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Irans Regime droht Demonstranten mit dem Tod - staatlicher Terror gegen das eigene Volk


Was sich derzeit im Iran abspielt, ist keine Rechtsdurchsetzung, sondern offene Machtausübung durch Angst. Das Regime greift zur Todesstrafe, um Proteste zu ersticken, und erklärt die eigene Bevölkerung zum Feind.

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Das iranische Regime hat eine Grenze überschritten, hinter die es kein Zurück mehr gibt. Der Chefankläger von Teheran erklärte öffentlich, dass Demonstranten, die staatliche Gebäude anzünden, mit Sicherheitskräften zusammenstoßen oder vom Regime als „Saboteure“ eingestuft werden, mit der Todesstrafe rechnen müssen. Diese Ankündigung ist keine juristische Maßnahme. Sie ist eine Drohung. Und sie richtet sich gegen das eigene Volk.

Die Erklärung fällt in den 14. Tag anhaltender landesweiter Proteste. In zahlreichen Städten kommt es zu Ausschreitungen, Straßensperren und Zusammenstößen mit Sicherheitskräften. Gleichzeitig hat das Regime das Internet nahezu vollständig abgeschaltet, um Bilder, Kommunikation und Koordination zu unterbinden. Wer heute im Iran protestiert, soll isoliert, eingeschüchtert und zum Schweigen gebracht werden.

Justiz als Waffe der Machterhaltung

Die iranische Justiz agiert nicht unabhängig. Sie ist ein Instrument der Unterdrückung. Der Oberste Nationale Sicherheitsrat machte unmissverständlich klar, dass es keinerlei Nachsicht geben werde. Sicherheitskräfte seien angewiesen, hart durchzugreifen. Das Wort „Sabotage“ dient dabei als Blankoscheck. Es erlaubt dem Staat, jeden Protest, jede Sachbeschädigung und jede Form von Widerstand als Kapitalverbrechen zu definieren.

Das Regime versucht erneut, Verantwortung abzuschieben. In offiziellen Erklärungen werden Israel und die Vereinigten Staaten beschuldigt, die Proteste zu steuern. Diese Erzählung ist alt, durchschaubar und zynisch. Sie soll davon ablenken, dass Millionen Iraner aus eigenem Antrieb auf die Straße gehen, weil sie wirtschaftlich ersticken, politisch entrechtet sind und keine Zukunft sehen.

Khamenei kriminalisiert die Bevölkerung

Der Oberste Führer Ali Khamenei verschärfte die Eskalation persönlich. Er bezeichnete Demonstranten als Handlanger ausländischer Mächte und warf ihnen vor, im Sinne von US-Präsident Donald Trump zu handeln. Wer protestiert, wird damit nicht nur kriminalisiert, sondern entmenschlicht.

Khamenei sprach davon, Menschen hätten „ihr eigenes Land zerstört“, um einem ausländischen Präsidenten zu gefallen. Diese Rhetorik ist nichts anderes als die Vorbereitung weiterer Gewalt. Wer Demonstranten zu Verrätern erklärt, rechtfertigt ihre Verfolgung, ihre Inhaftierung und nun auch ihre mögliche Hinrichtung.

Der Vergleich Trumps mit historischen Tyrannen und gestürzten Herrschern wirkt dabei wie bittere Ironie. Denn es ist das iranische Regime selbst, das sich wie ein System am Ende verhält. Ein Staat, der droht, seine Bürger zu töten, weil sie protestieren, hat jede moralische und politische Legitimität verloren.

Todesstrafe als Mittel der Einschüchterung

Die Androhung der Todesstrafe ist kein Zeichen von Stärke. Sie ist das Eingeständnis der Angst. Ein Regime, das überzeugt wäre von seiner Unterstützung, müsste keine Hinrichtungen in Aussicht stellen. Es müsste nicht das Internet abschalten. Es müsste nicht mit Militär und Geheimdienst gegen die eigene Bevölkerung vorgehen.

Was Teheran tut, ist staatlicher Terror. Er richtet sich nicht gegen bewaffnete Gegner, sondern gegen Demonstranten, Jugendliche, Arbeiter, Frauen und Studenten. Das Regime macht klar, dass es bereit ist, zu töten, um an der Macht zu bleiben.

Ein System gegen sein eigenes Volk

Die internationale Gemeinschaft steht vor einer klaren Realität. Im Iran geht es nicht um Ordnung oder Sicherheit. Es geht um Machterhalt um jeden Preis. Ein Staat, der Protest mit Tod beantwortet, hat sich selbst außerhalb jeder zivilisierten Ordnung gestellt.

Die Drohung aus Teheran ist ein Offenbarungseid. Sie zeigt, dass das Regime keine Antworten mehr hat. Nur noch Gewalt. Nur noch Angst. Und nur noch die Hoffnung, dass Terror gegen die eigenen Bürger den Zerfall aufhält.

Ob diese Strategie aufgeht, ist fraglich. Sicher ist nur eines: Wer heute im Iran protestiert, riskiert sein Leben - nicht wegen Chaos, sondern wegen eines Regimes, das bereit ist, sein eigenes Volk zu opfern, um zu überleben.

Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Freitag, 9. Januar 2026

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