Zwei Tote in Ashdod: Gesundheitsministerium ordnet landesweiten Rückruf von Sauerstoffflaschen an


Nach dem Tod zweier Frauen in einer Raffinerie reagiert das Gesundheitsministerium mit drastischen Maßnahmen. Der Verdacht: mögliche toxische Substanzen in Atemgasflaschen nun werden landesweit Kontrollen und Rückrufe eingeleitet.

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Der tragische Tod zweier Frauen in einem Labor der Raffinerie in Ashdod hat weitreichende Folgen für das israelische Gesundheits- und Rettungswesen. Nachdem die beiden Mitarbeiterinnen am Mittwoch bewusstlos aufgefunden und später für tot erklärt wurden, ordnete das Gesundheitsministerium eine umfassende Überprüfung sämtlicher Luft- und Sauerstoffflaschen in medizinischen Einrichtungen an.

Erste Berichte deuteten auf eine mögliche Fehlfunktion der von den Frauen getragenen Atemausrüstung hin. Inzwischen steht ein schwerwiegender Verdacht im Raum: Die eingesetzten Gasflaschen könnten Stoffe enthalten haben, die nicht der deklarierten Zusammensetzung entsprechen. Es besteht die Sorge, dass sich toxische Substanzen in einzelnen Behältern befunden haben könnten.

Strenge Kontrollen und sofortige Stilllegung

Das Ministerium wies alle Krankenhäuser, Rettungsdienste und weiteren medizinischen Einrichtungen an, jede einzelne Gasflasche zu überprüfen. Dabei müssen mehrere Kriterien übereinstimmen: die Prägung auf dem Metallkörper, die Farbkennzeichnung, das Etikett mit Inhaltsangabe sowie die Identität des Lieferanten. Schon bei kleinsten Abweichungen sind die Flaschen umgehend außer Betrieb zu nehmen und eindeutig zu kennzeichnen.

Besonders betroffen sind Flaschen des Unternehmens Salem Yaakov and Sons. Sämtliche von diesem Anbieter stammenden Behälter sollen vorsorglich sofort aus dem Verkehr gezogen werden. Die Gesundheitskassen arbeiten parallel daran, auch bei Patienten, die zu Hause beatmet werden, entsprechende Flaschen zurückzurufen und Ersatz bereitzustellen.

Rettungsorganisation reagiert sofort

Die Organisation United Hatzalah teilte mit, dass alle freiwilligen Einsatzkräfte landesweit angewiesen wurden, ihre Sauerstoffflaschen vorübergehend nicht mehr zu verwenden. Die Maßnahme sei rein präventiv und bedeute nicht, dass es konkrete Probleme bei den eigenen Beständen gebe. Der Schutz von Patienten und Helfern habe oberste Priorität.

Logistik- und Medizinteams arbeiten derzeit daran, genehmigte Alternativen bereitzustellen. Gleichzeitig bleibt die Organisation im engen Austausch mit dem Gesundheitsministerium, bis die vollständige Überprüfung abgeschlossen ist.

Ermittlungen dauern an

Bislang gibt es keine bestätigten Hinweise auf weitere Zwischenfälle in medizinischen Einrichtungen. Dennoch unterstreicht der Vorfall die Sensibilität und Bedeutung korrekter Kennzeichnung und Kontrolle medizinischer Gase. Die Behörden betonen, dass es sich um Vorsichtsmaßnahmen handelt, während die genaue Ursache des Todes der beiden Frauen weiterhin untersucht wird.



Autor: Redaktion
Bild Quelle: Feuerwehr Ashdod

Artikel veröffentlicht am: Samstag, 14. Februar 2026

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