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Schüsse von den Dächern, Leichen in Krankenhäusern: Das iranische Regime entfesselt den Terror gegen sein eigenes Volk


Während Iran vollständig von der Außenwelt abgeschnitten wird, dringen erschütternde Zeugenaussagen nach draußen. Demonstranten berichten von Scharfschützen auf Hausdächern, von hunderten Toten und von Zwangsgeständnissen im Staatsfernsehen. Was sich derzeit in Iran abspielt, ist kein Ausnahmezustand mehr es ist systematische staatliche Gewalt.

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Die Berichte, die es trotz totaler Kommunikationssperre aus Iran nach draußen schaffen, zeichnen ein Bild, das kaum noch Raum für Zweifel lässt. Das Regime der Ajatollahs hat sich entschieden, den Protest nicht mehr politisch oder polizeilich zu beantworten, sondern militärisch. Wer heute in Teheran, Maschhad oder Qom auf die Straße geht, riskiert sein Leben.

Ein Demonstrant aus Teheran, dem es gelang, über Satelliteninternet kurze Nachrichten zu übermitteln, beschreibt eine Stadt im Ausnahmezustand. Auf den Dächern wohlhabender Viertel seien Scharfschützen positioniert worden. Aus verschiedenen Stadtteilen berichtet er von gezielten Schüssen auf Menschenmengen. „Wir haben hunderte Leichen gesehen“, sagt er. Eine Aussage, die unabhängig davon schwer wiegt, wie hoch die tatsächliche Zahl ist - denn sie beschreibt eine Eskalation, wie man sie selbst in Iran selten erlebt hat.

Krankenhäuser als Orte des Grauens

Videos, die von internationalen Menschenrechtsorganisationen überprüft wurden, zeigen verzweifelte Familien in Krankenhäusern, die sich durch Reihen von Leichen arbeiten, auf der Suche nach Angehörigen. Andere Berichte sprechen von dutzenden Verletzten allein mit schweren Augenverletzungen - ein bekanntes Muster gezielter Schüsse zur dauerhaften Verstümmelung.

Gleichzeitig meldet das Regime Tote unter Sicherheitskräften und nutzt diese Vorfälle, um das Narrativ vom „ausländisch gesteuerten Aufruhr“ weiter zu schüren. Doch diese Erzählung verfängt immer weniger. Zu viele Iraner haben selbst gesehen, was auf den Straßen geschieht.

Zwangsgeständnisse und die Vorbereitung auf das Schlimmste

Parallel zur Gewalt auf den Straßen sendet das staatliche Fernsehen „Geständnisse“ festgenommener Demonstranten. Menschenrechtsorganisationen warnen eindringlich: Solche Aufnahmen sind in Iran häufig der Vorbote von Todesurteilen. Geständnisse unter Folter sind fester Bestandteil des Repressionsapparats - und dienen der Einschüchterung der restlichen Bevölkerung.

Die Rhetorik der Führung wird dabei immer aggressiver. Demonstranten werden als Verräter, Saboteure oder Agenten Israels und der USA diffamiert. Das Militär erklärt die innere Sicherheit zur „roten Linie“. Der oberste Führer Ali Chamenei hat die Revolutionsgarden in höchste Alarmbereitschaft versetzt und ihnen faktisch freie Hand gegeben, die Straßen „unter Kontrolle zu bringen“.

Ein Regime, das Angst hat

All das ist kein Zeichen von Stärke, sondern von Panik. Ein Staat, der das Internet kappt, auf Dächer schießt und Zwangsgeständnisse ausstrahlt, weiß, dass er die Loyalität seines Volkes verloren hat. Die Sorge vor Massenüberläufen in Armee und Polizei ist real - und erklärt die brutale Geschwindigkeit, mit der das Regime eskaliert.

Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi warnt offen vor einem möglichen Massaker unter dem Schutz der totalen Kommunikationsabschaltung. Diese Warnung ist ernst zu nehmen. Iran hat in der Vergangenheit bewiesen, dass es bereit ist, tausende eigene Bürger zu töten, wenn es seine Macht bedroht sieht.

Internationale Reaktionen und leere Schuldzuweisungen

Währenddessen versucht die iranische Führung, die Verantwortung nach außen zu schieben. Präsident Peseschkian macht in Gesprächen mit ausländischen Amtskollegen Israel und die USA für die Proteste verantwortlich. Diese Anschuldigungen wirken zunehmend absurd angesichts der sozialen und wirtschaftlichen Verzweiflung im Land.

Die internationale Gemeinschaft hat reagiert. Europäische Staaten und die USA erklären ihre Unterstützung für die Demonstranten. US-Präsident Donald Trump hat das Regime offen gewarnt, weiteres Blutvergießen werde Konsequenzen haben. Worte allein werden das Töten nicht stoppen - aber sie markieren eine Grenze.

Iran an einem historischen Wendepunkt

Noch ist das Regime nicht gefallen. Doch es steht unter einem Druck, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Proteste wachsen, die Angst bröckelt, und die Gewalt zeigt, wie sehr die Führung um ihr Überleben kämpft.

Was derzeit in Iran geschieht, ist keine innere Angelegenheit. Es ist ein Lehrbuchbeispiel für staatlichen Terror gegen die eigene Bevölkerung. Wer jetzt noch von „Stabilität“ oder „Dialog“ spricht, verkennt die Realität. Dieses Regime führt Krieg gegen sein eigenes Volk - und die Welt schaut zu.

Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Samstag, 10. Januar 2026

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