Pro-palästinensische Aktivisten greifen israelische Reisende in Brasilien an


In einem beliebten Backpacker-Ort in Brasilien kommt es zu mehreren Vorfällen gegen junge Israelis. Reisende berichten von Angriffen, Parolen gegen Israel und gezielten Provokationen.

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In der brasilianischen Küstenstadt Itacaré ist es in den vergangenen Tagen zu einer Reihe ungewöhnlicher Vorfälle zwischen pro-palästinensischen Aktivisten und israelischen Reisenden gekommen. Mehrere junge Israelis berichten von aggressiven Konfrontationen, antiisraelischen Parolen und gezielten Provokationen gegen Besucher aus Israel.

Die kleine Surferstadt im Bundesstaat Bahia gilt seit Jahren als beliebtes Ziel für israelische Rucksacktouristen nach dem Militärdienst. Genau dort häufen sich nun Spannungen.

Ein israelischer Reisender schilderte gegenüber dem israelischen Sender N12, wie ein Streit auf der touristischen Strandpromenade plötzlich eskalierte. Eine lokale Frau habe zunächst Passanten angegriffen und eine Auseinandersetzung ausgelöst. Kurz darauf hätten sich weitere Personen eingemischt und Parolen wie „Free Palestine“ gerufen.

Nach seinen Angaben versuchte eine weitere Frau, eine israelische Reisende anzugreifen, während sie gleichzeitig ihr Handy zückte, um die Situation zu filmen. Die Szene wirkte auf die Betroffenen wie eine gezielte Provokation. Die Reisende zog sich hinter ihren Begleiter zurück, weil sie sich bedroht fühlte.

Die Polizei griff schließlich ein, trennte die Beteiligten und nahm der Angreiferin das Telefon ab. Dennoch wurde ein israelischer Tourist vorübergehend festgenommen. Freunde des Mannes sagen, er sei lediglich zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort gewesen und habe mit dem ursprünglichen Streit nichts zu tun gehabt. Nach einigen Stunden wurde er wieder freigelassen.

Neben diesem Vorfall berichten mehrere Israelis auch von antiisraelischen Graffiti in der Stadt. In einem Gebäude, in dem mehrere israelische Reisende gemeinsam untergebracht waren, entdeckten sie am Morgen eine frisch gesprühte Parole „Free Gaza“ zusammen mit einer palästinensischen Flagge.

Die Reisenden reagierten darauf, indem sie daneben eine israelische Flagge zeichneten.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich bei einer pro-palästinensischen Demonstration in der Stadt. Aus einer Diskussion entwickelte sich eine handfeste Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und israelischen Touristen. Die örtliche Polizei löste die Situation schließlich auf. Berichten zufolge wurden dabei drei Israelis vorübergehend zur Befragung festgenommen.

Einige Reisende berichten außerdem, dass Aktivisten gezielt versuchen, Konfrontationen zu filmen. Die Videos würden anschließend in sozialen Netzwerken verbreitet und so dargestellt, als seien Israelis die Angreifer gewesen.

Eine israelische Reisende erklärte, es wirke teilweise so, als würden Situationen bewusst provoziert, um belastendes Videomaterial zu erzeugen. In Gruppen in sozialen Netzwerken würden regelmäßig Videos von Israelis verbreitet, die sie in einem negativen Licht darstellen sollen.

Gleichzeitig betonen viele Reisende, dass die Mehrheit der Einwohner von Itacaré Israelis freundlich gegenübersteht. Viele lokale Geschäfte leben vom internationalen Tourismus, darunter auch von israelischen Backpackern.

Die antiisraelischen Parolen und Graffiti sorgen dennoch für Unruhe unter den Reisenden. Einige berichten, dass sie überrascht seien, solche politischen Spannungen ausgerechnet an einem abgelegenen Urlaubsort zu erleben.

Die Ereignisse zeigen, wie stark der Konflikt im Nahen Osten inzwischen auch in weit entfernten Regionen der Welt wahrgenommen wird. Selbst in touristischen Orten in Südamerika kommt es zunehmend zu politischen Spannungen, die sich direkt gegen Israelis richten.



Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Montag, 16. März 2026

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