heulten in weiten Teilen Zentralisraels erneut die Sirenen. Iran hatte eine weitere Raketenwelle gestartet. Kurz darauf meldeten Einsatzkräfte mehrere Einschlagsorte in Städten rund um Tel Aviv, darunter Rischon LeZion, Lod und Shoham.

Nach Angaben der israelischen Feuerwehr und Rettungsdienste wurden landesweit mindestens zehn Orte durch Trümmerteile abgefangener Raketen oder durch Teile einer Streumunition beschädigt. Besonders stark betroffen war Rischon LeZion, wo allein sieben Einschlagsorte registriert wurden. Weitere Schäden wurden auf der Schnellstraße 431 sowie in Lod und Shoham gemeldet.

Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte rückten zu mehreren Einsatzstellen aus. In Shoham und Rischon LeZion durchsuchten Teams Wohngebäude, Höfe und umliegende Bereiche, um auszuschließen, dass Menschen unter Trümmern eingeschlossen sein könnten. Nach Abschluss der Sucharbeiten bestätigten die Einsatzkräfte, dass sich niemand in den beschädigten Gebäuden befand.

In einem Wohngebiet von Shoham schlugen Raketenteile in einem Garten ein und verursachten Sachschäden. Die lokale Sicherheitsbehörde forderte Bewohner auf, in ihren Häusern zu bleiben, damit Rettungskräfte ungehindert arbeiten können.

Eine Frau in ihren Dreißigern wurde leicht verletzt. Sanitäter von Magen David Adom behandelten sie vor Ort und brachten sie anschließend in das Shamir-Asaf-Harofeh-Krankenhaus. Nach Angaben der Rettungskräfte hielt sich die Frau während des Einschlags in einem Schutzraum auf. Sie erlitt nur leichte Verletzungen sowie einen Schock.

Ein Ersthelfer schilderte, die Einsatzkräfte seien an einem Ort mit zerstörten Fenstern, Rauch und Trümmern eingetroffen. Während der Durchsuchung entdeckten sie die Frau im Schutzraum zusammen mit ihrem Hund. Die Situation zeige erneut, wie entscheidend es sei, bei Sirenen sofort Schutzräume aufzusuchen.

Polizei und Sprengstoffexperten sperrten mehrere Bereiche ab, um Raketenteile und Abfangfragmente zu sichern. Die Behörden warnten die Bevölkerung ausdrücklich davor, sich Einschlagstellen zu nähern oder Metallteile zu berühren. Solche Trümmer könnten weiterhin gefährlich sein.

Der iranische Revolutionsgarden-Kommandobereich erklärte in einer Stellungnahme, die jüngste Angriffswelle habe Ziele im Raum Tel Aviv sowie in der Umgebung des Ben-Gurion-Flughafens getroffen. Genannt wurden unter anderem Einrichtungen der israelischen Luftfahrtindustrie sowie Infrastruktur zur Unterstützung von Luftbetankung.

Unabhängige Bestätigungen für diese Behauptungen gibt es nicht. Israelische Behörden berichteten lediglich über Einschläge von Raketenteilen und Schäden durch Trümmer.

Der Angriff reiht sich in eine Serie von Raketenwellen ein, die Iran seit Beginn der aktuellen militärischen Auseinandersetzung gegen Israel gestartet hat. Das israelische Luftverteidigungssystem konnte einen Großteil der Raketen abfangen. Dennoch führen einzelne Einschläge oder herabfallende Trümmer immer wieder zu Schäden.

Die Ereignisse zeigen erneut die Grenzen selbst hochentwickelter Luftverteidigung. Abfangsysteme können viele Raketen zerstören, doch Trümmerteile oder einzelne durchbrechende Geschosse erreichen weiterhin israelisches Gebiet.

Für die Zivilbevölkerung bleibt deshalb die wichtigste Schutzmaßnahme unverändert: bei Sirenen sofort Schutzräume aufzusuchen und den Anweisungen der Behörden zu folgen. Wie der aktuelle Vorfall zeigt, kann genau diese Reaktion Leben retten.



Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Montag, 16. März 2026

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