Israel schlägt zurück: Armee eliminiert Nukba-Kommandeur und hochrangigen Terrorchef im Gazastreifen
Nach erneuten Verstößen der Hamas gegen den Waffenstillstand reagiert Israel mit gezielten Militärschlägen. Ein führender Kommandeur des Islamischen Dschihad wird getötet, ebenso ein Verantwortlicher der Hamas-Nukba-Einheiten, der am Massaker vom 7. Oktober beteiligt war.

Was als fragile Waffenruhe begann, entwickelt sich erneut zu einem gefährlichen Tauziehen zwischen Israel und den Terrororganisationen im Gazastreifen. Innerhalb von 24 Stunden kam es zu mehreren bewaffneten Zwischenfällen, die nach israelischer Darstellung eine klare Verletzung des Abkommens darstellen. Die Reaktion Jerusalems folgte umgehend: Präzise Angriffe gegen Schlüsselfiguren des Terrors.
Nach Berichten aus Gaza wurde Ali a-Razaina, Kommandeur des nördlichen Gazastreifens innerhalb der Terrororganisation Islamischer Dschihad, bei einem gezielten israelischen Luftangriff in Deir al-Balah getötet. A-Razaina galt als zentrale militärische Figur der Organisation und war für die Koordination von Raketenangriffen und Anschlägen gegen israelische Ziele verantwortlich. Der Angriff richtete sich gegen ein Zelt, das der Terrorist als Aufenthaltsort nutzte. Neben ihm kam nach palästinensischen Angaben auch seine Tochter ums Leben.
Für Israel ist die Eliminierung A-Razainas ein strategischer Erfolg. Er war eine Schlüsselfigur in der militärischen Struktur des Islamischen Dschihad und maßgeblich an der Wiederherstellung terroristischer Fähigkeiten nach dem Krieg beteiligt. Bereits in der Vergangenheit hatten israelische Streitkräfte versucht, ihn auszuschalten. Zwei seiner Söhne kamen bei früheren Einsätzen ums Leben.
Der Schlag gegen den Islamischen Dschihad erfolgte nicht isoliert. Am selben Tag griff Israel auch Bilal Abu Assi an, einen Kommandeur der berüchtigten Hamas-Nukba-Einheiten. Diese Eliteeinheiten waren maßgeblich an der Invasion israelischer Ortschaften am 7. Oktober 2023 beteiligt. Abu Assi führte damals den Angriff auf den Kibbuz Nir Oz an. Unter seinem Kommando wurden dort Dutzende Israelis ermordet oder als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.
Nach israelischen Erkenntnissen war Abu Assi in den Monaten danach an der Bewachung entführter Israelis beteiligt und plante weitere Anschläge gegen israelische Soldaten. Sein Ausschalten ist Teil der israelischen Strategie, alle Verantwortlichen des Massakers systematisch zur Rechenschaft zu ziehen unabhängig davon, ob ein Waffenstillstand besteht.
Die aktuellen Angriffe erfolgten als direkte Reaktion auf eine Reihe von Zwischenfällen. In der Nacht zum Dienstag hatten Hamas-Terroristen nahe der sogenannten gelben Linie im Norden des Gazastreifens gezielt auf eine israelische Patrouille geschossen. Ein Reserveoffizier wurde dabei schwer verletzt und musste in ein Krankenhaus evakuiert werden. Kurz darauf versuchten weitere Bewaffnete, erneut auf israelische Truppen zu feuern. Die Soldaten erwiderten das Feuer. Verletzte auf israelischer Seite gab es dabei nicht.
Für Israel sind diese Vorfälle ein eindeutiger Beweis dafür, dass Hamas und Islamischer Dschihad den Waffenstillstand missbrauchen, um ihre militärischen Strukturen wieder aufzubauen. Die Armee macht deutlich, dass jeder Angriff auf israelische Soldaten oder Zivilisten sofortige und entschlossene Konsequenzen nach sich ziehen wird.
Besonders brisant ist ein weiteres Detail, das die israelische Armee veröffentlichte. Drohnenaufnahmen aus Dschabalija im Norden des Gazastreifens zeigen, wie bewaffnete Hamas-Mitglieder Krankenwagen missbrauchen, um Kämpfer und Waffen von einem Krankenhaus in ein Schulgebäude zu transportieren. Die Bilder liefern erneut Belege für das systematische Vorgehen der Terrororganisation, zivile Infrastruktur als Schutzschild zu nutzen.
Der Armeesprecher erklärte dazu, dies sei ein weiterer Beweis für den zynischen Umgang der Hamas mit der eigenen Bevölkerung. Während international von humanitärer Hilfe gesprochen werde, arbeite die Organisation gezielt daran, ihre Kampfkraft zu erneuern. Israel sieht darin eine klare Fortsetzung der bekannten Strategie: Militärische Aktivitäten werden bewusst inmitten ziviler Einrichtungen verborgen.
Die jüngsten Entwicklungen zeigen, wie zerbrechlich die Lage im Gazastreifen bleibt. Der Waffenstillstand existiert auf dem Papier, doch in der Realität versuchen Hamas und Islamischer Dschihad weiterhin, Israel militärisch zu provozieren. Für Jerusalem ist die Linie eindeutig: Ruhe kann es nur geben, wenn die Terrorstrukturen dauerhaft zerschlagen werden.
Israel signalisiert zwar Bereitschaft zur Stabilisierung der Region, macht aber zugleich klar, dass es keine Rückkehr zum Zustand vor dem 7. Oktober geben wird. Die Verantwortlichen für Terror, Mord und Geiselnahmen sollen nicht ungestraft bleiben.
Solange bewaffnete Angriffe aus Gaza fortgesetzt werden, wird Israel reagieren. Für die Menschen im Gazastreifen bedeutet dies eine bittere Realität. Für Israel ist es eine Frage der Sicherheit und des Überlebens.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: IDF
Artikel veröffentlicht am: Mittwoch, 4. Februar 2026