Iraner sagen offen Sie hoffen auf Israels Luftwaffe gegen das Regime


Ein Mann aus Teheran spricht aus, was viele im Iran nur flüstern. Er sagt, Israels Luftwaffe treffe präzise das Regime, während die eigene Führung das eigene Volk vernichtet.

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Mitten im Herzen des Iran wächst eine Realität, die das Fundament der Islamischen Republik erschüttert. Während die Führung in Teheran Israel täglich mit Vernichtung droht, sagen immer mehr Iraner etwas völlig anderes. Sie hoffen nicht auf Schutz durch ihr Regime, sondern auf dessen Ende. Und manche verbinden diese Hoffnung ausgerechnet mit Israel.

Ein Bewohner der Hauptstadt Teheran, der aus Angst um sein Leben anonym bleiben muss und sich Ali nennt, schilderte in einem Interview eine erschütternde Sicht aus dem Inneren des Landes. Seine Worte zeigen eine tiefe Verzweiflung und gleichzeitig eine bemerkenswerte Klarheit. Er erklärte, viele Iraner warteten jeden Tag auf einen Schlag gegen das Regime. Doch wenn es dazu komme, würden sie einen israelischen Angriff einem amerikanischen vorziehen.

Seine Begründung ist ebenso einfach wie erschütternd. Er sagte, die israelischen Angriffe im vergangenen Jahr hätten sich gezielt gegen die Machtzentren des Regimes gerichtet. Getroffen worden seien Kommandeure, Einrichtungen der Revolutionsgarden und militärische Infrastruktur. Normale Bürger und zivile Einrichtungen seien nicht das Ziel gewesen. Ganz anders sei die Wahrnehmung amerikanischer Kriege. Diese würden im kollektiven Gedächtnis vieler Iraner mit massiver Zerstörung verbunden, wie in Irak oder Afghanistan.

Diese Aussagen sind mehr als eine persönliche Meinung. Sie spiegeln ein wachsendes Gefühl wider, dass die größte Bedrohung für viele Iraner nicht von außen kommt, sondern aus Teheran selbst. Ali beschreibt, wie Sicherheitskräfte Proteste mit brutaler Gewalt niederschlagen. Er spricht von zehntausenden Toten und Verletzten in den vergangenen Wochen. Studenten würden verschleppt, gefoltert oder getötet, nur weil sie Freiheit fordern.

Besonders sichtbar wird diese Realität an den Universitäten. Dort, wo eigentlich die Zukunft des Landes entstehen sollte, stehen heute bewaffnete Milizen. Studenten berichten, dass sie bedroht und angegriffen werden, wenn sie gegen die Führung demonstrieren. Dennoch gehen sie weiter auf die Straße. Sie rufen Freiheit und fordern das Ende der Herrschaft von Ali Khamenei.

Die Angst ist allgegenwärtig. Und doch gibt es auch einen bemerkenswerten Wandel in der Wahrnehmung Israels. Ali berichtet, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu unter vielen Iranern einen Spitznamen bekommen hat. Sie nennen ihn Bibi Gol, was so viel bedeutet wie Bibi die Blume. Es ist ein Ausdruck von Hoffnung, nicht von Feindschaft.

Diese Entwicklung ist ein historischer Bruch. Jahrzehntelang hat das Regime Israel als Feind dargestellt. Doch ein wachsender Teil der iranischen Bevölkerung unterscheidet klar zwischen Israel und der eigenen Führung. Während die Machthaber Israel als Bedrohung darstellen, sehen viele Iraner in Wahrheit ihr eigenes Regime als größte Gefahr für ihr Leben.

Diese Stimmen aus dem Iran zeigen eine Realität, die im Westen oft übersehen wird. Der Konflikt ist nicht nur ein Konflikt zwischen Staaten. Es ist auch ein Konflikt zwischen einem Regime und seinem eigenen Volk.

Israel steht in diesem Moment nicht nur als militärischer Gegner des iranischen Regimes da. Für viele Iraner ist Israel ein Symbol für eine andere Zukunft. Eine Zukunft ohne Angst. Eine Zukunft ohne Unterdrückung.



Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Major Ofer, Israeli Air Force רס"ן עופר, חיל האוויר הישראלי - Israeli Air Force, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=55093318

Artikel veröffentlicht am: Montag, 23. Februar 2026

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