Zypern verhaftet mutmaßliches Hamas-Mitglied wegen Anschlagsplänen gegen jüdische Ziele in Europa
Ein Mann aus dem Libanon wird am Flughafen von Larnaka festgenommen. Ermittler werfen ihm vor, Munition für geplante Anschläge auf israelische und jüdische Einrichtungen in Europa transportiert zu haben.

Der Verdächtige soll Teil eines Hamas-Netzwerks sein, das seit Monaten Waffen in Deutschland beschafft.
Die Sicherheitsbehörden in Zypern haben einen Mann festgenommen, der im Verdacht steht, an einem Hamas-Netzwerk beteiligt zu sein, das Anschläge auf israelische und jüdische Einrichtungen in Europa vorbereitete. Der Verdächtige wurde am Flughafen von Larnaka festgenommen, nachdem er aus dem Libanon eingereist war.
Nach Angaben der deutschen Bundesanwaltschaft handelt es sich um einen im Libanon geborenen Mann, der von den Behörden als Kamel M. identifiziert wurde. Ihm wird vorgeworfen, rund 300 scharfe Patronen transportiert zu haben. Diese sollten an weitere Personen weitergegeben werden, die ebenfalls mit der Hamas in Verbindung stehen.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Munition für Anschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und anderen europäischen Ländern bestimmt war.
Der Verdächtige soll nun nach Deutschland ausgeliefert werden. Dort soll er einem Richter vorgeführt werden, der über weitere strafrechtliche Maßnahmen entscheidet.
Die Festnahme steht im Zusammenhang mit einer Reihe weiterer Ermittlungen gegen mutmaßliche Hamas-Mitglieder in Deutschland. Bereits im Januar wurde ein weiterer Verdächtiger am Flughafen Berlin festgenommen. Der im Libanon geborene Mann soll die Munition beschafft haben, die ursprünglich von Kamel M. geliefert worden war.
Nach Angaben der Ermittler lief die Übergabe über mehrere Stationen. Kamel M. soll die Munition zunächst an einen deutschen Staatsbürger übergeben haben. Dieser wiederum soll sie an den später in Berlin festgenommenen Verdächtigen weitergeleitet haben.
Der deutsche Staatsbürger war bereits im Oktober 2025 festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mitgliedschaft in der Hamas sowie die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor.
Bei dieser Festnahme hatten Ermittler mehrere Waffen entdeckt. Dazu gehörten ein Sturmgewehr vom Typ AK-47, mehrere Pistolen sowie größere Mengen Munition.
Nach Einschätzung der Behörden sollte dieses Arsenal für Anschläge der Hamas auf jüdische und israelische Einrichtungen in Deutschland eingesetzt werden.
Neben dem deutschen Verdächtigen wurden damals zwei weitere Männer festgenommen. Auch sie sollen Teil des Netzwerks gewesen sein und seit dem Sommer 2025 Waffen und Munition für Hamas-Mitglieder beschafft haben.
Die Ermittlungen zeigen nach Einschätzung von Sicherheitsexperten, dass Hamas auch in Europa versucht, logistische Strukturen aufzubauen. Ziel solcher Netzwerke ist es häufig, Waffen zu beschaffen, Kontakte aufzubauen und mögliche Anschläge vorzubereiten.
Für die europäischen Sicherheitsbehörden bedeutet dies eine wachsende Herausforderung. Die Kombination aus internationalen Netzwerken, Waffenbeschaffung und ideologischer Radikalisierung erhöht das Risiko von Angriffen auf jüdische Einrichtungen in Europa.
Die deutschen Behörden betonen deshalb, dass sie weiterhin eng mit internationalen Partnern zusammenarbeiten, um mögliche Anschlagspläne frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild
Artikel veröffentlicht am: Dienstag, 10. März 2026