Iranische Raketen über Zentralisrael abgefangen, Trümmer setzen Wohnhaus in Brand


Sirenen heulen erneut über dem Zentrum Israels, während iranische Raketen auf das Land abgefeuert werden. Abgefangene Geschosse verhindern größere Schäden, doch herabfallende Trümmer treffen ein Wohngebiet und lösen ein Feuer aus.

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Am Freitagabend wurde Zentralisrael erneut Ziel iranischer Raketenangriffe. Nachdem mehrere ballistische Raketen aus Iran gestartet worden waren, löste das israelische Militär Luftalarm in zahlreichen Städten aus. Die meisten der Geschosse konnten durch die israelische Luftabwehr abgefangen werden, dennoch kam es zu Schäden durch herabfallende Trümmerteile.

In einem Wohngebiet im Zentrum des Landes trafen Splitter eines abgefangenen Geschosses ein Gebäude und setzten Teile des Daches in Brand. Feuerwehr und Rettungsdienste rückten sofort aus, um das Feuer zu löschen und das Gebäude zu sichern. Einsatzkräfte durchsuchten anschließend die betroffenen Wohnungen, um sicherzustellen, dass sich keine Menschen mehr im Gebäude befanden.

Soldaten des Heimatschutzkommandos der israelischen Armee trafen ebenfalls am Einschlagsort ein, um gemeinsam mit Feuerwehr und Polizei eine Lageeinschätzung vorzunehmen. Nach Angaben der Polizei wurden keine Verletzten gemeldet.

Auch im Großraum Tel Aviv wurden herabfallende Trümmerteile registriert. Polizeieinheiten sperrten mehrere Bereiche ab und sicherten die Fundorte. Der israelische Rettungsdienst entsandte Teams zu mehreren Orten, nachdem Hinweise auf mögliche Einschläge eingegangen waren.

Die Raketenangriffe aus Iran sind Teil der anhaltenden militärischen Konfrontation zwischen beiden Staaten. Seit Beginn des Krieges kommt es regelmäßig zu Angriffswellen, bei denen iranische Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert werden.

Präsident Herzog besucht Ort des Raketenangriffs im Norden

Während Zentralisrael erneut unter Beschuss stand, besuchte der israelische Präsident Isaac Herzog am Freitag den Ort eines schweren Einschlags im nordisraelischen Ort Zarzir. Dort hatte am Morgen eine iranische Rakete mehrere Gebäude getroffen.

Herzog betonte bei seinem Besuch die gemeinsame Widerstandskraft der israelischen Gesellschaft. In Zarzir leben jüdische und arabische Bürger eng zusammen. Genau diese Realität, sagte der Präsident, zeige das wahre Gesicht Israels.

Er erklärte außerdem, dass die Angriffe Irans nicht nur Juden, sondern auch muslimische Bürger Israels treffen. Raketen aus Iran und aus dem Libanon bedrohten alle Menschen im Land gleichermaßen.

Der Präsident warnte zugleich, dass Iran einen schweren Fehler begehe, wenn das Regime glaube, Israel durch solche Angriffe einschüchtern zu können. Israel werde seine militärischen Operationen fortsetzen und weiterhin gegen iranische Kräfte sowie deren Verbündete vorgehen.

Weitere Angriffe aus dem Libanon

Parallel zu den iranischen Raketenangriffen kam es auch am Freitag zu weiteren Attacken aus dem Libanon. Die Terrororganisation Hezbollah setzte ihre Angriffe auf den Norden Israels fort.

Bei einer Angriffswelle wurden zwei Menschen verletzt. Eine 50-jährige Frau erlitt Splitterverletzungen an den Gliedmaßen. Ein 60-jähriger Mann wurde durch die Druckwelle einer Explosion verletzt. Beide kamen mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.

Schwerer Raketenangriff am Morgen

Bereits in den frühen Morgenstunden war es zu einem besonders schweren Angriff gekommen. Bei einer iranischen Rakete, die im Norden Israels einschlug, wurden insgesamt 58 Menschen verletzt.

Nach Angaben des Rettungsdienstes wurde eine Person mittelschwer verletzt, während 57 weitere Menschen durch Glassplitter oder herumfliegende Trümmer leichte Verletzungen erlitten.

Die Rakete schlug in der Nähe mehrerer Wohnhäuser ein und beschädigte eines der Gebäude schwer. Auch mehrere Fahrzeuge wurden zerstört. Zusätzlich brach ein Brand aus, der sich schnell auf ein angrenzendes Feld ausbreitete, bevor Feuerwehrkräfte das Feuer unter Kontrolle bringen konnten.

Die Ereignisse zeigen erneut, wie stark der Alltag in Israel derzeit von Raketenangriffen geprägt ist. Während die Luftabwehr viele Geschosse abfangen kann, bleiben Schäden durch Einschläge und Trümmerteile ein ständiges Risiko für die Bevölkerung.



Autor: David Goldberg

Artikel veröffentlicht am: Freitag, 13. März 2026

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