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Proteste und Internet-Blackout: Airlines stoppen Iran-Flüge aus mehreren Ländern


Die innenpolitische Krise im Iran hat nun spürbare internationale Folgen. Fluggesellschaften aus den Golfstaaten und der Türkei streichen Verbindungen, während das Regime versucht, die Kontrolle über ein zunehmend instabiles Land zu behalten.

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Die anhaltenden landesweiten Proteste im Iran führen zu massiven Einschränkungen im internationalen Luftverkehr. Mindestens 17 für Freitag geplante Flüge zwischen Dubai und mehreren iranischen Städten wurden kurzfristig gestrichen. Betroffen sind Verbindungen nach Teheran, Schiras und Maschhad. Das geht aus Daten der Flughäfen in Dubai hervor.

Die Flugstreichungen fallen in eine Phase eskalierender Unruhen. Seit Ende Dezember demonstrieren Menschen im gesamten Iran gegen wirtschaftliche Not, Korruption und politische Repression. In den vergangenen Tagen verschärfte das Regime die Maßnahmen deutlich. Ein nahezu vollständiger Internet-Blackout wurde verhängt, um Kommunikation und Berichterstattung zu unterbinden.

Fluggesellschaften reagieren auf Instabilität

Die Billigfluglinie flydubai bestätigte die Ausfälle. Ein Sprecher erklärte, man werde die Lage weiter beobachten und den Flugplan entsprechend anpassen. Eine offizielle Begründung für die Streichungen wurde nicht genannt. In der Praxis gilt dies jedoch als klares Signal wachsender Sicherheitsbedenken.

Auch andere internationale Airlines ziehen Konsequenzen. Türkische Medien berichteten, dass Turkish Airlines 17 Flüge in den Iran gestrichen habe. Die Fluggesellschaft AJet sagte sechs Verbindungen ab, während Pegasus Airlines ebenfalls mehrere Iran-Flüge cancelte. Zusätzlich wurden mindestens zwei Verbindungen zwischen Doha und Teheran aus dem Flugplan genommen.

Iran zunehmend isoliert

Die Ausfälle zeigen, wie schnell sich die innere Krise des Iran auf die Außenwelt auswirkt. Internationale Fluggesellschaften reagieren empfindlich auf politische Instabilität, Kommunikationsausfälle und unklare Sicherheitslagen. Der landesweite Internet-Blackout erschwert nicht nur den Alltag der Bevölkerung, sondern auch die operative Planung ausländischer Unternehmen.

Für das iranische Regime ist dies ein weiterer Rückschlag. Während es im Inneren mit Drohungen, Repression und Gewalt reagiert, wächst von außen die faktische Isolation. Der eingeschränkte Flugverkehr trifft nicht nur Geschäftsreisen und Tourismus, sondern auch Familien, Studenten und die iranische Diaspora.

Proteste halten an

Trotz Internetsperren und massiver Polizeipräsenz reißen die Proteste nicht ab. In zahlreichen Städten kam es erneut zu Demonstrationen, Straßensperren und Zusammenstößen mit Sicherheitskräften. Bilder aus dem Land dringen nur noch sporadisch nach außen, doch das Ausmaß der Unruhen scheint größer zu werden.

Die gestrichenen Flüge sind damit mehr als eine logistische Maßnahme. Sie sind ein Indikator dafür, dass die Krise im Iran nicht mehr als inneres Problem wahrgenommen wird. Sie beeinflusst den regionalen Verkehr, die Wirtschaft und die diplomatischen Beziehungen.

Der Iran wirkt zunehmend wie ein Land im Ausnahmezustand - abgeschottet nach innen, gemieden nach außen und unfähig, Stabilität zu vermitteln. Solange die Proteste andauern und das Regime auf Repression setzt, dürfte sich diese Isolation weiter vertiefen.

Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild KI generiert

Artikel veröffentlicht am: Samstag, 10. Januar 2026

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