Israel verhaftet 420 Aufwiegler in Judäa und Samaria um Terror während Ramadan zu verhindern
Mit Beginn des Ramadan wächst in Israel die Sorge vor neuen Anschlägen. Sicherheitskräfte greifen gezielt gegen jene durch, die über Moscheen und soziale Medien zur Gewalt aufrufen.

Festnahmen, Überwachung und verstärkte Präsenz sollen verhindern, dass religiöse Tage zu einem Monat des Terrors werden. Israel handelt entschlossen, um seine Bürger zu schützen und gleichzeitig den Zugang zu den Gebetsstätten zu ermöglichen.
Die Entscheidung fiel nicht aus Routine, sondern aus bitterer Erfahrung. Mit dem Beginn des Ramadan hat Israel seine Maßnahmen gegen Aufwiegelung und Terror in Judäa und Samaria deutlich intensiviert. Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte und der Inlandsgeheimdienst handeln aus einer klaren Erkenntnis heraus. Gewalt beginnt oft nicht mit einer Waffe, sondern mit Worten.
In den vergangenen zwei Wochen wurden 17 zentrale Aufwiegler festgenommen, Personen, die gezielt Hass verbreiteten und andere zu Angriffen ermutigten. Seit dem Beginn des Krieges nach dem 7. Oktober 2023 sind es mehr als 420 Festnahmen. Diese Zahl zeigt die Dimension eines Problems, das für viele außerhalb Israels unsichtbar bleibt, für die Menschen im Land jedoch tödliche Konsequenzen haben kann.
Im Zentrum der Maßnahmen steht eine Realität, die Israel seit Jahren begleitet. Viele der gefährlichsten Angriffe werden nicht von organisierten Terrorzellen ausgeführt, sondern von Einzeltätern. Menschen, die durch Hetze in sozialen Medien, durch Predigten oder durch öffentliche Reden radikalisiert werden und sich entscheiden, Zivilisten oder Soldaten zu töten. Diese Form des Terrors ist besonders schwer vorhersehbar. Genau deshalb richtet sich Israels Fokus auf jene, die diese Gewalt ideologisch vorbereiten.
Auch ein Imam der Al Aqsa Moschee wurde festgenommen, nachdem Berichte darauf hinwiesen, dass seine Aktivitäten Teil dieser gefährlichen Dynamik sein könnten. Für Israel ist dieser Schritt sensibel und schwerwiegend. Die Al Aqsa Moschee ist einer der wichtigsten religiösen Orte des Islam. Doch Israels Sicherheitsbehörden unterscheiden nicht nach religiöser Stellung, sondern nach konkreter Gefahr. Wer zur Gewalt beiträgt, wird zur Verantwortung gezogen.
Ramadan zwischen Gebet und Bedrohung
Der Ramadan ist für Millionen Muslime eine Zeit des Gebets und der Besinnung. Israel ist sich dieser Bedeutung bewusst und hat gleichzeitig umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um den Zugang zu den heiligen Stätten zu ermöglichen. Übergänge wurden verstärkt, technische Lösungen eingeführt und zusätzliche Kräfte eingesetzt, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Gleichzeitig bleibt die Sorge groß, dass extremistische Kräfte versuchen könnten, die religiöse Atmosphäre für Gewalt zu missbrauchen. Sicherheitsbehörden sehen insbesondere große Gebetsversammlungen als mögliche Ziele für Radikalisierung und Mobilisierung.
Israel steht damit vor einer schwierigen Aufgabe. Einerseits will das Land die Religionsfreiheit schützen und den Zugang zu den heiligen Orten ermöglichen. Andererseits muss es verhindern, dass genau diese Orte zu Ausgangspunkten für Terror werden.
Israels Kampf gegen Worte die töten können
Israels Strategie basiert auf einer klaren Lehre aus der Vergangenheit. Hetze ist kein harmloses Ventil. Sie ist oft der erste Schritt zu Blutvergießen. Jeder verhinderte Angriff beginnt mit der Identifizierung jener, die Gewalt legitimieren und fördern.
Die Sicherheitskräfte führen deshalb nicht nur Festnahmen durch, sondern auch Gespräche mit lokalen Verantwortlichen und setzen auf Aufklärung. Ziel ist es, die breite Bevölkerung von extremistischen Einflüssen zu trennen und zu verhindern, dass eine Minderheit die Mehrheit in einen Konflikt zieht, den viele nicht wollen.
Für Israel ist diese Mission existenziell. Das Land weiß, dass ein einziger erfolgreicher Angriff Familien zerstören und eine ganze Gesellschaft erschüttern kann.
Der Ramadan wird damit zu einem Test. Nicht für den Glauben, sondern für die Fähigkeit, Frieden und Sicherheit zu bewahren.
Israel zeigt in diesen Tagen erneut, dass es bereit ist, entschlossen zu handeln. Nicht aus Aggression, sondern aus der Verpflichtung, Leben zu schützen.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By "Amer "Aruri, B"Tselem"s field researcher in East Jerusalem - http://www.btselem.org/photoblog/201404_qalandiya_checkpoint, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32435436
Artikel veröffentlicht am: Freitag, 20. Februar 2026