„Nicht nur Greta: Hollywood und Klima-Promis auf Propaganda-Kurs nach Gaza“
Greta Thunberg, Susan Sarandon und Liam Cunningham steuern mit einer internationalen Flottille nach Gaza. Offiziell soll ein „humanitärer Korridor“ geöffnet werden – tatsächlich dient die Aktion vor allem der Unterstützung der Hamas und der politischen Delegitimierung Israels.

Von Barcelona ist am Sonntag die sogenannte „Global Sumud Flotilla“ in Richtung Gaza ausgelaufen. Unter den Teilnehmern befinden sich die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, die Oscar-Preisträgerin Susan Sarandon sowie Liam Cunningham, bekannt aus „Game of Thrones“. Offiziell spricht die Organisation von der „größten Solidaritätsmission der Geschichte“ und der Öffnung eines humanitären Korridors. Kritiker und Sicherheitsexperten sehen jedoch einen klar politischen Charakter: Die Flottille zielt darauf ab, Israel international unter Druck zu setzen und die Hamas im Gazastreifen zu stärken, während die tatsächliche humanitäre Wirkung gering bleibt.
Frühere Blockaden und Sicherheitsaspekte
Israel hat bereits frühere Versuche der Flottille verhindert. Im Juni stoppte die Marine ein Schiff mit zwölf Aktivisten, darunter Thunberg, rund 185 Kilometer westlich von Gaza. Im Juli wurde die „Handala“ mit 21 Aktivisten aus zehn Ländern am Zugang zum Küstengebiet aufgehalten. Offiziell begründet Israel dies mit Sicherheitsbedenken: Jede unautorisierte Einfahrt in den Gazastreifen könnte als Risiko gewertet werden, da die Küstenzone überwacht wird und dort auch militärische Infrastruktur der Hamas liegt.
Die wiederholten Blockaden zeigen deutlich, dass es sich nicht um rein humanitäre Unternehmungen handelt, sondern um Aktionen mit hohem politischem und symbolischem Gewicht. Die Flottille ist weniger eine Hilfsmission als ein sichtbares Statement gegen Israel, das internationale Aufmerksamkeit auf die Blockade des Gazastreifens lenken soll.
Internationale Dimension und prominente Beteiligung
Neben der Abfahrt aus Barcelona sollen ab dem 4. September weitere Dutzende Schiffe aus Häfen in Italien, Tunesien und weiteren Mittelmeerländern starten. Parallel sind weltweit Demonstrationen in 44 Staaten geplant. Die Teilnehmer reichen von Aktivisten über Journalisten bis zu Politikern und ehemaligen Stadtoberhäuptern wie Ada Colau aus Barcelona.
Die Beteiligung prominenter Persönlichkeiten wie Thunberg, Sarandon und Cunningham verstärkt die mediale Wirkung der Aktion erheblich. Ihre Präsenz lenkt Aufmerksamkeit auf die Flottille, ohne dass die Hintergründe vor Ort näher untersucht würden. Kritiker bemängeln, dass die Aktivisten das komplexe politische und militärische Umfeld im Gazastreifen ausblenden und die Verantwortung für die Situation vor Ort einseitig Israel zuweisen.
Die Flottille findet vor dem Hintergrund einer angespannten politischen Lage statt. Vor kurzem hatte Australien den iranischen Botschafter ausgewiesen, nachdem Sicherheitsbehörden Verbindungen zwischen Iran und antisemitischen Vorfällen festgestellt hatten. Gleichzeitig plant Canberra, im September bei den Vereinten Nationen über die Anerkennung eines palästinensischen Staates abzustimmen. Ähnliche internationale Initiativen, gepaart mit symbolischen Aktionen wie der Flottille, tragen dazu bei, dass Israel politischem Druck ausgesetzt wird – oft ohne die militärische Realität und den Terror der Hamas ausreichend zu berücksichtigen.
Die Organisatoren der Flottille stellen sich als humanitäre Akteure dar, doch die Sicherheitslage im Gazastreifen und die dominierende Rolle der Hamas machen klar: Jede unautorisierte Annäherung an die Küste kann als politischer Akt gewertet werden, der die Hamas stärkt und Israel international belastet.
Medienwirkung und Symbolpolitik
Die Aktion ist zugleich ein Beispiel dafür, wie medienwirksame Kampagnen internationale Aufmerksamkeit erzeugen. Prominente Akteure verleihen der Mission Symbolkraft, während die tatsächliche Hilfe minimal bleibt. Israel bezeichnet die Einfahrten als Sicherheitsrisiko, die Aktion selbst als Versuch, den Staat Israel zu delegitimieren. Die mediale Inszenierung verleiht der Flottille einen moralischen Mantel, der jedoch die politische Absicht nicht verdecken kann: Es geht um die Darstellung Israels als „Blockierer“ und die Unterstützung der Hamas als vermeintlich legitime Gegenmacht.
Die Flottille zeigt, wie leicht prominente Persönlichkeiten für politische Zwecke eingesetzt werden können, ohne dass die Komplexität der Lage ausreichend berücksichtigt wird. Sie illustriert die Spannungen zwischen öffentlicher Aufmerksamkeit und realer Wirkung – und verdeutlicht, wie internationale Kampagnen politische Narrative verschieben, während die Menschen vor Ort nur indirekt profitieren.
Die Global Sumud Flotilla ist keine reine humanitäre Mission, sondern ein politischer Akt mit internationaler Reichweite. Prominente Teilnehmer nutzen ihren Status, um politische Botschaften zu transportieren – vor allem zugunsten der Hamas und zur Diskreditierung Israels. Israel und internationale Beobachter werten die Flottille als Symbolpolitik, die die Sicherheitslage im Gazastreifen verkennt. In der öffentlichen Debatte wirft sie Fragen über Verantwortung, Symbolwirkung und die Rolle prominenter Aktivisten auf – ein Paradebeispiel dafür, wie mediale Inszenierung politisches Engagement ersetzen kann.
Autor: Bernd Geiger
Artikel veröffentlicht am: Sonntag, 31. August 2025