Iranische Raketenangriffe brechen um 92 Prozent ein


Zehn Tage nach Beginn der militärischen Operation gegen das iranische Regime zeigen die militärischen Daten ein klares Bild. Die Zahl der iranischen Raketenstarts ist dramatisch eingebrochen. Doch der Rückgang bedeutet nicht das Ende der Gefahr. Experten warnen bereits vor einer neuen Phase des Konflikts.

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Die militärische Bilanz der ersten zehn Tage des Krieges gegen das iranische Regime zeigt eine Entwicklung, die selbst viele Militäranalysten überrascht hat. Während Teheran zu Beginn des Konflikts eine massive Welle von Raketen und Drohnen gegen Israel und andere Ziele in der Region startete, ist diese Fähigkeit inzwischen nahezu zusammengebrochen.

Am ersten Kriegstag feuerten iranische Kräfte rund 480 ballistische Raketen ab. Zehn Tage später lag diese Zahl nur noch bei etwa 40. Auch bei Drohnen zeigt sich derselbe Trend. Von ursprünglich etwa 720 gestarteten Drohnen sank die Zahl auf rund 60. Damit ist die Angriffskapazität des Regimes um etwa 92 Prozent gefallen.

Der Grund liegt nicht in einer taktischen Pause oder einem bewussten Zurückhalten von Waffen. Vielmehr zerstören israelische und amerikanische Streitkräfte systematisch die militärische Infrastruktur, die für diese Angriffe notwendig ist.

Nach militärischen Angaben wurden inzwischen mehr als 3.000 Ziele im gesamten Iran angegriffen. Dabei fanden Luftschläge in 30 der 31 iranischen Provinzen statt. Die israelische Luftwaffe flog über 2.600 Einsätze in etwa 150 Angriffswellen und setzte rund 6.500 Präzisionswaffen ein.

Besonders entscheidend ist der Verlust der iranischen Raketenabschussanlagen. Mehr als 60 Prozent dieser Systeme gelten inzwischen als zerstört oder unbrauchbar. Ohne diese Infrastruktur kann selbst ein großes Raketenarsenal nicht mehr effektiv eingesetzt werden.

Auch die militärische Marine des Regimes hat schwere Verluste erlitten. Insgesamt wurden 43 Kriegsschiffe zerstört oder schwer beschädigt. Darunter befanden sich größere Einheiten der iranischen Flotte. Gleichzeitig wurden große Teile der iranischen Luftabwehr ausgeschaltet. Militärische Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 80 Prozent der Systeme außer Gefecht gesetzt wurden.

Der militärische Druck wirkt sich direkt auf das Gefechtsfeld aus. Während Iran zu Beginn des Krieges noch in der Lage war, hunderte Raketen innerhalb weniger Stunden zu starten, sinkt diese Zahl nun täglich weiter. Militäranalysten gehen davon aus, dass die Zahl der Raketenstarts innerhalb der nächsten Tage möglicherweise unter zwanzig pro Tag fallen könnte.

Dennoch ist die Bedrohung keineswegs verschwunden. Selbst eine kleine Zahl von Raketen kann weiterhin Schaden anrichten. Zudem verfügt das Regime noch über verbliebene Abschussanlagen sowie versteckte Waffenbestände.

Ein weiterer Faktor verändert den Charakter des Konflikts. Iran verteilt seine Angriffe nicht mehr ausschließlich auf Israel. Stattdessen richtet sich ein Großteil der Raketen- und Drohnenangriffe gegen Staaten am Persischen Golf.

Die Vereinigten Arabischen Emirate wurden bislang am stärksten getroffen. Dort schlugen nach militärischen Auswertungen insgesamt 1.468 Raketen und Drohnen ein oder wurden abgefangen. Israel liegt mit rund 392 Projektilen deutlich darunter. Auch Kuwait, Bahrain, Katar und Saudi-Arabien gerieten unter Beschuss.

Diese Strategie verfolgt ein klares Ziel. Teheran versucht, wirtschaftlichen Druck auf amerikanische Verbündete auszuüben und damit politischen Druck auf Washington aufzubauen.

Besonders die Energieinfrastruktur im Golf steht im Fokus. Raffinerien wurden beschädigt, Häfen teilweise geschlossen und wichtige Energieanlagen getroffen. Die Folgen sind bereits auf den Weltmärkten sichtbar. Der Ölpreis stieg zeitweise auf über 119 Dollar pro Barrel.

Neben der militärischen Dimension wächst auch die Sorge vor einer neuen Form der Eskalation. Geheimdienste warnen, dass das Regime verstärkt auf asymmetrische Mittel zurückgreifen könnte. Dazu gehören Cyberangriffe, Sabotage durch Agentennetzwerke oder Terroranschläge außerhalb der Region.

Hinzu kommt eine weitere Entwicklung, die international Aufmerksamkeit erregt. Ein iranischer Flugkörper näherte sich kürzlich dem türkischen Luftraum und wurde von NATO-Luftabwehrsystemen abgefangen. Es war das erste Mal, dass ein iranischer Angriff direkt von NATO-Einheiten gestoppt wurde.

Sollte ein weiterer Vorfall dieser Art passieren, könnte dies eine neue politische Dynamik auslösen. Die Türkei ist Mitglied der NATO. Ein direkter Angriff könnte daher theoretisch Konsultationen innerhalb des Bündnisses auslösen.

Währenddessen verschlechtert sich auch die Lage innerhalb Irans selbst. Mehr als hunderttausend Menschen gelten als vertrieben, tausende wurden verletzt oder getötet. Gleichzeitig kontrolliert das Regime mit massiver Präsenz von Sicherheitskräften die Städte.

Viele Beobachter gehen davon aus, dass der militärische Zusammenbruch der iranischen Raketenangriffe nur eine Phase des Konflikts markiert. Wenn die klassische militärische Stärke schwindet, greifen autoritäre Systeme häufig zu anderen Mitteln.

Die kommenden Wochen könnten deshalb weniger durch große Raketenangriffe geprägt sein, sondern durch verdeckte Operationen, Terroranschläge oder regionale Stellvertreterkonflikte.

Der militärische Vorteil für Israel und seine Verbündeten wächst damit sichtbar. Doch gleichzeitig wird deutlich, dass ein Krieg dieser Größenordnung nicht einfach endet, nur weil eine Seite ihre konventionelle Schlagkraft verliert.

Thematische Einordnung


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot X

Artikel veröffentlicht am: Mittwoch, 11. März 2026

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